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Fitnesscenter: Trotz der Wiedereröffnung sind die Sorgen gross
Aus HeuteMorgen vom 05.05.2020.
abspielen. Laufzeit 02:36 Minuten.
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Lockerung bei Fitnesscentern Sorgenfalten trotz Freude über Wiedereröffnung

Fitnessstudios können am 11. Mai wieder öffnen. Gleichzeitig haben viele Konkursängste – vor allem wegen der Mieten.

Kathy Fleig läuft durch die riesige Halle ihres Fitnesscenters David-Gym Züri-West und zeigt auf die rund 20 Boxsäcke, die in einer Reihe hängen – jeder zweite komme bis am Montag weg, damit der Abstand gewahrt bleibe, sagt Besitzerin Fleig. Auch einzelne Trainingsgeräte müssten umplatziert oder gesperrt werden, aber noch ist es nicht so weit. Die rund 1100 Fitnesscenter in der Schweiz können erst ab Montag die Türen für ihre rund eine Million Mitglieder wieder öffnen.

Zuerst gebe es anderes zu tun, sagt Fitness-Instruktor Sascha: «Wir müssen alles putzen, reinigen, desinfizieren.» Alles soll bereit sein, wenn die Kunden wieder kommen. Bis diese da sind, werden dann auch die Plexiglasscheiben am Empfang und zwischen den Duschen installiert sein. In den Fitnesscentern darf sich gemäss Schutzkonzept ein Trainingsbesucher pro 10 Quadratmeter aufhalten.

Sicherheit geht vor

«Von der Trainingsfläche her könnten wir fast 300 Leute hier haben. Doch das können wir nicht handhaben – und wir wollen uns auch nicht dem Risiko aussetzen, dass die Leute dann trotzdem zu wenig Abstand einhalten», sagt Fleig und beschränkt deshalb die Maximalzahl der Trainingsgäste auf 150. Damit es nicht zu Warteschlangen kommt, schaltet Fleig eine App auf, wo man den Trainingsbesuch reservieren kann.

Eine generelle Maskenpflicht gibt es in den Fitnesscentern nicht. Beim David-Gym müssen die Angestellten nur bei Beratungen oder Instruktionen zwingend eine Maske tragen.

Leerstehende Fitnesscenter
Legende: Vielerorts muss der Abstand zwischen den Fitnessgeräten vergrössert werden. Keystone

Existenzängste trotz Vorfreude

Kathy Fleig ist mit ihren drei Fitnesscentern und 25 Vollzeitstellen eine klassische KMU-Gewerblerin – und sie macht sich Sorgen: «Ich gebe es ehrlich zu, auch bei mir ist der Gedanken da: ‹Müssen wir schliessen, können wir das überhaupt stemmen?›»

Ich gebe es ehrlich zu – auch bei mir ist der Gedanken da: ‹Müssen wir schliessen, können wir das überhaupt stemmen?›
Autor: Kathy FleigFitnesscenter-Besitzerin

Das grosse Problem für die Fitness-Branche sind die Mieten. Denn Fitnessstudios brauchen nun mal vor allem Fläche – und diese kostet entsprechend. So verlangt der Schweizerische Fitness- und Gesundheitscenter Verband vom Bundesrat, dass die Mieten für die Dauer der Zwangsschliessung erlassen werden. Auch David-Gym-Besitzerin Kathy Fleig hat bis jetzt für ihren Standort in Schlieren keine Mietzinsreduktion erhalten.

Dennoch hat sie vor allem ein Ziel vor Augen: den nächsten Montag. Sie könne es kaum erwarten, wieder loszulegen, sagt Fleig: «Das ist mein Leben, meine Leidenschaft. Ich freue mich auch riesig darauf, unsere Mitglieder wiederzusehen. Der Kontakt mit ihnen hat uns extrem gefehlt.»

Heute Morgen, 5. Mai 2020, 6:00 Uhr

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Montonato Silvia  (Montonato Silvia)
    Ich habe ein kleines Group-Fitness-Studio mit 22 Lektionen pro Woche im Angebot. Mit nur 4 Kunden pro Lektion lohnt sich dies ja gar nicht, da kostet ja der Instruktor schon mehr. Wie macht ihr andere das? Trainingscenter dürfen pro 10 m2 1 Person haben und beim Groupfitness heisst es höchstens 5 Personen inkl. instruktor. Ich kappier hier echt die Logik nicht.
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  • Kommentar von Aldo brändli  (aldo)
    Überall werden wir 2 m Abstand einhalten, nur im Flugzeug dürfen wir dann Stunden en beisammen sitzen. - Da würde ich lieber mit 10 m Abstand auf dem Camping-Platzverweilen. - Die Massnahmen sind einfach absurd.
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  • Kommentar von remo strotamp  (remostr)
    Liebe SRF. Wie sieht es eigentlich mit Corona Atemwolkengrösse, Atemluftausstossgeschwindigkeit und körperlicher Belastung aus. Und was dies für social distancing minimaldistanz bedeutet?

    Konnte leider nur für Niessen was finden. Und da ist es ja mehr als 2m. Vollgas am schnauben aufm Laufband, Rad, Rudermaschiene?
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Vielleicht hilft Ihnen dieser Artikel weiter: https://www.srf.ch/news/schweiz/corona-und-aerosole-wie-gefaehrlich-ist-joggen-wirklich
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    2. Antwort von remo strotamp  (remostr)
      Herzlichen Dank für den Link. Der hilft leider nicht wirklich weiter. Geht ja hauptsächlich auf die potentielle Coronawolke ein die der Sportler sich fortbewegend hinter sich lässt. Im Fitnesszenter ist der ja statisch auf seinem Gerät. Hier wäre von Interesse ob und wieviel grösser und potenter (Tröpfchengeladener) die Wolke ist. Speziell da es ja auch Indoor ist.
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    3. Antwort von SRF News editor
      Das wäre in der Tat ein Thema, dessen man sich mal annehmen könnte. Danke für den Hinweis.
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