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Gewitter hinterlassen mancherorts eine Spur der Verwüstung
Aus Tagesschau am Vorabend vom 29.06.2021.
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Nach den Gewittern Unwetter verursachen erneut Schäden in Millionenhöhe

  • Die Hagelzüge vom Montagabend erreichten mit mindestens 260 Millionen Franken die Schadenssumme von der gesamten letzten Woche.
  • Das hat eine Umfrage bei Versicherungen ergeben. Ihnen wurden Tausende Schäden gemeldet.
  • Im Kanton Bern starb eine Person infolge des Unwetters.

Über weite Teile der Schweiz sind erneut heftige Gewitter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen hinweggefegt. In einem Waldstück bei Meikirch (BE) wurde am Montagabend eine Autofahrerin durch einen umgestürzten Baum tödlich verletzt, wie die Kantonspolizei Bern am Dienstag mitteilte.

Für die Axa Versicherung ist 2021 gemäss eigener Statistiken bezüglich Unwetterschäden «bereits jetzt das schadenreichste Jahr seit 2013», wie die Versicherung schreibt. Besonders betroffen waren laut Axa am Montagabend und in der Nacht auf Dienstag die Regionen Bulle (FR), La-Chaux-de-Fonds (NE), der Kanton Bern, Sursee und Hochdorf im Kanton Luzern, Cham (ZG) und Horgen (ZH). Erste Schätzungen der Axa gehen von rund 15'500 Schäden mit einer totalen Schadensumme von rund 74 Millionen Franken aus.

25'000 Schadensmeldungen bei Allianz Suisse

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Das Schadensvolumen nach den Unwettern vom Montagabend erreicht alleine bei Versicherung Allianz Suisse 96 Millionen Franken. 25'000 Schadensmeldungen gingen ein. Vor allem Autos und Gartenmöbel seien durch Hagelkörner massiv beschädigt worden, zahlreiche Keller wurden überflutet, schreibt die Versicherung. Bislang seien bereits mehr als 5000 Anrufe eingegangen. Es sei aus Sicht der Allianz Suisse der schwerste Hagelzug gewesen, den man seit über 20 Jahren verzeichnet habe.

Bereits letzte Woche waren Versicherungen Schäden nach wiederkehrenden Unwettern in der Höhe von über 260 Millionen Franken gemeldet worden. Mit den jüngsten Gewittern von der Nacht auf Dienstag kamen mindestens nochmals 260 Millionen Franken dazu, wie die Umfrage der Agentur Keystone-SDA bei den Versicherungen Axa, Allianz Suisse, Mobiliar und Schweizer Hagel sowie mehreren Gebäudeversicherungen ergeben hat.

«Ununterbrochene Serie»

Bei Schweizer Hagel gingen nach den Unwettern am Montagabend 2500 Meldungen in der Höhe von rund 20 Millionen Franken ein. Wie letzte Woche, als 3500 Schäden in der Höhe von 24 Millionen Franken gemeldet wurden, waren erneut verschiedene landwirtschaftliche Kulturen betroffen. Schadensmeldungen seien aus den Kantonen VD, FR, NE, BE, SO, AG, LU, ZG, ZH, SH und TG eingegangen.

Bei Schweizer Hagel hiess es zum Vergleich, beim «Extremschadenereignis» vom 23. Juli 2009 habe es über 8000 Schadenmeldungen gegeben. Was jedoch momentan besonders auffalle, sei «die ununterbrochene Serie seit zehn Tagen mit fast täglich heftigen Gewittern begleitet von Hagel».

Luzern: Grösstes Ereignis seit über 15 Jahren

Laut der Gebäudeversicherung Luzern (GVL) ist das Unwetter vom Montagabend das grösste Elementarereignis im Kanton seit über 15 Jahren. Am Vormittag nach dem Unwetter seien 2000 Schadensmeldungen eingegangen, hiess es in der Mitteilung des kantonalen Versicherers. Die GVL gehe deswegen von 7000 Schadensmeldungen und einer ungefähren Schadenssumme von 60 Millionen Franken aus.

Die GVL bezeichnete die Höhe der entstandenen Elementarschäden als gross. Grössere Elementarereignisse habe es im Kanton Luzern letztmals 2005 bei der Jahrhundertüberschwemmung und 1999 beim Sturm Lothar gegeben.

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Meteo: Heftige Gewitter ziehen über die Schweiz
Aus Meteo vom 29.06.2021.
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Tagesschau, 29.06.2021, 18:00 Uhr;

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Das selbe Unwetter hätte vor 20 Jahren bei und gerade mal einen drittel der Häuser erreicht, und deren Keller wären auch weniger "eingerichtet" gewesen.
    Nur schon durch das Ausbreiten der Menschheit bewirken gleiche Gewitter dauernd höhere Schäden. Irgendwie auch logisch oder?
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Patrik Müller: Und das Ausbreiten der Menschen bewirkt mehr Treibhausgase, wenn man weiterhin auf fossile Energieträger setzt. Irgendwie auch logisch oder?
    2. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      @Leu: Und wenn der Mensch zwecks Beibehaltung oder erhoffter Erreichung des, sagen wir europäischen Durchschnitts-Standarts von Wohlstand, auf alternative Energieträger setzt, verschandelt er die Natur ebenfalls.
      Ein Dilemma.
      Es bleibt als einzige (logische) Konsequenz: Weniger ist mehr, auch für die Anzahl Menschen
  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Jetzt werden wieder alle Gemeinplätze und Lappalien zum Klimawandel mobilisiert, und alles für eine etwas besondere Wetterlage.
    1. Antwort von Mark Stalden  (Mark)
      Durch den Klimawandel häufen sich Extrem Ereignisse. Was verstehen sie nicht daran ? Vielleicht kann man es ihnen gar erklären?
  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Wie will man Schäden beziffern, wenn man sie noch gar nicht begutachtet hat? Bin vermutlich nicht die einzige, welche heute früh der GVB per Mail einen "erheblichen Schaden" meldete, weil telefonisch kein Durchkommen möglich war. Riesige Wassermassen drückten fast die gesamten 23m Südfront unseres Maschinenparks ein, sodass auf der ganzen Länge das Dach auch gleich miteinbrach und alle Landmaschinen unter sich begrub. Angesehen hat sich das jedoch noch niemand.
    1. Antwort von Gianluca Coccitti  (giico)
      Da es viele Schäden hat dauert es au ein wenig. Sie werden aber sicher bald Besuch des Schätzers bekommen.. Die Kantonalen Gebäudeversicherungen sind in diesen belangen sehr zuverlässig.