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Bald Schneeprognosen Wochen im Voraus möglich?
Aus 10vor10 vom 18.02.2020.
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Künstliche Beschneiung Skigebiete wollen mit Hightech Schneefall vorhersagen

Schnee, das weisse Gold. Zu wissen, wann wieviel fällt, wäre bares Geld wert. Denn jede Stunde, in der künstlich beschneit wird, geht ins Geld.

Für uns ist die Beschneiung ein riesiger finanzieller Brocken.
Autor: Werner BriegBereichsleiter Beschneiung bei den Lenzerheide Bergbahnen

Unterwegs nach Pistenschluss im Skigebiet Lenzerheide. Es ist auch hier ein eigentlich schneearmer Winter. Doch die Schneekanonen haben reichlich produziert – im Gebiet liegen gut zwei Drittel Kunstschnee.

GPS-Gerät.
Legende: Das GPS-Gerät zeigt exakt an, wo wieviel Schnee gefallen ist. SRF

Schnee, digital erfasst. Wieviel Schnee wo auf den Pisten liegt, zeigt das GPS-gestützte Gerät in der Führerkabine. Das ist nicht neu. Neu ist, dass die Daten nun auch mit Wettervorhersagen kombiniert werden. So sollen die Skigebiete besser entscheiden können, wo sie künstlich beschneien.

Werner Bieg, Bereichsleiter Beschneiung bei den Lenzerheide Bergbahnen, über die Absichten: «Natürlich hofft man, die Kosten senken zu können. Wenn man die Gewissheit hat, keinen Schnee mehr produzieren zu müssen, werden keine Kosten mehr generiert.»

Schneeprofil anlegen

Die Kosten der Beschneiung senken. Das ist das Ziel des europäischen Forschungsprojekts «ProSnow». Von möglichen Einsparungen bis zu 30 Prozent ist die Rede. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es aber noch Handarbeit.

Hansueli Rhyner vom Schweizerischen Schnee und Lawinenforschungszentrum SLF betreut das Projekt. Um die zahlreichen digitalen Daten abgleichen zu können, macht er ein sogenanntes Schneeprofil: «Das Gerät zeigt uns ausschliesslich die Schneehöhe an. Um die Schneebeschaffenheit herauszufinden, müssen wir in die Schneedecke hineinschauen.»

«Finanzielle und ökologische Auswirkungen»

Am Forschungsprojekt beteiligen sich europaweit acht Skigebiete, in der Schweiz ist es die Lenzerheide. Dereinst sollen aber alle Skigebiete von den Vorhersagen profitieren können. «Das Prognosemodell soll dem Skigebiet helfen, Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen, welche ökologische und finanzielle Auswirkungen haben», so Rhyner.

Motorsäge in Schnee.
Legende: Auch die Schneebeschaffenheit wird untersucht. SRF

Denn der Aufwand der künstlichen Beschneiung sei nicht zu unterschätzen, meint Brieg: «Für uns ist die Beschneiung ein riesiger finanzieller Brocken.»

SRF Meteo: Prognosen noch vage

SRF-Meteorologe Gaudenz Fluri hat sich das Projekt für «10vor10» angeschaut. Langzeitprognosen in diesem Detailgrad sind bei Fachleuten umstritten. «Laut Meteo Schweiz, dem Bundesamt für Meteorologie und der Klimatologie ist die Güte des Modells für die Schweiz zurzeit noch beschränkt. Man kann sich nicht richtig darauf verlassen.»

10v10, 18.2.2020, 21:50 Uhr, hosb

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11 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Unmengen an CO2 austossen um dem Klimawandel zu trotzen ist völlig absurd und krank! Skifahren ist sowas von gestern.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Hightech und Chemie gegen die Natur? Da wundert sich die Menscheit über das Auftauchen eine "Coronar-Virus"?Wann kommt endlich Einsicht in die Köpfe der Verantwortlichen? Der Mensch und Konsument, muss sich anpassen lernen. Ist die "Lebensgrundlage" (Ökosysteme - Umwelt) des Menschen zerstört, gibt es keinen Handel, mehr, kein Konsumieren, keine Leben, keine Existenz mehr! Prioritäten setzen.
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  • Kommentar von Tim Luethi  (timluethi)
    Ersparnisse im Skigebiet würden besser erzielt, indem man nicht jeden Tag die Pisten wieder glatt walzen würde, was ja Unmengen an Diesel verbraucht und somit unnötig CO2 generiert. Zudem dienen die Buckel auf der Piste der Unfallprävention, indem es die Raser behindert.
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