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Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr geht ins Geld
Aus HeuteMorgen vom 06.07.2020.
abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
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Maskenpflicht im ÖV Schutzmasken strapazieren Geldbeutel zusätzlich

Jetzt ist Maske Pflicht. Doch für Menschen mit einem knappen Budget kann das zur finanziellen Belastung werden.

Schutzmaske auf: Das gilt nun im Zug, Bus, Tram, auf Schiffen und in Bergbahnen. Wer auf den öffentlichen Verkehr angewiesen ist, muss solche Masken besorgen. Es gibt sie bei den Grossverteilern im Schnitt zu 60 bis 70 Rappen pro Stück. Leute, die knapp bei Kasse sind, könnten diese Zusatzausgaben in Schwierigkeiten bringen, warnt unter anderem das Hilfswerk Caritas.

Ausgaben von 120 Franken zusätzlich

Das Rechenbeispiel geht so: Eine vierköpfige Familie, zwei Erwachsene mit zwei Kindern über zwölf Jahren, alle müssen unter der Woche täglich den öffentlichen Verkehr nehmen. Rechnet man mit 70 Rappen pro Maske, gibt das etwa 120 Franken in einem Monat – ohne Ausflüge an den Wochenenden.

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So trägt man eine Maske richtig
Aus SRF News vom 05.07.2020.
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Für Menschen mit knappem Budget sei dies viel Geld, sagt Caritas-Mediensprecher Stefan Gribi. In der Sozialhilfe rechne man für Gesundheitsvorsorge mit Ausgaben von nur 40 Franken pro Monat. «Dieser Betrag wird schon deutlich mit den Masken überschritten und muss infolgedessen irgendwo sonst eingespart werden – sei es beim Essen, sei es bei der Bekleidung», sagt Gribi und ergänzt: «Das sind wirklich Fragen, die ins Gewicht fallen.»

Dieser Betrag wird mit den Masken deutlich überschritten und muss infolgedessen irgendwo sonst eingespart werden – sei es beim Essen, sei es bei der Bekleidung.
Autor: Stefan GribiCaritas-Mediensprecher

Die Caritas selber gibt in ihren speziellen Läden deshalb ab heute Masken gratis ab. Allerdings, so Gribi, erreiche man damit längst nicht alle Armutsbetroffenen. Darum sagt er: «Ich glaube, es ist wirklich an der öffentlichen Hand, hier gemeinsam eine unkomplizierte, unbürokratische Lösung zu finden.»

Westschweizer Kantone reagieren

Die Empfehlung der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) geht in diese Richtung. Sie gibt Richtlinien für Kantone und Gemeinden heraus. Die Ausgaben für die Masken solle die Sozialhilfe zusätzlich übernehmen, empfiehlt die Sozialhilfekonferenz. Bei der Skos vermutet man, dass die meisten Kantone und Gemeinden dieser Empfehlung nachkommen.

Ich glaube, es ist wirklich an der öffentlichen Hand, hier gemeinsam eine unkomplizierte, unbürokratische Lösung zu finden.

Vereinzelte Westschweizer Kantone haben bereits reagiert. Der Kanton Jura will all jenen Gratis-Masken abgeben, die Anspruch auf verbilligte Krankenkassenprämien haben. Und der Kanton Genf verkauft selber verbilligte Masken für 50 Rappen das Stück und verteilt via Hilfsorganisationen Gratis-Masken an Bedürftige.

Heute Morgen 06.07.2020, 06:00 Uhr

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81 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Dieser Betrag kann insbesondere bei den Masken eingespart werden. Das Rechenbeispiel berücksichtigt offenbar bei ÖV-Benützung ein Entsorgen der Maske bei jedem Aussteigen. Ich habe bei Spitalpersonal nachgefragt und erfahren, dass dort im Prinzip 1 Maske pro Schicht benützt wird. Das bedeutet, dass ich bei gleich langer Benützung und sauberem Versorgen (z.B. in einem Zip-Beutel) eine Maske die ich im ÖV benütze problemlos 1 Woche nutzen kann. So reduziert sich der Mehrbetrag von 120 auf 20 CHF.
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  • Kommentar von Rolf Blum  (R. Blum)
    Ein Zwang was nichts bringt. Z.B. in einem InterCity werden literweise frische Luft in den Wagen gepumpt. Niemand steckt sich im ÖV an. Völlig daneben und unüberlegt diese Pflicht
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    1. Antwort von Manuel Nagel  (mkrm)
      Gibt es dafür eine Quelle, oder haben Sie sich das ausgedacht?
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  • Kommentar von Andreas-David Balzer  (Davidshalom)
    Wahnsinn! Ist das hier ne Werbung für “Masken Made in China “?
    Liebe Schweizerinnen und Schweizer! Kauft Stoff-Masken Made in Switzerland/Europe.
    Das ist nachhaltig und schont auf Dauer Euren Geldbeutel.
    Die Masken abends einseifen in 60 Grad Wasser auswaschen und die Maske ist am nächsten Tag wieder einsatzbereit.
    Damit unterstützt man / Frau auch die heimische Wirtschaft und nachhaltig ist das Ganze auch noch!
    Zuhause selber nähen ist auch ne prima Option mit Anleitung aus dem Internet.
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    1. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Weder die Masken aus China nützen und die Stoffmasken sowieso nicht da die Poorengrösse viel zu gross ist bei Hygienemasken nur das doppelte bei Stoffmasken das zigfache.
      Nur eine ABC Maske schützt 100%ig da der Virus durch den biologischen Waffenschutz B nicht durchkommt und die Augen auch geschützt sind. Es ist sehr unwahrscheinlich dass die Tröpfchen zwar Ihre Nase erreichen Ihre Augen aber nicht.
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    2. Antwort von Franz NANNI  (Aetti)
      Bevor ich aus dem Auto steige spruehe ich die Maske mit dem Hygienespray an... und trage sie Tag fuer Tag..ohne Aufwand... (1xpWoche waschen..)
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