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SBB mit neuem Abfahrtsregime
Aus Heute um Vier vom 23.09.2019.
abspielen. Laufzeit 01:18 Minuten.
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Nach tödlichem Zwischenfall SBB ändert das Abfahrtsprozedere

  • SBB-Züge mit Türen wie im Einheitswagen IV fahren ab Ende September erst ab, wenn alle Türen geschlossen sind und das Begleitpersonal an Bord ist.
  • Der Entscheid sei unabhängig von der laufenden Untersuchung des tödlichen Unfalls des Zugbegleiters Anfang August gefallen.
  • Der 54-jährige Zugchef wurde bei der Abfahrt aus dem Bahnhof Baden (AG) von der Türe eingeklemmt, mitgeschleift und tödlich verletzt.
  • Die Einheitswagen IV werden noch bis in die 2030er-Jahre hinein auf dem Schweizer Schienennetz unterwegs sein. Ab den 2020er-Jahren sollen sie nur noch als Verstärkung bei IC2000-Zügen eingesetzt werden.
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Aus dem Archiv: Die Gewerkschaft SEV fordert mehr Sicherheit
Aus Tagesschau vom 29.08.2019.
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Die Änderung erfolgte in Absprache mit den Sozialpartnern, wie die SBB mitteilte. Der Entscheid sei unabhängig von der laufenden Untersuchung des tödlichen Unfalls des Zugbegleiters anfangs August gefallen.

Die Sicherheit der Türen bei den Einheitswagen IV und anderen Fahrzeugen wird nun auf das Niveau moderner Züge erhöht. Das erfordert gemäss SBB «in den kommenden Jahren umfangreiche Arbeiten».

Zusätzliche Sicherungen wie Lichtschranken

Bis diese abgeschlossen sind, gilt das neue Abfahrtsregime. Bei Zügen, die mit den fraglichen oder ähnlichen Türen ausgerüstet sind, betätigen die Zugbegleiterinnen und -begleiter demnach die zentrale Türschliessung, wenn der Minutenzeiger auf die Abfahrtszeit springt.

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So funktioniert der Abfertigungsprozess bisher
Aus News-Clip vom 29.08.2019.
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Die neue Anweisung gilt für alle Re460-Pendelzüge und von Lokomotiven gezogenen Kompositionen. Modernere Züge haben zusätzliche Sicherungen wie etwa Lichtschranken an den Türen. Bei ihnen kommt weiterhin das bisherige Vorgehen zur Anwendung.

Züge werden renoviert

Wegen des Unfalls prüfte die SBB den gesamten Einklemmschutz. Dabei traten Mängel zutage. Das SBB-Werk in Olten renoviert die Wagen derzeit. Die Angestellten beseitigen Rost und andere Schäden, flicken Komponenten und lackieren die Wagenkasten neu.

Die Arbeit an 93 weiteren Wagen verlagert die SBB aus Kapazitätsgründen ab 2020 voraussichtlich nach Deutschland. Eingeführt wurden die Einheitswagen IV ab 1981.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Als die Zugbegleiter nach dem tödlichen Unfall dieses Prozedere vorschlugen, sagte SBB-Meyer, dass das nicht machbar sei. Seitdem er um seinen Abgang weiss, ist er irgendwie lernfähig geworden.
  • Kommentar von M. Hess  (MH)
    Wie der Zugbegleiter wohl in Bern das Schliessen der Türen überwachen kann? Bern‘s HB ist in eine Kurve gebaut und es kann von keinem Standort die gesamte Länge überwacht werden.
    1. Antwort von James Klausner  (Harder11)
      Mit Kameras, siehe Hamburger Hauptbahnhof.
  • Kommentar von P Gasser  (pasgas)
    Besser wäre es die EW4 endlich ausser Betrieb zu nehmen. Diese Wagen kommen mit dem heutigen Passagieraufkommen nicht mehr zurecht. Durch die Treppen bei den Türen dauert das Ein und Aussteigen viel zu lange.
    1. Antwort von Peter Brudermann  (Peter Brudermann)
      Hoffentlich bleiben die EW4 noch lange im Betrieb! Es sind die bequemsten noch vorhandenen Wagen der SBB. Alle neueren schaukelnden Sardinenbüchsen sind schlicht eine Zumutung. Natürlich müssen die Türen zwingend auf den zeitgemässen Sicherheitsstand gebracht werden. Dies ist aber technisch klar lösbar. Die mehrheitlich schlecht funktionierenden Chozolinos (Neigezüge der SBB) haben nun wirklich keinen Fahrkomfort.