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Neue Massnahmen gegen Corona Ein «Hinterherrennen»: User üben viel Kritik an Bundesrats-Plänen

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Alain Berset: «Die Massnahmen treffen alle»
Aus News-Clip vom 10.12.2021.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten.

Der Bundesrat will die Schrauben im Kampf gegen Covid-19 anziehen: Bis 14. Dezember hat er neue Massnahmen in der Konsultation. Damit sollen unter anderem die drohenden Engpässe in den Spitälern eingedämmt werden. Ob mit einer 2G-Regelung oder einem Teillockdown ist indes noch offen.

Obwohl noch nicht definitiv beschlossen, geben die vorgeschlagenen Massnahmen in der SRF-Community viel zu reden – und zu kritisieren.

Viele Userinnen und User tadeln das zögerliche Handeln des Bundesrates, so auch Michel Koller: «In solchen Situationen wäre es wichtig, dass man nicht bloss reagiert, sondern agiert und vorausschauend plant. Mögliche Szenarien müssten frühzeitig erfasst und entsprechende Massnahmen bereits geplant werden, auch wenn man diese vielleicht gar nicht anordnen muss».

Diese Massnahmen hätte man bereits vor Wochen einführen müssen.
Autor: Gretchen Fink SRF-Userin

Die jetzigen Massnahmen sieht Koller als ein «Hinterherrennen», da die Schweiz «nichts wirklich in der Hinterhand» habe. Gleich sieht es auch SRF-Userin Gretchen Fink: «Diese Massnahmen hätte man bereits vor Wochen einführen müssen. Es kommt definitiv zu spät. Wüsste man aber auch, wenn man unsere Nachbarländer anschaut.»

Lösungen zu wirtschaftsfreundlich?

Anders sieht es SRF-Userin Cynthia Meier. Für sie ist klar, egal wie der Bundesrat reagiert, er werde immer kritisiert werden: «Hätte der Bundesrat früher härtere Massnahmen verordnen wollen, hätte er genauso viele Kritik geerntet, wie jetzt, weil ein Grossteil der Einwohner wären der Meinung gewesen, die Lage wäre ja gar nicht so schlimm.»

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Aus dem Archiv: Bundesrat schickt schärfere Massnahmen in die Vernehmlassung
Aus Tagesschau vom 10.12.2021.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 26 Sekunden.

Gleich sieht es auch SRF-User Gianni Romagnoli: «Es war und ist für den Bundesrat sicher nicht einfach, im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen.» Trotzdem findet der SRF-User auch kritische Worte: «Einen Vorwurf muss ich dem Bundesrat aber machen: Er hat sich wiederholt unvorsichtigerweise auf Sachen für die Zukunft festgelegt, die sich als klarer Fehler herausgestellt haben». Als Beispiel wird etwa genannt, dass der Bundesrat noch im November nicht über 2G diskutieren wollte und dies jetzt als eine mögliche Option vorgeschlagen wird.

Die Politikerinnen und Politiker in Bern reagieren von mir aus gesehen zu zögerlich und kommen oft mit Lösungen, die besser für die Wirtschaft sind, aber weniger für die Gesundheit der Bevölkerung.
Autor: Alex Volkart SRF-User

Alex Volkart stellt indes nicht den Zeitpunkt, sondern die Wirksamkeit der angekündigten Massnahmen infrage: «Die Politikerinnen und Politiker in Bern reagieren von mir aus gesehen zu zögerlich und kommen oft mit Lösungen, die besser für die Wirtschaft sind, aber weniger für die Gesundheit der Bevölkerung. Es braucht Lösungen, die die Pandemie wirksam bekämpfen. Anders gesagt: für gewisse Zeit mutigere und härtere und vor allem nachvollziehbare Massnahmen. Dies fehlte bisher von mir aus gesehen häufig.»

Studierende wollen keinen Fernunterricht

Ein Blick in die Sozialen Medien zeigt ähnliche Reaktionen. Gerade Studierende melden sich häufig zu Wort: Sie möchten nicht, dass der Präsenzunterricht wieder untersagt wird, so etwa Instagram-Userin melliiinna: «Ich will doch einfach nur normal mein Studium im Präsenzunterricht haben und nicht wieder ein Jahr online gehen müssen.»

