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Legende: Video Chef der Armee tritt zurück abspielen. Laufzeit 02:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.04.2019.
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Nachfolge von Rebord Diesen Armee-Chef wünschen sich Parlamentarier

  • Nach dem Rücktritt von Philipp Rebord beginnt sich das Kandidatenkarussell für den Posten des neuen Armeechefs zu drehen.
  • Der Nachfolger soll eine integre Persönlichkeit sein und aussergewöhnliche Führungsqualitäten mitbringen.
  • Ausserdem müsse er die Armee von Innen kennen und gegen Aussen erklären können, fordern Sicherheitspolitiker.

Für den Urner FDP-Ständerat Josef Dittli, Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates (SiK), braucht es für diese Funktion Sensitivität für politische Vorgänge und Sozialkompetenz. «Haudegen» und «Generäle alter Schule» kämen nicht in Frage.

Dittli nennt auch seine Favoriten: Die Divisionäre Claude Meier, Chef des Armeestabes, Melchior Stoller, militärpolitischer Berater von Verteidigungsministerin Viola Amherd, Daniel Keller, Stabschef operative Schulung sowie Thomas Süssli, Chef Führungsunterstützungsbasis.

Heikle Entscheide vertreten

Zurückhaltender äussert sich der Präsident der Sik des Nationalrats, Werner Salzmann (SVP/BE). Er will keine Namen nennen, hat aber genaue Vorstellungen vom Profil des künftigen Armeechefs: Er wünsche sich eine starke Führungspersönlichkeit mit hoher Sozialkompetenz, der die Landessprachen beherrsche und einen guten Draht zu den ausserdienstlichen militärischen Organisationen habe.

«Den neuen Armeechef erwarten wichtige Dossiers wie die Weiterentwicklung der Armee, die Kampfflugzeugbeschaffung. Auch die Mittel am Boden müssen mittelfristig ersetzt werden», sagte Salzmann weiter. Auch Medienerfahrung sei wichtig. Für ihn kommt dem Chef der Armee eine wichtige politische Rolle zu: Heikle Entscheide seien oft mit einer Volksabstimmung verbunden, so Salzmann. Ein Armeechef müsse die Gabe haben, diese zu vertreten.

Legende: Video Georg Häsler: «Rebords Führungsstil hat möglicherweise einen Kurswechsel eingeleitet» abspielen. Laufzeit 00:41 Minuten.
Aus News-Clip vom 04.04.2019.

SiK-Mitglied Thomas Hurter (SVP/SH) legt den Schwerpunkt eher bei der Innenwirkung. Ein Chef der Armee müsse entscheiden, führen und vor allem für die Armee da sein.

Kulturwandel auf halbem Weg

Die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) setzt die Messlatte für die Nachfolge hinsichtlich Persönlichkeit, Integrität, Führungs- und Kommunikationsfähigkeit sowie Sozial- und Fachkompetenz hoch an, wie sie in einer Mitteilung festhält. Der von Rebord eingeschlagene Weg müsse konsequent fortgesetzt werden, der Kulturwandel in der Armeeführung und in der Verwaltung des Verteidigungsdepartements bleibe aufgrund des zu frühen Rücktritts leider auf halbem Wege stehen.

Klare Vorstellungen hat schliesslich der abtretende Armeechef selbst: Aus Rebords Sicht kommen nur Personen aus der Armeeführung in Frage. Sie hätten den Überblick, sagte er. Die meisten anderen arbeiteten in einem «Silo», wobei das nicht despektierlich gemeint sei. Würde eine Person von ausserhalb der Armeeführung gewählt, bräuchte sie eine längere Einarbeitungszeit.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Modernisieren ist angesagt, ja. V.a. bei der Software. V.a. bei der Software der SoldatenInnen & Offizieren. Mit einer Luftwaffe bekämpft man keine Cyberattacken, die derzeit das vordinglichste Problem neben Terrorismus und organisiertem Verbrechen ist. Also die aktuelle Armee abschaffen und was sinnvolles aufbauen.
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    1. Antwort von Lukas Gubser (Mastplast)
      Für Sicherheit im Cyberbereich sind Firmen und Private selber verantwortlich. Bei einer grossen Katastrophe oder langem Stromausfall der auch ohne Hacker gut möglich ist nützt Ihnen Cyberabwehr gar nichts. Sprich alle Ressurcen da rein zu stopfen ist ein grosser Fehler.
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    2. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      Bauert: Bei ihrer political correctness-Schreibweise ist ihnen ein Fehler unterlaufen: Es sollte wohl heissen OffizierInnen, auch wenn unlesbar.
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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    srf: Ich finde dieser Beitrag wäre nicht nötig gewesen - er ist viel zu früh.
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  • Kommentar von Pierre Schüpbach (pschuep)
    Unsere Politiker sehen das richtig. Die Scheizer Armee muss modernisiert werden und der Gegenwart/Zukunft angepasst bzw. modernisiert werden (Terorrismus, Cyberkriminalität, etc.) und auch bei Bedarf fūr gewisse Polizei oder Grenzschutz Aufgaben bereit sein. Unter Berūcksichtigung unserer geographischer Lage (Schengen Raum) sollten Synergien und Koordination mit unseren Nachbarn optimiert werden. Vor allem bei Luftwaffe, Luftschutz und Grossanlässen (WEF, EM, WM, etc.).
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    1. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      Zusammenarbeit mit den Nachbarn. Schwebt ihnen ein Nato-Beitritt vor? Na denn Pierre Schüpbach, da könnten sie ihre Modernisierungsfantasien von einer Nichtarmee blitzartig begraben. Da hätten wir im Minimum im Handumdrehen eine schlagkräftige Luftwaffe, und diese wäre unter Garantie nicht von Trump bezahlt.
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