Zum Inhalt springen

Header

Audio
14: Juni: Die Frauen bringen ihre Anliegen auf die Strasse
Aus HeuteMorgen vom 15.06.2021.
abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
Inhalt

Kundgebungen in vielen Städten Frauenstreik: Manche Probleme sind noch ungelöst

Der 14. Juni hat in der Schweiz wieder viele Frauen mobilisiert. Sie sehen durchaus auch positive Entwicklungen.

Von St. Gallen bis Genf, von Basel bis Bellinzona: In rund 20 Städten haben Kundgebungen zum Frauenstreik stattgefunden. Sie wurden von Frauenverbänden und Gewerkschaften organisiert.

Zwar haben die gestrigen Aktionen nicht das Ausmass und die Aufmerksamkeit des Frauenstreiktages von 2019 erreicht, aber sie sollen dennoch die Botschaft aussenden, dass der Kampf weitergehe.

«Man kann nicht Karriere machen, immer chic aussehen und gleichzeitig noch die Familie und den Haushalt managen.
Autor: Eine DemonstrantinFrauenstreiktag am 14. Juni 2021

Das sei auch dringend nötig, sagt diese Demonstrantin in Luzern: «Es sind viele kleine Schritte, die getan werden. Aber das reicht bei weitem nicht.» Gerade beim Thema Lohngleichheit von Männer und Frauen sehen viele der Demonstrierenden noch grossen Handlungsbedarf.

Aber auch bei der Kinderbetreuung gebe es noch keine Gleichberechtigung. «Es geht darum, dass man das halb-halb aufteilt», sagt die Demonstrantin. «Schliesslich haben wir Frauen die Kinder nicht alleine gemacht.»

Mehr Frauen in politischen Ämtern

Die Demonstrierenden erkennen durchaus auch positive Entwicklungen, etwa dass in den letzten zwei Jahren viel mehr Frauen in politische Ämter gewählt wurden, zum Beispiel bei den letzten Nationalratswahlen.

Frauen sind extrem diskriminiert, was Altersarmut angeht.
Autor: Eine DemonstrantinFrauenstreiktag 2021

Mit gemischten Gefühlen verfolgen dagegen viele die Diskussionen über das Frauenrentenalter 65. «Ich fände Gleichberechtigung gut», sagte eine Frau. «Der Punkt ist, dass die anderen, wirklichen Probleme, die Frauen betreffen, nicht angegangen werden. Frauen sind extrem diskriminiert, was Altersarmut angeht.» Dafür brauche es Lösungen, bevor man das Rentenalter angleiche.

Wie gross hier der politische Einfluss der Frauenbewegung ist, muss sich noch zeigen.

Video
Aus dem Archiv: Frauenstreik am 14. Juni 2019
Aus Tagesschau vom 14.06.2019.
abspielen

HeuteMorgen, 16.06.2021, 06:00 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

25 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Laura Lüscher  (LaLü)
    Eines der vielen Probleme ist, dass Männer oftmals nicht reduzieren dürfen und/oder sie aus verschiedenen Gründen zu wenig dafür einstehen. Mein Partner und ich haben das Glück, wir mussten uns aber beim Arbeitgeber klar einsetzen, dass wir reduzieren können und nun die Betreuung teilen werden. Wir verdienen in etwa gleichviel.
    Bis nicht einige Probleme geklärt werden, bin ich nicht für ein höheres Rentenalter.
  • Kommentar von Achim Frill  (Africola)
    Wohlstandsproblemsuche. Diese Frauen sind gelangweilt. Anders kann man es nicht mehr ausdrücken. Lebt mal für ein Jahr im Iran, dann wisst ihr, wie Frauen wirklich als Dreck behandelt werden. Hier in CH werden die wenigen noch bestehenden Ungleichheitchen regelrecht mit der Lupe gesucht und zu einem grossen Luftballon aufgeblasen. Reine Wichtigtuerei ohne jede echte Not. Sage nicht ich, sondern meine 18-jährige Tochter!
  • Kommentar von Beatrice Fiechter  (thea)
    Es braucht gezielte Förderung in der ganzen Schweiz: gute Ausbildung/Förderung in jungen Jahren, möglichst keine Berufsabbrecherinnen(stützende Massnahmen!), allen Berufsbildern mehr Anerkennung geben, überall gerechte Löhne!Davon würden Frauen wie Männer profitieren! Frauen gehen auf die Strasse, für etwas, was selbstverständlich sein sollte! Unser Selbstverständnis ist derart verschoben:Jeder weiss,wie anstrengend jede gute, individuelle Arbeit ist,aber sie wird sehr unterschiedlich honoriert!