Es ist wie ein gemischter Salat, von allem ein wenig.
Autor: martinbezhi Instagram-User

Auch wird kritisiert, welche Personengruppe von den angekündigten Massnahmen betroffen ist. So bezeichnet es nici.b1997 auf Instagram als «Massnahmen, welche die junge Bevölkerung einschränken, um die Alten zu schützen.»

Welche Vorschläge umgesetzt werden, ist aktuell noch offen, bis die Konsultation endet. Für Instagram-User martinbezhi ist aber bereits jetzt klar: Die Massnahmen sind «wie ein gemischter Salat, von allem ein wenig.»

Quelle: Bundesrat, 10.12.21 Diese Massnahmen schlägt der Bundesrat den Kantonen vor 3G geimpft, genesen oder getestet 2G geimpft oder genesen 2G+ geimpft oder genesen und zusätzlich getestet 2G wenn mit Maske freiwillig 2G+: Maskenpflicht entfällt U16 ohne Einschränkung 2G und Maske U16 ohne Einschränkung Sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten drinnen max. 30 Personen drinnen, max. 50 draussen max. 5 Personen drinnen, wenn eine Person dabei ist, die nicht geimpft oder genesen ist. Treffen mit Familie und Freunden Freiwillige Kapazitätsbeschränkungen Maskenpflicht Detailhandel und Bergbahnen Homeoffice-Pflicht Arbeit Maskenpflicht ab Sekundarstufe II Empfehlung für Maskenpflicht an Primar- und Sekundarstufe I Fernunterricht Universität und Fachhochschule andere Aus- und Weiterbildungen = Veranstaltungen drinnen Schule und Ausbildung 2G mit Masken- und Sitzpflicht freiwillig 2G+: Masken- und Sitzpflicht entfällt Schliessung Innenbereiche Restaurants und Bars 2G mit Maskenpflicht freiwillig 2G+: Maskenpflicht entfällt 2G mit Maskenpflicht freiwillig 2G+: Maskenpflicht bleibt Kultur-, Sport- und Freizeitbetriebe und Veranstaltungen drinnen 2G+, Maskenpflicht entfällt Fitnesscenter freiwillig 2G+ Schliessung Innenbereiche Discos, Hallenbäder, Fitnesscenter Variante 1 2G-Regel mit Maskenpflicht Variante 2 Teilschliessung

Tagesschau, 10.12.2021, 19:30 Uhr

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185 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community. Wir bedanken uns für die angeregte Diskussion und wünschen einen besinnlichen Adventsabend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Bei der ersten Welle hat man sehr strenge Massnahmen ergriffen und die Wirtschaft ziemlich an die Wand gefahren. Die Erholung war von kurzer Dauer. Bei der zweiten und dritten Welle waren die Massnahmen etwas weniger einschneidend aber Covid ist auch so nicht beseitigt worden. Ich befürchte, dass auch nach der anstehenden vierten Welle ebenso sein wird. Wenn viele Menschen immer noch begriffen haben, um was es geht, bleibt uns vermutlich nur Schulterzucken.
    1. Antwort von Daniela Langenauer  (Daniela L.)
      Leider ist es mit Schulterzucken nicht getan, denn die Ungeimpften im Land verunmöglichen allen Anderen die medizinische Versorgung im Notfall.
  • Kommentar von Christian Casutt  (Christian_C_57)
    Ich frage mich, ob es nicht möglich wäre, dass - unter Wahrung des Datenschutzes - der Bund gemeinsam mit Krankenkassen und Arztpraxen eine selektive Impfkampagne (selektives Impfobligatorium)?) auf die Beine stellt. Ältere (Ü65, mit / ohne Vorerkrankungen) sollten wohl halbjährlich geboostert werden. Bund/Kantone kennen ihre älteren Bürger/innen. Bei den 40- bis 65-Jährigen sind überwiegend Personen mit Risikofaktoren (Übergewicht, etc.) gefährdet. Krankenkassen / Ärzte kennen diese Gruppe!
    1. Antwort von Daniela Langenauer  (Daniela L.)
      Es geht um die 30-65 jährigen, das ist die Gruppe die sich wenig impfen lässt und im Spital landet und dort sehr lange die IPS Stationen beansprucht. Letzte Woche 84 Covid-Pat. 50-59 jährige ins Spital eingel. und 79 bei 60-69 jährige.