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Schweiz sichert sich Covid-19-Impfstoff
Aus Rendez-vous vom 07.08.2020.
abspielen. Laufzeit 07:56 Minuten.
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Moderna-Impfdosen gesichert Schweiz steigt ins Rennen um einen möglichen Impfstoff ein

Was der Deal kostet, bleibt ein Geheimnis. Der Bund hat aber 300 Millionen Franken zur Impfstoff-Beschaffung reserviert.

Die Mitteilung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vom Freitagvormittag kam nicht aus heiterem Himmel. Amtsdirektor Pascal Strupler hatte schon am Dienstag in der SRF-Sendung Club die Nachricht bewusst platziert: «Wir stehen ein paar Stunden vor Abschluss eines Kaufvertrags.» Der Abschluss kam zustande, auch wenn nach etwas mehr Zeit als nur ein paar Stunden.

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Aus dem Archiv: BAG-Direktor Strupler kündigt Impfstoffkauf an
Aus News-Clip vom 04.08.2020.
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Die finanziellen Details des Deals bleiben im Dunkeln. Wie viel Geld in die USA fliesst für den Impfstoff, den es noch nicht gibt, und ob ein Teil der Summe sofort fliesst – kein Kommentar: «Da hat der Bund zusammen mit der Firma Stillschweigen vereinbart», sagt Mark Witschi, Leiter der Sektion Impfempfehlungen und Bekämpfungsmassnahmen beim Bundesamt für Gesundheit.

Weitere Verhandlungen laufen

Witschi macht aber klar, dass parallel weitere Verhandlungen mit anderen Pharma-Firmen geführt würden, die nach einem Covid-Impfstoff forschten. Daraus kann man schliessen, dass noch nicht die ganzen reservierten 300 Millionen Franken für den ersten Deal verwendet werden.

Auf jeden Fall ist die Investition ein finanzielles Risiko. Scheitert die Entwicklung der Impfung auf der Zielgeraden, verliert die Schweiz Geld – wieviel gehört auch zu den Geheimnissen dieses Vertragsabschlusses.

Wenn sich der erste Impfstoff bewährt, kann es sein, dass man versucht, weitere Dosen von diesem zu beschaffen.
Autor: Mark WitschiLeiter Sektion Impfempfehlungen und Bekämpfungsmassnahmen BAG

Aber auch wenn es klappt: Die 4.5 Millionen Impfdosen werden nicht genügen. Weil sich jeder und jede zweimal impfen lassen müsste, könnte sich nur etwas mehr als ein Viertel der Menschen im Land schützen – zu wenig, sagt Witschi vom BAG.

«Wir haben uns als Gesamtziel sicher mehr als die Hälfte der Bevölkerung vorgenommen. Deshalb ist es wichtig, dass weitere Impfstoffe folgen. Es kann aber auch sein, dass man weitere Dosen von diesem Impfstoff zu beschaffen versucht, wenn er sich bewährt.»

Impfpflicht kein Thema

Bis dahin stellt sich die Frage, wer zuerst an die Reihe kommt. Das werde man zusammen mit der eidgenössischen Kommission für Impffragen anschauen. Sicher müsse man aber zuerst an die sogenannten Risikogruppen denken: «Die Senioren und Leute mit Vorerkrankungen gelten als besonders gefährdete Personen und sind im Fokus der ersten Impfung. Sie, oder, wenn sich der Impfstoff nicht eignen würde, die engsten Kontakte, damit sie indirekt geschützt sind.»

Eine Impfpflicht für gewisse Gruppen – wie sie rechtlich möglich wäre – sei für den Bund grundsätzlich kein Thema, betont Witschi. Man werde mit Information und Aufklärung zu erreichen versuchen, dass sich impfen lässt, wer sich impfen lassen sollte.

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Bund schliesst Impfstoff-Vertrag mit Biotechfirma Moderna
Aus Tagesschau vom 07.08.2020.
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Rendez-vous vom 7.8.2020

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63 Kommentare

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  • Kommentar von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
    Ich höre gerade das neuste Drosten-Podcast-Special: Die Impfung wirke mit ziemlicher Sicherheit bei der Risikogruppe am schlechtesten (eig punkto Impfzwang beruhigend). Ziel der Impfung sei es, die Lage nachhaltig weltweit unter Kontrolle zu halten, indem möglichst grosse Teile der Bevölkerung ,daran teilhaben dürfen'. Dabei handle es sich um das einzige Ausstiegsszenario. - Nichts gegen eine wirkungsvolle, punkto Nebenwirkungen hinreichend abgesicherte Impfung - aber dieser Plan ist ikaresk!
    1. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Darum sollten sich ja die gesunden Impfen um die Risikogruppen zu schützen. Diese werden aber nur ihre Freiheit zurückbekommen, wenn sie wirklich niemand mehr anstecken kann. Darum macht die Impfpflicht auch Sinn, aber einen Zwang gibt es immer noch nicht. Allerdings könnte es gut sein, dass Sie zB Krankenhaus- und Altersheimbesuche nur noch mit Impfnachweis erlaubt werden.
  • Kommentar von Eva Werle  (Wishbone Ash)
    Und schon geht es darum, wer die Kosten für was trägt... Die Impfgegner wollen nicht für die Impfstoffe zahlen, die Schulmediziner nicht für die Alternativmediziner, die nicht Gefährdeten nicht für die Gefährdeten usw.
    Prinzip Eigenverantwortung würde bedeuten, jeder trägt die Kosten und Konsequenzen seines Handelns selbst. An sich korrekt, Aber wer zahlt für die Folgeschäden einer Pandemie? Wir alle! Also entscheiden wir auch alle. Das haben wir, als wir das Pandemiegesetz beschlossen haben.
  • Kommentar von Hans-Peter Grüter  (HP Grueter)
    Ausgerechnet Modrtna (ex: ModeRNA). Zufälle gibt es aber auch. Die B&MG-Foundation hat dort auch schon 20 Mio investiert.
    Quelle: ddn-news.com
    1. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Die B&MG Stiftung hat also gerade mal 0.04% ihres Vermögens in Moderna investiert, gerade mal 1/50 von dem was die US-Regierung in die Hand genommen hat. Herr Grüter, sie vermuten also, dass die USA hier aufs falsche Pferd setzen, wenn B&MG Stiftung fast nichts in Moderna investiert, nach total 36,7 Milliarden bisher gesspendete Gelder, bei einem aktuellen Stiftungsvermögen von 46.8 Milliarden. Ich hätte von Bill echt mehr erwartet..