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Nach Postauto-Skandal Jetzt wird auch gegen den Ex-Finanzchef der Post ermittelt

  • Die Untersuchung des Bundesamts für Polizei (Fedpol) richtet sich nun auch gegen eine dritte Person.
  • Neu im Visier ist Pascal Koradi, früherer Finanzchef des Post-Konzerns.
  • Bereits Ende März hatte das Fedpol ein Verwaltungsstrafverfahren gegen den früheren Postauto-Chef Daniel Landolf und den ehemaligen Finanzchef von Postauto eröffnet.

Das Verwaltungsstrafverfahren gegen den ehemaligen CFO der Post, Pascal Koradi, sei Anfang März wegen Verdachts des Leistungsbetrugs eröffnet worden, schrieb das Fedpol und bestätigte einen Bericht der Onlineplattform blick.ch.

Nähere Angaben zu den Verfahren machte das Fedpol nicht. Es wies jedoch auf die für alle Involvierten geltende Unschuldsvermutung hin. Das Fedpol sprach zudem von ersten Schritten. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich das Verfahren künftig gegen weitere Personen richten kann», schrieb das Bundesamt.

Koradi steht zu seinen Entscheidungen

Pascal Koradi war von 2012 bis 2016 Finanzchef des Post-Konzerns; danach wurde er Direktionspräsident der Aargauischen Kantonalbank. Von diesem Posten trat Koradi im Juni 2018 im Zusammenhang mit dem Subventionstricksereien bei Postauto zurück. Er wolle mit dem Schritt die Reputation der Bank schützen, sagte er damals.

Pascal Koradi
Legende: Pascal Koradi steht neu im Visier der Fedpol-Ermittler. Keystone

Koradi betonte damals auch, dass er weiterhin zu all seinen damaligen Entscheidungen als Finanzchef des Post-Konzerns stehe. «Ich bedaure sehr, dass ich bis zum heutigen Zeitpunkt von den heute Verantwortlichen der Post nie angehört wurde. Eine lückenlose Klärung der Vorkommnisse wäre mir persönlich am Herzen gelegen.»

Fedpol ermittelt und urteilt

Ein Verwaltungsverfahren gegen unbekannt wurde bereits kurz nach dem Bekanntwerden der Subventionstricksereien bei Postauto im Februar 2018 vom Bundesrat beschlossen. Mit dem Verfahren wurde das Fedpol betraut, weil dieses nach Ansicht des Bundesrats unbefangen und unabhängig arbeiten kann.

Bei einem Verwaltungsverfahren geht es darum, die festgestellten Unregelmässigkeiten beim Bezug von Subventionen im regionalen Postautoverkehr durch Postauto Schweiz AG strafrechtlich zu prüfen und zu beurteilen. Es ist eine Besonderheit dieses Verfahrens, dass das Fedpol zugleich verfolgende und beurteilende Behörde ist.

Legende: Video Aus dem Archiv: Wie Postauto illegal Gewinn kassierte abspielen. Laufzeit 12:38 Minuten.
Aus Rundschau vom 14.02.2018.
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5 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Schweizer Verwaltungsapparat - mehr konkrete Kontrollen durchgeführt von effektiv geeigneten, charakterstarken Leuten mit "Rückgrat"!
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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Der Fall ist bereits klar, wenn er die Reputation der Bank schützen wollte. Ich hoffe, dass bis ins Detail ermittelt wird und ihm jegliche Möglichkeit für eine Anstellung in grossen Unternehmen genommen wird. Wenn man so hinterhältig ist, hat man es verdient.
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  • Kommentar von Roger Stahn  (jazz)
    «Es ist eine Besonderheit dieses Verfahrens, dass das Fedpol zugleich verfolgende und beurteilende Behörde ist.» Stimmt schon (...) Jedoch kann niemand behaupten, dass der Volksmund die Vetternwirtschaft (Soihäfeli – Soideckeli), ob beim Bund, manchen Kantonen oder manchen Gemeinden, seit Generationen nicht kennen würde. Eine Besonderheit wäre es erst dann, wenn solche 'Sauereien' sich nicht mehr über Generationen wiederholen würden und stattdessen eine echte Gewaltenteilung walten würde.
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