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Nach Schneider-Ammanns Abgang FDP-Präsidentin erhöht Druck auf CVP

Petra Gössi glaubt, dass CVP-Bundesrätin Doris Leuthard noch diese Woche zurücktreten könnte.

Legende: Video Petra Gössi: «Es wäre wichtig für die FDP, jetzt eine Frau in den Bundesrat zu schicken.» abspielen. Laufzeit 01:17 Minuten.
Aus Rundschau talk vom 26.09.2018.

Die Präsidentin der FDP Schweiz, Petra Gössi, könnte sich vorstellen, dass Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) noch diese Woche zurücktritt. «Ich persönlich gehe davon aus, dass der Druck auf sie relativ gross wird», sagt Gössi im «Rundschau talk». Damit erhöht die FDP den Druck auf Leuthard weiter.

Auf die Frage, warum sich die FDP nach bald 30 Jahren ohne eine weibliche Vertretung im Bundesrat nicht auf eine Frau festlegen wolle, sagt Gössi: «Ich persönlich bin überzeugt, dass es wichtig ist für den Freisinn, jetzt eine Frau in den Bundesrat zu schicken.» Das würde der Partei «gut anstehen». Es sei aber nicht Sache der Parteileitung, jetzt zu sagen, man wolle eine Frau.

Es gebe ein klares Prozedere, Kandidatinnen und Kandidaten zu nominieren. Eine Vorselektion würde eine Einschränkung bedeuten: «Damit würde man die Institutionen mit den Füssen treten.» Die Partei habe in den vergangenen Jahren aber immer eine Frau aufgestellt, die aber insbesondere von den linken Parteien nicht unterstützt worden sei.

Lob für Kronfavoritin Keller-Sutter

Dem Parlament müsse für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann eine Auswahl angeboten werden, sonst öffne man einer wilden Kandidatur Tür und Tor. Wenn man sich im Voraus einschränke, «dann hat man verloren», so Gössi. Die Strategie sei wichtig, weil auch mit einer Doppelvakanz zu rechnen sei.

Karin Keller-Sutter bringt das ganze Profil mit, das man von einer Kandidatin erwartet.
Autor: Petra GössiPräsidentin FDP

Was die FDP betreffe, sei die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter eine geeignete Kandidatin: «Sie bringt das ganze Profil mit, das man von einer Kandidatin erwartet». Sie habe nun bis am 24. Oktober Zeit, sich für eine Kandidatur zu entscheiden. Es sei schwierig sich vorzustellen, was es bedeute, sich einer solchen Wahl zu stellen. «Politik im Bundeshaus ist ein Haifischbecken.»

Neue Kritik an Pierre Maudet

Die FDP-Präsidentin erneuerte ihre Kritik am entmachteten Genfer Regierungspräsidenten und Parteikollegen Pierre Maudet. Er habe sich nicht nach den Werten der FDP verhalten. Man erwarte Ehrlichkeit und dürfe nicht versuchen, «Fehler zu vertuschen». Er habe offenbar ein anderes Unrechtsbewusstsein.

Das sei aber «kein FDP-Schweiz-Problem». Bei jeder anderen Partei sei ähnliches auch schon vorgekommen. «Politiker sind das Abbild der Gesellschaft», so Gössi.

Legende: Video «Rundschau talk» mit FDP-Präsidentin Petra Gössi abspielen. Laufzeit 37:55 Minuten.
Aus Rundschau talk vom 26.09.2018.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Singer (liliput)
    Bin mal gespannt welche Frau sich hergibt in ein Zweierticket der FDP . KKS ist ja offenbar schon als Kandidatin gewählt wenn sie antritt. Hat die FDP nicht den Mut mit einer Einerkandididatur anzutreten denn eine zweite Frau ins Rennen zu schicken wäre eine reine Marionette und würde unnötig verheizt und Als Verliererin abgestempelt!
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    J.Brauchli "Durchschnittseinheitsbrei" Volksnahe Vertreter, verhandlungszäh, scharfsinnig, effizient+durchsetzungskräftig, die auch harte Streitkultur zulassen, wären bitter nötig für unser Land. Aber seit Ch.Blocher werden nur noch EU-kompatible, pflegeleichte Rechts-Politiker in die Wohlfühloase aufgenommen oder sie werden so lange zurechtgeknetet, bis sie in diesen Wohlfühlverein passen. Funktioniert das nicht, werden sie ganz einfach nicht wiedergewählt. Darum ABWAHL des BR durch das Volk.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Sobald Sie den BR ebenfalls durch das Volk wählen lassen, verliert er jegliche Ausgeglichenheit. Damit würde man Entwicklungen forcieren wie wir sie in den USA sehen: Polarisierung und Machtkämpfe um jeden Preis. Nein, das will ich nicht.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Frauen im BR ja! Aber nur "Fähige"!
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