- Die Psychiatrie Winterthur hat eine externe Untersuchung in die Wege geleitet.
- Auslöser ist der Messerangriff am Winterthurer Bahnhof vom Donnerstag.
- Der Mann war in der Klinik als «nicht selbst- und fremdgefährdend» eingestuft worden.
Durch die externe Administrativuntersuchung sollen die Abläufe und Zuständigkeiten überprüft werden, die zur Entlassung des Mannes geführt hätten, teilte die Integrierte Psychiatrie Winterthur (IPW) mit. Die Klinik sei schockiert und tief betroffen von den Ereignissen. Der Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, Mario Fehr (parteilos), bezeichnete die Entlassung durch die integrierte Psychiatrie Winterthur als «offensichtliche Fehleinschätzung».
Der 31-Jährige hatte sich am Montag selber in verwirrtem Zustand bei der Stadtpolizei Winterthur gemeldet. Diese wies ihn über eine fürsorgerische Unterbringung in die Psychiatrie ein. Am Mittwoch stufte ein Arzt ihn jedoch als «nicht selbst- und fremdgefährdend» ein, so dass der Täter die Klinik verlassen konnte. Am Tag darauf stach der mutmassliche Täter auf drei Passanten ein.