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Nach Brand im Joggeli FC Basel: Mit neuen Schuhen und Bällen des FC Aarau zum Training

Nach dem Brand im St. Jakob-Park trainiert die Mannschaft zum ersten Mal – auch ausgerüstet mit Bällen des FC Aarau.

Die Stimmung beim ersten Training nach dem Brand war grundsätzlich locker, doch bei gewissen FCB-Spielern sitzt der Schock von vor zwei Tagen noch tief. «Für Aussenstehende ist dies schwer zu verstehen, aber die Kabine war wie ein zweites Zuhause für uns», sagt Mittelfeldspieler Dominik Schmid.

Schmid im Interview mit Mikrofonen
Legende: FCB-Mittelfeldspieler Dominik Schmid erzählt: «Die Kabine war wie ein zweites Zuhause für uns.» SRF

Die Spieler seien teilweise jeden Tag in der Kabine. Und viele hätten persönliche Gegenstände dort gehabt. Ob diese gerettet werden können, ist derzeit noch offen.

Dominik Schmid hofft, das dies der Fall sein wird: «Ich hatte meine Schienbeinschoner mit Familienfotos dort. Diese trage ich, seit ich Profi bin.» Also seit gut zehn Jahren. Dazu kommen über 25 Paar Schuhe. Ähnlich erging es anderen Spielern, die nach dem Brand persönliche Gegenstände vermissen.

Brandursache noch unklar

Ausgebrochen war das Feuer am Samstag im Untergeschoss des St. Jakob-Parks, vermutlich im Saunabereich. Die Ursache ist auch am Montag noch unklar. Die Untersuchungen seien laut der Basler Staatsanwaltschaft sehr komplex und aufwendig. Sie dürften deshalb noch längere Zeit dauern.

«Alles ist versiegelt – wir haben keinen Zugang», sagt Simone Walter, Medienverantwortlicher des FC Basel, bei einem kurzen Medientermin am Rande des ersten Trainings nach dem Brand. Zwar blieb das Feuer lokal begrenzt, doch der Rauch verbreitete sich schnell im gesamten Katakomben-Trakt des Stadions und dieser Rauch sei gefährlich: «Der Russ kann hochgiftig sein», so Walter.

Der komplette Materialbestand der ersten Mannschaft war dort gelagert.
Autor: Simon Walter Mediensprecher FC Basel

Der FCB schätzt den Schaden als erheblich ein, vermutlich geht er in die Millionen. Betroffen seien rund zwanzig Räume der Infrastruktur. «Der komplette Materialbestand der ersten Mannschaft war dort gelagert.»

Dazu gehören neben Fussballschuhen und den persönlichen Gegenständen der Spieler auch Trikots und Trainingssets, GPS-Tracker, Auswertungsgeräte, Laptops und Videoanalyse-Technik. «Wir gehen davon aus, dass der Grossteil davon verloren ist», sagt Walter.

Grosseinkauf beim lokalen Sportfachhändler

Am Wochenende gingen die FCB-Spieler deshalb auf Einkaufstour. Im Sportfachgeschäft «11 Teamsports Basel» in Muttenz herrschte bereits am Samstag reger Betrieb. «Der Grossteil der ersten Mannschaft war bei uns», sagt Geschäftsführer Dominik Visentin. Viele hätten zwei bis drei Paar neue Schuhe gekauft.

Spieler mit Verkäufer im Laden
Legende: Auf Einkaufstour: FCB-Spieler Albian Ajeti und Kevin Rüegg (ganz links und ganz rechts). zvg, 11 Teamsports Basel

Visentin freut sich zwar über den Besuch der Spieler – jedoch nicht nur: «Es war sicher gute Werbung für uns. Aber wir sind alle FCB‑Fans – lieber wäre uns gewesen, es hätte gar keinen Brand gegeben.»

Hilfe aus Aarau

Der FC Basel erhält auch Hilfe von ungewohnter Seite. So stellt der FC Aarau den Baslern Fussbälle für das Training zur Verfügung. Mit den Bällen aus Aarau konnte der FCB am Montag denn auch wieder trainieren. Bis auf Weiteres nutzt die erste Mannschaft die Garderoben auf dem Nachwuchscampus bei den Sportanlagen St. Jakob.

Schmid und Ajeti diskutieren
Legende: Training beim FCB-Nachwuchscampus: Trainer Lichtsteiner (links) mit den Spielern Ajeti und Schmid. SRF

Der FC Basel ist zuversichtlich, dass schon bald wieder im St.-Jakob-Park gespielt werden kann. Sprecher Simon Walter geht derzeit davon aus, dass das nächste Heimspiel am 26. April im Joggeli stattfinden kann.

Regionaljournal Basel 13.04.2026 12:03 Uhr ; 

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