Zum Inhalt springen

Header

Video
Wahl SVP-Parteipräsident: Alfred Heer als Favorit
Aus Tagesschau vom 13.07.2020.
abspielen
Inhalt

Neubesetzung SVP-Präsidium Wenn der Nonkonformist plötzlich Favorit wird

Matter, Dettling, Büchel: Sie alle wurden als Rösti-Nachfolger gehandelt. Am Ende könnte Alfred Heer das Rennen machen.

Erst am Wochenende hat mit Roland Büchel ein weiterer SVP-Nationalrat abgesagt: Auch er will nicht SVP-Parteipräsident werden. Seit Dezember sucht die SVP einen neuen Präsidenten. Das Anforderungsprofil der Parteileitung ist lang.

Magdalena Martullo-Blocher formuliert es so: «Diese Person trägt viel Verantwortung, das Amt braucht Zeit. Man sollte die Sprachen gut beherrschen. Man sollte die Dossiers der Bundespolitik gut kennen.» Vor allem Zeit braucht das Amt – und das für Gottes Lohn.

Die Parteileitung hat bereits reagiert und hat einen Stabschef bestimmt. Franz Grüter soll den künftigen Präsidenten unterstützen, in den regionalen Sektionen Knochenarbeit übernehmen.

Wenige, die noch nicht abgesagt haben

Kürzer als die Liste der Absagen ist die Liste der Interessenten: Die Aargauer Nationalrätin Martina Bircher, Nationalrat Andreas Glarner, ebenfalls aus dem Aargau und der Zürcher Alfred Heer gehören zu den wenigen, die der eigens dafür eingesetzten Findungskommission noch keine Absage erteilt haben. Glarner und Heer haben offiziell zugesagt.

Von den dreien hat vor allem einer eine reelle Chance: Alfred Heer. Der Zürcher hat sich einen Namen als Aussenpolitiker gemacht, ist Präsident der Geschäftsprüfungsdelegation.

Für ihn spricht: Sieben Jahre hat er die Zürcher SVP erfolgreich geführt. Bekannt ist er auch für seine träfen Sprüche. Etwa, als er 2015 den SVP-Wahlkampf als «Gaga-Wahlkampf» bezeichnet.

Einer, der seine Meinung sagt

Heer nimmt kein Blatt vor den Mund, wird dafür geliebt und gehasst. Auch die eigene Parteileitung kritisiert er, wenn er das für richtig hält. Gegenüber Radio SRF sagte er dazu: «Das ist einfach meine Meinung. Wenn ich das nicht mehr sagen darf, ohne dass ich von Köppel als SVP-Verräter angepflaumt werde, dann verstehe die Welt nicht mehr.»

Bleibt die Frage: Ist nur ein Präsident, eine Präsidentin genehm, die auf der Linie von Herrliberg ist? «Natürlich muss er auf der Linie der Partei sein», sagt Magdalena Martullo-Blocher. Herrliberg sei selber auch auf Parteilinie, «sonst hätten wir ein Problem».

Sicher ist, Alfred Heer wäre einer, der als Präsident eine eigene Linie fahren würde. Mehr Autonomie gegenüber Herrliberg: Das könnte der Partei neuen Schwung verleihen, die seit den Wahlen im Herbst in einem Formtief ist.

Tagesschau, 13.07.2020, 19:30 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

37 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Erich Furrer  (rico1)
    Heer hat schlicht kein Charisma.
    Von der Parteibasis her braucht es wieder einen Mann mit Rückgrat, Intelligenz und einem Schuss Humor. Da gibts nur einen : Roger Köppel ist der beste Mann den die SVP hat. Mit seiner scharfsinnigen Intelligenz ist er jedem der anderen Politiker haushoch überlegen,und bringt die Probleme mit einfachen Worten auf den Punkt.
    Wir brauchen keine zusätzliche "Weicheierpartei", das übernehmen schon die Mitteparteien.
    Roger Köppel für die Partei.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Esther Jordi  (EstherJ.)
    @Marlies Artho
    Danke, dass Sie sich in Ihren Beiträgen stets um Ausgewogenheit und Sachlichkeit bemühen. Und das meine ich sehr ernst!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Urs Salzmann  (pfefferusalz)
      Bemühen ist das eine, aber ob die Beiträge wirklich so ausgewogen sind, möchte ich bezweifeln. Jedenfalls lese ich daraus sehr konservative Werte, auch nach dem Motto ..und denn du.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
    An die Position kann man stellen wen man will, denn das unvermeidliche ist nicht aufzuhalten. Mit der Ignoranz hinsichtlich Klima - und Umweltthemen hat man sich mittel -und langfristig ein richtig schönes Ei ins Nest gelegt. Ich hoffe das Blocher das sinkende Schiff noch lange anführt, so ist es zumindest gewiss, dass diese Partei dem Meeresboden immer näher kommt. Amen !
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      F.H. vielleicht könnten Sie sich irren mit dieser Hoffnung, weiss nicht. Soziales denken wünscht doch niemanden etwas schlechtes, die sehen doch nur das Gute in den Menschen, warum jetzt das. SVP hat einfach eine andere Meinung für eine Lösung zum Thema Klima, andere Meinung ist nicht, nichts. Nur will man diese Lösung vielleicht nicht hören. Der Grüne Sebastian Girat ist ja jetzt in der Lobby für erneuerbare Energie wie er sagte im Sonntalk Tele ZH, er Begleitet neu eine Gruppe, ist ja ok.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen