Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Nationalrat ausgebremst Bundesrat entscheidet weiterhin alleine über Waffenexporte

Legende: Video Schweizer Waffenexporte: Der Ständerat will nichts ändern abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.03.2019.
  • Der Ständerat hat die Motion der BDP-Fraktion abgelehnt, mit der die Kriterien für Waffenexporte im Kriegsmaterialgesetz verankert worden wären.
  • Auch die Motion von Ständerat Raphaël Comte (FDP/NE), die strengere Kontrollen forderte, wurde abgelehnt.
  • Die Mehrheit der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats, die als rüstungsfreundlich gilt, hatte empfohlen, die BDP-Motion abzulehnen.
Legende: Video Lombardi: «Eine Reihe von missglückten Entscheiden» abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus News-Clip vom 11.03.2019.

Der Ständerat folgte dem Antrag seiner Sicherheitspolitischen Kommission und lehnte gleich zwei Vorstösse ab, welche die Regeln für Kriegsmaterialexporte verschärft hätten.

Die Kommission begründete das Nein primär mit der hängigen Volksinitiative «Gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer» (Korrektur-Initiative). Die offenen Fragen sollten direkt vom Volk beantwortet werden, sagte Sprecher Isidor Baumann (CVP/UR). Die Kommission möchte der Diskussion über die Initiative und einen möglichen Gegenvorschlag nicht vorgreifen.

«Donnerndes Schweigen» der Gegner

Die Minderheit im Ständerat, die beide Motionen unterstützte, bezeichnete dies als schwaches Argument. SP-Ständerätin Anita Fetz etwa wunderte sich zudem über das «donnernde Schweigen» der Mehrheit der Kommission, welche die BDP-Motion abgelehnt hat.

Daniel Jositsch (SP/ZH) betonte die Wichtigkeit der Motionen. Die Entscheidung über die Kriterien der Waffenexporten sollen im Parlament stattfinden, um diese auf einer breiteren Entscheidungsbasis zu fällen. Zudem sei dann auch ein Referendum möglich, was für Gegner und Befürworter und letztendlich für das Volk ein wichtiges Instrument sei.

Legende: Video Jositsch: «Wer Rüstungsgüter kauft, will sie nicht zuhause ausstellen» abspielen. Laufzeit 00:33 Minuten.
Aus News-Clip vom 11.03.2019.

Die Motion der BDP-Fraktion, durch die die Kriterien für Waffenexporte im Kriegsmaterialgesetz verankert worden wären, ist mit 20 gegen 17 Stimmen bei 6 Enthaltungen abgelehnt worden. Jene von Ständerat Raphaël Comte (FDP/NE), die schärfere Kontrollen forderte, wurde mit 22 gegen 16 Stimmen bei 5 Enthaltungen abgeschmettert. Die Vorstösse sind damit vom Tisch.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alex Schneider (Alex Schneider)
    Ausfuhr von Kriegsmaterial aus der Schweiz verbieten! Waffen liefern und dann erstaunt sein, dass sie in falsche Hände geraten, ist eine verlogene Haltung, die einmal bös bestraft werden wird, wie beim Bankkundengeheimnis! Die Flüchtlingsströme sind die sichtbarsten Zeichen dieses unheilvollen Geschäfts. Die Kriegsmaterialausfuhr ist eine Schande für das Rotkreuz-Ursprungsland
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Ob es sich mittels - angeblich neutralem - unabhängigem - humanitärem - Schweizer "Krigsmaterial" leichter sterben, leiden, hungern, flüchten lässt, müsste man die abertausenden von Menschen weltweit, welche davon betroffen sind, "fragen"!? "Schweizer Werte und leere Parteien-Slogans"!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Heinz Sturzenegger (Huck)
    Da können sich die Lobbyisten ja wieder die Hände reiben und danach heucheln Sie wieder von ihrer humanitären Tradition - Hauptsache die Kasse stimmt! Shame on you
    Ablehnen den Kommentar ablehnen