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Der Präsident der Walliser Bergbahnen zum Unglück
Aus SRF 4 News aktuell vom 23.02.2019.
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Nach Lawinenabgang auf Piste «Pistenchefs entscheiden unabhängig»

In der Samstagsrundschau von Radio SRF nahm der Präsident der Walliser Bergbahnen, Berno Stoffel, zum Unglück in Crans Montana Stellung.

Was in Crans-Montana geschah

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  • Beim Niedergang einer Lawine auf die Piste «Kandahar» in Crans-Montana kam am Dienstagnachmittag ein 34-jähriger Pistenpatrouilleur ums Leben.
  • Drei weitere Personen erlitten eher leichte Verletzungen.
  • Die Piste Kandahar wurde dabei auf einer Länge von etwa 400 Metern verschüttet.
  • Der Lawinenkegel hatte eine Länge von 840 Metern und eine Breite von 100 Metern. Der Schnee türmte sich bis zu einer Höhe von drei Metern.
  • Die Schneemassen – mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Gleitschneelawine – hatten sich gegen 14.15 Uhr an einem Hang in der Region La Plaine Morte gelöst.

Er wisse von keinem Konflikt zwischen einem Bergbahndirektor und einem Pistenchef, bei dem es darum gegangen wäre, Pisten aus ökonomischen Gründen zu öffnen. «Es liegt an keinem Direktor, den Pistenchef zu entmündigen oder seinen Entscheid infrage zu stellen», sagte Stoffel.

Er reagierte damit auf entsprechende Spekulationen in den Medien. Für das Sperren oder Freigeben der Pisten seien die Pistenchefs verantwortlich. Diese seien zwar von den Bergbahn-Unternehmungen angestellt, aber unabhängig.

Situation jeden Morgen neu beurteilen

Die Pistenchefs analysierten die Situation jeden Morgen neu, da sich die Lage während der Nacht wegen Wind, Kälte, Temperaturanstieg oder Neuschnee verändert haben könnte. Jede Piste werde abgefahren und einzeln geöffnet: «Es ist nicht so, dass die Pisten per se offen sind.»

Berno Stoffel geht davon aus, dass es aufgrund der Klimaveränderungen künftig häufiger Gleitschneelawinen geben wird – und deshalb mehr Pisten gesperrt werden müssen. Laut Stoffel ist es für Bergbahnverantwortliche «das Schlimmste, was es gibt», wenn eine Lawine auf eine Piste niedergeht.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Wer's glaubt, zahlt einen Taler!
  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    Wen man bedenk dass in Crans Montana, zwischen den Bergbahnen und der Gemeinde, nicht dass beste Verhältnis herrscht, ist es schwer glaubbar dass die Pisten Verantwortlichen nicht von der Direktion beeinflusst wird.
    1. Antwort von Paul Moser  (PaulM)
      Herr von Allmen, haben Sie irgendwelche Beweise für eine solche Unterstellung? Aber es ist ja so typisch heute: Man hat eine Meinung, auf Fakten kann man da verzichten.
    2. Antwort von Charles Dupond  (Egalite)
      @Moser - Fakt ist nicht nur bei Seilbahners und Baenksters: Die Hoffnung auf mehr Boni und Gratifikationen waechst mit dem Gewinn und nicht mit der Sicherheit von Staikholdern und Konsumenten....
    3. Antwort von Paul Moser  (PaulM)
      @Dupond - Sie unterliegen einem massiven Denkfehler. Eine geschlossene Piste bringt keine Gewinneinbusse. Die Tages- oder Wochenkarte ist schon längst verkauft und die Skifahrer können eine andere Piste benützen.