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Verkehrsdepartement will spezielle Fahrspuren fürs «Carpooling»
Aus HeuteMorgen vom 16.09.2021.
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Mitfahrgemeinschaften Verkehrsdepartement will eigene Fahrspuren fürs «Carpooling»

Das Verkehrsdepartement möchte spezielle Fahrspuren einführen. Auf diesen sollen nur Autos mit Fahrgemeinschaften verkehren dürfen.

Fahrspuren speziell für Mitfahrgemeinschaften kennt man bislang vor allem aus den USA. Wenn sich mehrere Personen ein Auto teilen, könne das Verkehrsüberlastungen und Umweltbelastung verringern. Das schreibt das Bundesamt für Strassen (Astra) im Verkehrsdepartement auf Anfrage.

Für die lokal zuständigen Behörden soll die Möglichkeit geschaffen werden, Fahrgemeinschaften besondere Rechte einzuräumen.
Autor: Bundesamt für Strassen

Das Bundesamt bestätigt, dass man solche Fahrgemeinschaften hierzulande stärken wolle: «Um sie zu fördern, soll für die lokal zuständigen Behörden die Möglichkeit geschaffen werden, Fahrgemeinschaften besondere Rechte einzuräumen.» Dazu zählten etwa das Befahren von Busstreifen oder separate Fahrstreifen.

Eigene neue Signalisation für Fahrgemeinschaften

Das Bundesamt denkt darüber nach, eine eigene Signalisation für Fahrgemeinschaften einzuführen. Dazu soll ein neues Symbol unter dem Titel «Mitfahrgemeinschaften» in die Signalisationsverordnung zum Strassenverkehrsgesetz aufgenommen werden.

Das Symbol bestünde laut Astra aus einem Auto, in dem mehrere Personen sitzen. Allerdings sei noch unklar, ab wie vielen Insassen man als Fahrgemeinschaft gelten könne, räumt das Departement von Bundesrätin Simonetta Sommaruga ein.

Busspuren neu auch fürs Carpooling

Das neue Symbol soll als Markierung auf Strassen aufgemalt werden können, um einzelne Fahrspuren für das sogenannte «Carpooling» freizuhalten. Es könnte aber auch als Verkehrsschild am Strassenrand montiert werden, um zum Beispiel bestehende Busspuren für Fahrgemeinschaften zu öffnen.

In Versuchen an stark befahrenen Grenzübergängen in der Region Genf und im Kanton Tessin habe man mit speziellen Fahrspuren für Fahrgemeinschaften gute Erfahrungen gemacht, schreibt das Astra. Die Signalisation sei von den Verkehrsteilnehmenden verstanden worden.

Laut dem Plan des Verkehrsdepartements soll der Bundesrat die Vorlage für eine Teilrevision der Signalisationsverordnung bald verabschieden und in die Vernehmlassung schicken. Idealerweise soll dies noch vor Ende Jahr geschehen. So will man austesten, wie gut die Idee ankommt.

HeuteMorgen, 17.09.2021, 06:00 Uhr

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120 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Wo nehmen die Leute nur den Platz her? Fahrspuren werden für Velofahrer verengt und da soll es noch eine Spur für Carpooling geben. Dann sollte die Macher noch weiter denken und Monorails planen so dass man die Straßen dafür nutzen kann. Dann braucht es keine Autos mehr. Denkt man, aber auch das wird nicht gehen, sonst müsste man alle Städte abreisen und neu bauen.
  • Kommentar von Jörg Dieter  (jorgd)
    Insgesamt lässt sich die Verkehrspolitik in der Schweiz mit einem Sprichwort beschreiben: Niemand kann einen Tee süßer machen nur durch mehr Mischen ohne mehr Zucker. Keine Straßenverbreiterungen, keine neuen Straßen, keine neuen Züge, keine neuen Buslinien, keine neuen Busse, sondern versuchen, Verkehr ohne Investitionen zu verbessern.
    1. Antwort von Jörg Dieter  (jorgd)
      Tatsächlich sind U-Bahnen, oft automatisch ohne Fahrer, für den Stadtverkehr und Superschnellzüge (bullet trains) für den Fernverkehr realistische Lösungen auf der Welt.
  • Kommentar von Jörg Dieter  (jorgd)
    Es ist die dümmste Idee, die ich seit langem gehört habe. Bauen Sie zuerst 4- oder 5-spurige Autobahnen wie in den USA und schließen Sie später eine Spur.