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Liquidation publik gemacht Veranstalterin der Schweizer Formel-E-Rennen ist pleite

  • Die Organisatorin der Formel-E-Rennen in der Schweiz ist finanziell am Ende.
  • Die Liquidation der Firma wurde im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) publik gemacht.
  • Die Promotoren der Rennen wollen aber nicht aufgeben und haben bereits eine Nachfolgefirma gegründet.
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Aus dem Archiv: Formel-E-Rennen spaltet Bern
Aus Schweiz aktuell vom 24.06.2019.
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Die «Berner Zeitung» berichtete bereits am Dienstag über den Fall. Die Konkursrichterin des Bezirksgerichts Zürich eröffnete laut SHAB am 15. Januar den Konkurs über die Swiss E-Prix Operations AG. Die Gesellschaft ist demnach aufgelöst.

Schulden nach Berner Rennen

In finanzielle Schieflage geraten war sie nach dem Formel-E-Rennen vom Juni 2019 in Bern. Vornehmlich kleine und mittlere Unternehmen aus der Region blieben auf ihren Forderungen sitzen.

Die Organisatoren hatten im Herbst eingeräumt, ein «mittlerer sechsstelliger Beitrag» habe aufgrund der aktuellen Liquiditätslage noch nicht vollständig beglichen werden können. Sie strebten eine Lösung bis Ende Jahr an.

Sebastien Buemi jubelt mit einer Champagner-Flasche.
Legende: Der Schweizer Sebastien Buemi jubelt über seinen dritten Platz beim Formel-E-Rennn in Bern im letzten Sommer. Keystone

«Mit den Hauptgläubigern konnte leider keine Lösung gefunden werden», erklärte Stephan Oehen von der Swiss E-Prix Operations AG am Mittwoch auf Anfrage. Über die Höhe der offenen Forderungen könne er keine Angaben machen, da es sich um ein laufendes Verfahren handle.

Neue Firma am Start

Die Promotoren von Formel-E-Rennen in der Schweiz geben aber nicht auf. Drei Köpfe der konkursiten Firma, darunter Chef Pascal Derron, haben bereits die neue Firma Swiss E-Prix GmbH eintragen lassen. Laut Sprecher Oehen handelt es sich um «eine Auffanggesellschaft, die mit ausgewählten Städten in engem Austausch steht».

Bislang gab es zwei Formel-E-Rennen in der Schweiz: 2018 in Zürich und 2019 in Bern. Den Promotoren schwebt eine weitere Austragung vor, wobei sich neu die betreffende Stadt und auch der Kanton finanziell beteiligen sollen.

Vom Finanzdebakel nach dem Rennen 2019 nicht betroffen ist die Stadt Bern. Sie verfügt über eine Bankgarantie der Titelsponsorin Bank Julius Bär. Die Stadt Bern macht Kosten von fast 650'000 Franken geltend, wie aus ihrem Abschlussbericht vom letzten Herbst hervorgeht.

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Aus dem Archiv: Zürich bereitet sich auf die Formel E vor
Aus sportpanorama vom 03.06.2018.
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22 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Ich war und bin weiterhin skeptisch für den hochgelobten E-Antrieb. Dieser Berner Konkurs ist ein schlechtes Zeichen
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  • Kommentar von Norbert Zehner  (ZeN)
    Und wie viele "Gefälligkeiten" und nicht-real (-transparent) verrechneten Kosten aus allen Ecken des Staates wurden diesen Promotoren von diesen sogenannt "grünen" Autorennen über die Jahr gewährt. Das alles richtig verrechnet, wäre dieser Zirkus schon längst Pleite gewesen, ja hätte gar wohl nie gestartet. Das wäre mal eine journalistische Recherche wert.
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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Was konkret soll hier eigentlich mit der so genannten Auffanggesellschaft aufgefangen, also gerettet werden? Und mit welchen ausgewählten Städten soll diese Auffanggesellschaft in Kontakt stehen und sogar in engem Kontakt? Und dann will man noch die öffentliche Hand für dieses Privatvergnügen finanziell einspannen, also samt den "ausgewählten Städten" noch die jeweiligen Kantone!
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