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Nach CVP-Absage für die Grünen SRF-User glauben nicht an Wahlerfolg für Regula Rytz

CVP, FDP und SVP versagen einem grünen Bundesratssitz die Unterstützung – die Wahl von Rytz scheint unwahrscheinlich.

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Die CVP will Regula Rytz nicht wählen
Aus Tagesschau vom 23.11.2019.
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Der Entscheid der CVP war mit Spannung erwartet worden: Eine Unterstützung der Mitte-Partei für die Kandidatur von Regula Rytz hätte das Zünglein an der Waage sein können, wenn am 11. Dezember der Sitz des FDP-Vertreters Ignazio Cassis zur Wahl steht. Doch die Fraktion werde «mehrheitlich» die grüne Kandidatur nicht unterstützen, liess Parteipräsident Gerhard Pfister am Samstag verlauten. Auch zu Hearings werde Regula Rytz nicht eingeladen.

Zwei Drittel glauben nicht daran

Regula Rytz gab sich in der Folge kämpferisch. Sie habe noch Zeit, die Parlamentarier und Parlamentarierinnen zu überzeugen, liess sie verlauten. Doch ist das realistisch? In einer nicht repräsentativen Umfrage erklärten zwei Drittel der SRF-User, die Chancen für eine grüne Bundesrätin seien gleich Null. Lediglich 21 Prozent meinten dabei, eine Kandidatur habe eventuell noch Chancen. 14 Prozent blieben unbeirrt und glauben nach wie vor an Rytz. An der Umfrage nahmen über 2800 Personen teil.

Dass die Kandidatur von Regula Rytz voraussichtlich chancenlos bleibt, finden einige SRF-User richtig. Mark Altheer kommentiert, dass ein Anteil von 13 Prozent «nicht gerade viel» sei: «Hätten die Grünen 15 Prozent oder mehr erreicht, wäre die Sache klar.»

Grüne sollen Erfolg zuerst bestätigen

Viele Kommentatoren weisen darauf hin, dass die Grünen ihren Wahlerfolg zuerst bestätigen müssten. User M.Keller schreibt, dass sich die Grünen selbst schlagen würden: «Anstatt sich mit klaren Zielen weiteren Aufgaben zu widmen, wollen sie gleich die ganze Schweiz, nein die ganze Welt auf einen Schlag verändern.»

Anstatt sich mit klaren Zielen weiteren Aufgaben zu widmen, wollen sie gleich die ganze Schweiz, nein die ganze Welt, auf einen Schlag verändern.
Autor: M. Keller

Auch Albert Heusser weist darauf hin, dass eine grüne Kandidatur ohne CVP-Unterstützung chancenlos sei. Nun heisse es «für die Grünen sich im Parlament zu bewähren und Leistung zu zeigen – in vier Jahren wird neu bewertet!» Dies gelte für alle Bundesratsparteien, ein Sitz sei nicht garantiert.

Entscheid der CVP polarisiert

Nicht wenige SRF-User würden sich jedoch eine grüne Vertretung in der Landesregierung wünschen. Christian Bischof schüttelt dabei vor allem über den Entscheid der CVP den Kopf: «Man hätte Frau Rytz wenigstens zu einem Hearing einladen sollen. Egal ob man dann Ja oder Nein zu ihr sagt – soviel Respekt darf man von Politikern erwarten.»

Man hätte Frau Rytz wenigstens zu einem Hearing einladen sollen
Autor: Christian Bischof

Rachid Daniel Menebhi redet den Parlamentarierinnen und Parlamentariern ins Gewissen: «Wer sich von Ihnen die Gewissensfrage stellt, was für eine Welt Sie für uns und unsere Nachkommen möchten, wird seine Stimme am 11. Dezember wohl eher Frau Rytz geben.»

«Kämpferisch» oder «starrköpfig»?

Die kämpferische Haltung von Regula Rytz nach der Absage durch die CVP-Fraktion polarisiert. Reto Derungs attestiert ihr Sturheit und empfiehlt den Grünen, eine Kandidatin oder einen Kandidaten aufzustellen, der nicht so «starrköpfig» politisiere wie Regula Rytz. A. Keller dagegen bewundert ihre Haltung: «Ich würde ihr den Einzug in den Bundesrat gönnen.»

