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Legende: Audio Sechs Wochen für mehr Pünktlichkeit bei der SBB abspielen. Laufzeit 02:44 Minuten.
02:44 min, aus Rendez-vous vom 18.04.2019.
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Mehr Pünktlichkeit Die SBB-Taskforce soll es richten

Im Pendel-Land Schweiz kommen verspätete Züge schlecht an. Die SBB will nun mit Experten gegen Verspätungen vorgehen.

90.1 Prozent. Ein Pünktlichkeitswert, um den wohl viele andere europäische Eisenbahngesellschaften die SBB beneiden. Doch dieser Wert war schon höher – und droht sogar noch weiter zu sinken. Darum soll eine neue SBB-Expertengruppe bis in sechs Wochen Gegenmassnahmen vorschlagen.

Die Regionalzeitungen des CH-Media-Verbundes berichteten heute über diese Taskforce. Die SBB bestätigte, dass sich ein Team aus erfahrenen SBB-Kadern intensiv dem Thema Pünktlichkeit widme.

Laut Mediensprecher Raphael Hirt geht es in diesem Gremium aber nicht nur um die Verbesserung der Pünktlichkeit an sich. Die Aufgabe der Expertengruppe sei es auch, herauszufinden, «wie wir über die Pünktlichkeit besser informieren können».

Push-Mitteilung bei Verspätung

Zu diesem Punkt gibt es bereits konkrete Ideen. Auf der SBB-App wird die Bahnfahrerin schon heute über verspätete Züge informiert. Künftig will die SBB aber noch schneller anzeigen, wie lange der Reisende auf dem Perron auf den Zug warten muss. Die Taskforce denkt über Verspätungs-Pushmeldungen nach. Solche versendet die SBB bis heute noch nicht.

Patentrezepte gegen die eigentlichen Verspätungen zu finden, ist schwieriger. Darüber brüten die Experten aus allen Bereichen der Bahn – vom Rollmaterialprofi über den Fahrplanspezialisten bis zum Güterverkehrsfachmann.

Umfassendes Bahn-Knowhow ist gefragt, sagt SBB-Sprecher Raphael Hirt. «In dieser Gruppe sind allesamt Mitarbeitende, die schon länger dabei sind. Dementsprechend gehen wir davon aus, dass wir korrekte Handlungsempfehlungen bekommen, wie wir die Pünktlichkeit weiter verbessern können.»

«Es ist anspruchsvoll, aktuellen Wert zu halten»

Im Herbst 2018 war zwischen Zürich und Bern phasenweise jeder vierte Zug unpünktlich. Die Krux: Die Gründe sind nicht vorhersehbar und ergeben kein Muster. Mal gibt es Probleme mit den Türen, mal mit den Weichen, dann mit den Fahrleitungen.

Mit ihren Abklärungen und der Expertengruppe will sich die SBB auch für die kommenden Monate und Jahre wappnen. Denn die Belastung des Bahnnetzes – des dichtesten Europas – wird weiter zunehmen und die Bau- und Unterhaltsarbeiten ebenfalls. «Es ist anspruchsvoll, nur schon den aktuellen Pünktlichkeitswert zu halten. Und es ist ein Effort nötig, um diesen Wert zu verbessern», sagt SBB-Sprecher Hirt.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von P Gafner (pasgaf)
    Entflechtung von Güter- und Personenverkehr ist eigentlich nötig aber politisch nicht Machbar, da zu teuer. Nur so könnte die Kapazität garantiert werden. Züge wie der TGV oder der Japanische Shinkansen sind nur auf einer dedizierter Strecke machbar. Dabei steht nicht einmal die Geschwindigkeit im Vordergrund. Aber so lange Güterzüge rumdümpeln und die Strecke blockieren, ist die Kapazität beschränkt. In einem dedizierten Netz könnten die Züge zur Stosszeit im 3 Minuten Takt verkehren.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Wer oft im Ausland mit Bahnen unterwegs ist, staunt immer wieder, wenn sich Reisende in der Schweiz wegen 3-5 MInuten Verspätung fürchterlich aufregen können! Nur, fehlende Lokführer, viele Störungen der Infrastrukturen und nicht perfekt laufende neue Züge sollten den Verantwortlichen doch zu denken geben. Aber auch all jene, die glauben in unserem Land könnten problemlos 10 Millionen Menschen leben und durch die links/grünen auf den öV gezwungen werden, sollten sich ernsthafte Gedanken machen!
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    1. Antwort von U. Salzmann (pfefferusalz)
      ...und immer noch einen Seitenhieb an die von ihnen 'verhasste' Linke. Es ist höchste Zeit zum Handeln, wenn die Bevölkerung die Klimasorgen ernst nimmt und tatsächlich vermehrt den öV benutzt. Und hierzu ist nicht nur das linke Lager gefragt!
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (jolanda)
      Im Gegensatz der vielen links/grünen Wähler(innen) und den Hundertausenden Flug-Osterflugreisenden verzichte ich seit vielen Jahren auf diese Korosin-Schleuder-Reisen um die ganze Weltkugel. Die eigene Lebensweise ist die Grundlage zum Handeln gegen die Klimaveränderung. Mit Schlagwörter schreien, Spruchbänder durch die Strassen schieben und Verlangen "es muss - wir wollen...usw.", werden die Klimasorgen nicht gelést, Herr Salzmann! Ein "Seitenhieb" also, zum Nachdenken!
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Zu lange Strecken sind auch ein Problem: wenn der Pendlerzug vom Berggebiet nach Zürich HB verkehrt, sind Verspätungen bei jeder Schneeflocke und jedem Regentropfen garantiert. Zudem verspätet sich der Nachfolger des Problemzugs Cisalpino immer noch (liegt wohl nicht mehr am Rollmaterial), was auf der Pendlerstrecke Rückstau verursacht. Wenn hinzu die Pendlermasse durch 1-2 Türe einsteigen will, weil die am nächsten zur Unterführung sind, muss man nicht gross Ursachenforschung betreiben.
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