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Einkaufsfrust mit LeShop.ch und Coop@home
Aus Kassensturz vom 07.04.2020.
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Lebensmittel-Onlinehandel Der grosse Lieferfrust

  • Die Online-Bestelldienste von Migros, Coop und Farmy haben Lieferprobleme, wegen grosser Nachfrage und technischer Probleme.
  • Risikogruppen weichen auf kleine Lieferdienste wie «Öpfelchasper» aus und nehmen die Hilfe von Nachbarn und Freunden in Anspruch.
  • Jetzt reagieren Migros und Coop mit neuen Angeboten für Risikogruppen.

Seniorin Margrit Felder gehört zur Risikogruppe. Wenn die Lebensmittel ausgehen, braucht sie Hilfe. Einfach in den nächsten Laden einkaufen gehen ist für sie keine Option mehr.

In dieser Situation würde sich Online-Einkaufen anbieten. Aber: Ausgerechnet jetzt funktionieren die grossen Lieferdienste nicht mehr. Seit Wochen läuft Margrit Felder bei coop@home auf. Jeweils kurz vor dem Bestellabschluss erscheint der nervige Hinweis, es gäbe aktuell keine freien Liefertermine. «Seit dem 16. März ist das eigentlich immer so», erzählt Magrit Felder.

Alternative Lieferdienste

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Ähnlich bei der Konkurrenz. Beim Online-Anbieter LeShop der Migros sind auf drei Wochen hinaus alle Termine ausgebucht. Farmy vertröstet Kunden gar bis in den Mai. Unbrauchbar für Personen, die nicht mehr in die Läden sollten.

Le Shop, keine Termine frei
Legende: Bei Leshop sind die Lieferfenster wochenlang ausgebucht. SRF

So geht es momentan Tausenden in der Schweiz. Zum Beispiel auch der vierköpfigen Familie Burn aus Lyss. Sie lebt in Isolation, weil beide Elternteile zur Risikogruppe gehören. Beide arbeiten im Homeoffice. Da die Schule geschlossen ist, sind auch die Kinder zuhause.

Also bestellt Andreas Burn bei LeShop einen Einkauf. Der Familienvater hat Glück und erwischt sogar ein freies Lieferfenster. Aber beliefert wird die Familie nicht. Am Liefertag kommt ein Email, seine Bestellung sei annulliert. Ersatzlos gelöscht.

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Leshop-Kunde Andreas Burn konnte bestellen, erhielt die Ware jedoch nicht.
Aus Kassensturz vom 07.04.2020.
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Migros-Mediensprecher Marcel Schlatter gibt zu: «Leider hatten wir bei etwa zwei Prozent der Bestellungen dieses Problem. Es war ein technisches Problem, das wir jetzt aber beheben konnten.»

Lieferdienste reagieren auf Risikogruppen

Ein Problem besteht aber nach wie vor. Die grossen Online-Lebensmittelshops sind für Wochen ausgebucht. Jetzt hat die Migros für Angehörige einer Risikogruppe neu einen bevorzugten Lieferservice auf die Beine gestellt. Wer sich auf amigos.ch registrieren lässt, bekomme die bestellte Ware innert Stunde heimgeliefert. Pro Senectute und hunderte Freiwilliger sorgen für die schnelle Heimlieferung.

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Marcel Schlatter vom Migros-Genossenschafts-Bund verweist auf den Lieferservice amigos.ch.
Aus Kassensturz vom 07.04.2020.
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Auch Coop reagiert und bietet jetzt über «Top 100» vor allem eine Auswahl an nicht gekühlten Produkten an, die innert wenigen Tagen per Post beim Besteller sein sollen.

Margrit Felder ist inzwischen bei der Suche nach funktionierenden und schnellen Onlineshops auf den viel kleineren Lieferdienst «Öpfelchasper» gestossen. Dieser liefert ihr jede Woche zwei Kilogramm frisches Obst und Gemüse direkt vor die Haustüre. Und den übrigen Einkauf besorgen Freunde aus der Nachbarschaft.

Einkaufshilfe von Coop und Migros für Risikogruppen

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  • Migros: «Personen aus der Risikogruppen sollten ausschliesslich über www.amigos.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster bestellen, wo sie schnelle Hilfe erfahren. Mit einem kostenlosen Lieferservice von Migros und Pro Senectute haben wir Abhilfe geschaffen. Bis heute konnten so bereits 10’000 Bestellungen an Menschen aus Risikogruppen nach Hause geliefert werden. Zwischen Bestellung und Auslieferungen liegt oft nicht mehr als wenige Stunden.»
  • Coop: «Coop und das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) bieten einen kostenlosen Heimlieferservice für Personen über 65 Jahre, sowie weitere Risikogruppen an. Sie können telefonisch oder via E-Mail bestellen und freiwillige Helferinnen und Helfer des SRK liefern die Bestellung am nächsten Werktag nach Hause: www.coop.ch/coop65 , Link öffnet in einem neuen Fenster»

Die wichtigsten Informationen zum Coronavirus:

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Die wichtigsten Informationen zum Coronavirus:

Kassensturz, 07.04.20, 21:05 Uhr

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57 Kommentare

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  • Kommentar von Robert Turrall  (robert_t)
    Jetzt geht es wieder los... Nachdem man beim Login auf coop.ch neu aufgefordert wird, mit "Supercard-ID" einzuloggen und die beide Accounts zu verknüpfen, geht gar nichts mehr. Die lange Ladezeiten sind immer noch ein Problem. Auch die Fr. 47.00 teure Cordon Bleu (eigentlich "Nicht bestellbar") sind noch da... Man füllt den Korb, versucht genug zu finden, um auf Fr. 99.95 zu kommen, und dann: "Ein Fehler ist aufgetreten". Das war's. Auf Facebook und Twitter wird man ignoriert. Toll gemacht Coop
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  • Kommentar von Gonzalo MORAL  (Speedy Gonzales)
    Als ich bei LeShop einen Liefertermin ergatterte, habe ich bestellt. Ich habe nicht gemerkt, dass Bestellung verändert wurde, verm. weil die Prosecco's plötzlich in Aktion waren, statt 10 Fl. nun 60 Flaschen. Sofort habe ich mail geschrieben, um 8.00h angerufen. Zur Lieferung fehlten ganze 21 Tage! Die Dame war extrem freundlich und hat alles unternommen, aber ihre Chefin hat die Änderung nicht bewilligt. Annullieren wollte ich nicht, weil ich wieder x Wochen warten müsste...ich bin 66 und vorb
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    1. Antwort von Werner Caviezel  (Werner Caviezel)
      Dann haben Sie jetzt ein paar Flaschen zuviel.......? Könnte schon was brauchen.
  • Kommentar von H.C. Braendle  (hcbraendle)
    Behörden-Weisung: Geht nicht raus!
    Lebensmittel gehen aus
    Hungersnot, es ist ein Graus.

    Moral der Geschicht:
    Bediene Dich der Weisung statt der Pflicht
    Vergessen kannst die Konsequenz
    Organisiert Euch selbst, und stört Euch nicht
    An Hunger und Ambivalenz.
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