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In Mittelschulen kehrt wieder Leben ein
Aus 10vor10 vom 08.06.2020.
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Nach Coronapause Die neue Normalität an Berufs- und Mittelschulen

An Gymnasien und Berufsschulen wird seit Montag wieder unterrichtet. Die zwei Meter Abstand sind nicht sakrosankt.

Er habe sich gefreut, all seine Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen, sagt Schüler Pablo Conca am Gymnasium Hofwil im Kanton Bern. Doch er fügt an: «Abstand halten, das ist schon schwierig.»

Doch genau darum geht es an den Mittel- und Berufsschulen: Wie die zwei Meter Abstand einhalten? Am Gymnasium Hofwil ist der Unterricht – wie fast überall im Kanton Bern – in Halbklassen organisiert. Das Klassenzimmer ist halb leer, die Schülerinnen und Schüler kommen jeweils am Vor- oder Nachmittag in die Schule. Zudem hat die Schulleitung die Schulzimmer neu aufgeteilt.

Dieses Konzept haben die meisten Kantone in der Schweiz gewählt, wie eine Umfrage von «10vor10» zeigt:

Die meisten Kantone beginnen heute mit Halbklassen. Uri, Appenzell Innerrhoden und Nidwalden setzen auf ganze Klassen. Glarus hat verschiedene Lösungen. Zug, Luzern, Schwyz und das Tessin hingegen führen bis zu den Sommerferien den Fernunterricht fort.

Langsames Anfahren vs. weiter Fernunterricht

Peter Stalder, der Rektor am Gymnasium Hofwil im Kanton Bern, möchte am liebsten wieder zum Vollunterricht zurück. Er sieht aber auch Vorteile bei einem schrittweisen Start: «Ich schätze den Zwischenschritt, es ist eine Sensibilisierungsphase für Schüler nach der Zeit zu Hause.»

Für den Zuger Bildungsdirektor Stephan Schleiss hingegen macht Halbunterricht keinen Sinn. «Es ist eine Güterabwägung. Was ist der Aufwand von Halbklassen und was bringt es? Wir finden den Aufwand nicht gerechtfertigt.» Daher betreiben Gymnasien in Zug weiter Fernunterricht.

Lockerung der Abstandsregel

Die Distanzvorgaben an Mittel- und Berufsschulen, die der Bund erlassen hat, sind harsch kritisiert worden. Die Zürcher Erziehungsdirektorin Silvia Steiner sagte etwa, die Vorgaben seien zu einschneidend.

Darauf reagiert das Bundesamt für Gesundheit exakt am Montag, als die Mittel- und Berufsschulen den Betrieb mit neuen Konzepten wieder aufnehmen. In einer Mitteilung, Link öffnet in einem neuen Fenster steht, die zwei Meter Abstand sollten nicht mehr strikt, sondern «wann immer möglich» eingehalten werden. Auch jene Schulen, an denen bisher zu wenig Platz vorhanden war für die geforderten Distanzen, können jetzt wieder auf Präsenzunterricht setzen.

Vorläufig keine Änderung

Das Gymnasium Hofwil will den Modus aber nicht schon wieder anpassen, sagt Rektor Peter Stalder: «Ich kann mir vorstellen, das wir beim aktuellen Konzept bleiben. Aber vielleicht müssen wir nicht immer so streng sein mit den zwei Metern Abstand.»

Heute Morgen, 8.6.20, 6 Uhr

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Meier  (Michael Meier)
    Neue Normalität? Keinesfalls! Lediglich ein Zwischenschritt auf dem Weg zurück zur Normalizät, mehr nicht, bitte.
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  • Kommentar von Andrea Keller  (@anke)
    Öffnung Berufsschule gilt nicht für ALLE! Careum Zürich bleibt für alle Lernenden Fachangestellte Gesundheit FaGe bis zu den Sommerferien geschlossen. Für Studierende ist der Fernuntericht auf Grund der Umständen vertretbar. Ausbildungsweg auf Sekundar Stufe ( Lernende ab 15 Jahre ) fehlt der Frontalunterricht. Ohne erheblichen Zeit Ressourcen in den Lehrbetrieben ist es kaum möglich Wissensdefizite aufzuholen.
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  • Kommentar von Markus Bossert  (EEE)
    Dass man in einer Ausnahmesituation spezielle Regeln einführen und manches etwas pragmatisch umsetzen muss logisch.
    Aber dass man nun diese Regeln neu als "normal" definieren will, geht definitiv zu weit.
    Es wird auch wieder eine Zeit nach Corona geben, wenn wir wieder zurück in die Normalität kommen - raus aus dem Ausnahmezustand.
    Wenn Regeln als "neu normal" definiert werden, gelten sie somit auch neu in der Normalität - also auch nach Ende des Ausnahmezustandes.
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