Dass sie trotz der offensichtlich geringen Wahlchancen nicht aufgibt, spricht für ihren Charakter und ihre Persönlichkeit.
Autor: Arthur Pünter

Auch Arthur Pünter sieht in der Haltung von Regula Rytz nur positives: «Dass sie trotz der offensichtlich geringen Wahlchancen nicht aufgibt, spricht für ihren Charakter und ihre Persönlichkeit.» Auch Beatrice Fiechter räumt der Kandidatur kaum Chancen ein, hofft jedoch, dass auch unabhängig von einer Bundesrätin Rytz die Politiker «den Willen von grossen Teilen der Bevölkerung zum Schutz unserer Natur und Umwelt weise und schnell umzusetzen gewillt sind.»

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43 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Wer meint, dass sich mit den Grünen an Natur+Klima irgendetwas verändern od.die CH gar ein Zeichen setzen würde, der irrt. Die Annahme der Ecopop mit Zuwanderungslimit u.Familienplanung in Entw'ländern hätte ev.ein Aufhorchen ausgelöst. So aber werden weiter od.noch mehr Regenwälder abgeholzt, Weltmeere zugemüllt u.überfischt, Pestizide versprüht, Fleisch konsumiert, Wasser verschwendet, geflogen+gefahren, zubetoniert, dank haltloser Reproduktion einer naturinkompatiblen 7.7Mia-Menschheit.
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    1. Antwort von Lothar Drack  (samSok)
      Ihre Worte fassen in etwa sämtliche Ausreden zusammen, nur nicht am eigenen ökolog. Fussabdruck (mind. Faktor zwei!) irgendwas zu ändern. Mit einer kleinen Randbemerkung für rechte Leute erlaub ich mir, auf diese immerhin amtliche Publikation hinzuweisen:
      https://www.bfs.admin.ch/bfsstatic/dam/assets/343083/master
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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Was interessanterweise in den Diskussionen zu dieser Frage bis anhin gar nicht angesprochen wurde, ist die Tatsache, dass ein Siebnergremium, das mit vier relevanten, politischen Kräften schon mehr schlecht als recht funktioniert, wahrscheinlich mit fünf politischen Partein, die in ihm vertreten sind, völlig disfunktional würde. Es wäre diese Frage, die uns eigentlich bewegen müsste. Letztendlich ist unser Land nämlich auf das Funktionieren der Exekutive angwiesen und nicht auf die Grünen.
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  • Kommentar von Köbi Leu  (Köbi Löwe)
    An alle die sagen, man hätte kein Konzept.
    Überlegt doch mal, das Carbon Zeitalter ist ~200 Jahre alt. Und diesbezügliche Vorräte gibt‘s auch nur für ~200 Jahre.
    Daraus ergibt sich, dass der Mensch lernen muss, mit erneuerbaren Energien zu leben. Je früher er damit anfängt, je besser ist das betreffend Klimawandel von uns Menschen gemacht. Das Carbon verbrennen ist ein Auslaufmodell. Begreift das doch endlich.
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    1. Antwort von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
      Nein, das Carbon Zeitalter ist nicht vorbei aber in einer anderen Form. Dieser wertvolle Rohstoffe Kohle und Erdöl, die sich in Jahrmillionen gebildet hat wurde/wird immer noch zum grössten Teil ineffizient und umweltschädlich verbrannt.
      Diese Rohstoffe werden in Zukunft Mangelware für die nützliche und immer wichtig werdende Anwendung in der Kunststoffindustrie sein. Werkstoffe, wie Carbon, Kevlar, etc. werden z.B. in der e-Mobilität und Zukunftstechnologien immer mehr an Bedeutung gewinnen.
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    2. Antwort von Lothar Drack  (samSok)
      Beide haben irgendwie recht, Herren Schaltegger und Leu (‚gut gebrüllt Löwe‘ missfällt SRF-Red, ist aber positiv konnotiert;-) Wie „unser Zeitalter“ dereinst benannt wird, das bleibe dahingestellt. Ob es ein „Dereinst“ überhaupt geben wird, hängt nach jetzigem Wissensstand bereits mächtig von unserem Verhalten ab. Wertvolle Rohstoffe „verbrennen ist ein Auslaufmodell“ bzw. „immer noch zum grössten Teil ineffizient und umweltschädlich verbrannt“. Das wird hier mehrheitlich abgelehnt. Traurig!
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    3. Antwort von Lothar Drack  (samSok)
      Interessante Kleinstatistik der Zustimmenden und Ablehnenden, kurz vor Mitternacht:
      - bei Leu circa 1 zu 4
      - bei Schaltegger ca. 4 zu 1
      Die beiden Posts können auf die identische Kernaussage reduziert werden, die ich aus beiden zitiere in meinem Post, und komme auf ein Stimmenverhältnis von 1 zu 2!

      Sorry, aber mir scheint, die Ablehnenden lesen nicht wirklich. Oder nur das, was sie wollen.
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