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Kritischer Start in die Lockerungsphase
Aus HeuteMorgen vom 11.05.2020.
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Neue Phase in der Coronakrise Nach der Vollbremsung ins Verkehrschaos?

  • Wenn heute die ersten Lockerungsmassnahmen in der Coronakrise greifen, könnte es in den Städten zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.
  • Vor diesem Hintergrund appellieren Experten, so lange als möglich noch im Homeoffice zu bleiben.
  • Und auch das Tragen von Schutzmasken wird empfohlen.

Ab heute kehrt das Leben in die teils stillen und leeren Städte zurück. Trotzdem bleibt die Euphorie bei den Stadtoberen gedämpft.

Für die Direktorin des Schweizerischen Städteverbandes, Renate Amstutz, ist nämlich klar: «Wir haben ab heute die Situation, dass die Menschen, die unterwegs sind, wegen der Aufforderung, dass sie Distanz wahren müssen, um neue Infektionen zu verhindern, sehr viel mehr Platz brauchen.»

Im Homeoffice bleiben, wenn es möglich ist

Das bedeute mehr Dichte-Stress, mehr Unsicherheit, ja, es drohe ein Verkehrschaos. «Wir rufen deshalb ganz klar dazu auf, dass die Menschen möglichst dort, wo es überall geht, noch im Homeoffice bleiben. So dass man diese Lockerungsmassnahmen ganz langsam umsetzen kann.»

Auch wenn ab heute die Züge mit wenigen Ausnahmen wieder im gewohnten Takt verkehren, empfiehlt die SBB, Stosszeiten nach wie vor zu meiden. Bei den Reisenden setze man auf Eigenverantwortung und Solidarität sagt SBB-Sprecher Martin Meier: «Vor allem empfehlen wir dringend Hygienmasken zu tragen, wenn der Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann.»

Zugpersonalverband fordert Maskenpflicht

Andreas Menet, langjähriger SBB-Zugbegleiter und Präsident des Zugpersonalverbandes ist skeptisch, ob das mit der Freiwilligkeit klappt. Er hätte deshalb ein Maskenobligatorium während der Stosszeiten begrüsst: «Einerseits, dass man die Ausbreitung des Virus wirklich eindämmen kann. Und auf der anderen Seite natürlich auch als Schutz gegenüber dem Kontrollpersonal.»

Wie viele ab dieser Woche wirklich wieder regelmässig Zug fahren, wird sich weisen. Noch letzte Woche waren die meisten Züge kaum zur Hälfte belegt.

Zunehmende Staus auf den Strassen

Ganz anders das Bild auf der Strasse. Die Staus hätten wieder deutlich zugenommen, heisst es auf Anfrage beim Verkehrsinformationsdienst Viasuisse. Und für diese Woche ist eine weitere Zunahme zu erwarten.

Der Verkehrsclub TCS propagiert das Auto denn auch geradezu als sicherstes Fortbewegungsmittel in der Coronakrise.

Renate Amstutz vom Städteverband warnt jedoch: «Wenn jetzt plötzlich alle die Menschen, die sonst den öffentlichen Verkehr nutzen, mit dem Auto in die Zentren fahren – dann wird aus dem heutigen Homeoffice ein ‹No Office›.» Der Verkehr in den Städten würde dann nach ihrer Meinung zusammenbrechen.

HeuteMorgen, 11.05.2020; 06:00 Uhr;

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli Feuz  („Üeu“)
    Immer wieder wird vom BAG kommuniziert, dass eine Maske nur die anderen schützt und nicht sich selber. Ergo und logisch müssen zwei sich fremde Personen, die den 2 Meterabstand nicht einhalten können, eine Maske tragen, Ich weiss wirklich nicht, was daran so schwer zu verstehen ist. Millionen Chinesen und unsere Nachbarn, die Österreicher haben das begriffen. Die Schweizer sind offensichtlich einfach schwer von Begriff. Ohne Maskenpflicht steige ich jedenfalls in keinen Zug.
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    1. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      Die ersten Bilder aus China betr. Virus haben uns Menschen mit Masken gezeigt. Also hat man es als Sicherheitsmassnahme gegen das verknüpft.
      Schaut man sich aber Bilder aus China von früher an, tragen Chinesen auch ohne Virus Masken gegen Smog.
      Und z. B. gilt für DE die Abstandsregel von 1.5m. Bei uns müssen es 2m sein. Was ist jetzt richtig?
      Wer husten od. niesen muss, soll es in die Ellenbogen tun. Und im ÖV schauen sowieso alle auf ihre Smartphones & unterhalten sich nicht.
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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Montagmorgen: sehr viele Autos und Menschen unterwegs, als gäbe es kein Morgen. Mühsames Einkaufen, überall lange Warteschlangen. Der Wirtschaft wegen müssen die Geschäfte wieder öffnen, aber in Restaurant und ÖV gehe ich vorläufig nicht. Die vielen Lastwagen aus Deutschland störten mich heute Morgen gewaltig, stanken stark nach Treibsoffausstoss. Man sehnt sich schon fast um eine Woche zurück versetzt, als die Luft sauber und kein Lärm war. Jetzt wird die Umwelt wieder stark belastet. Schade!
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  • Kommentar von Max Blatter  (maxblatter)
    Was den Mund-Nasenschutz betrifft: Ich wäre bereit! Gestern habe ich den ersten dreilagigen Selfmade-Schutz angefertigt, leicht modifiziert nach einer (Schweizer) Internet-Anleitung. Das Material zu einer "Kleinserie" für den Eigenbedarf ist vorhanden, damit ich jeden Schutz nach einmaligem Gebrauch in den Wäschekorb legen kann.
    Für den Fall, dass im Ö.V. der Abstand nicht mehr eingehalten werden kann, oder dass es doch noch ein Obligatorium gibt, bin ich also gerüstet!
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    1. Antwort von Ueli Feuz  („Üeu“)
      Wie immer wieder vom BAG kommuniziert, bringt eben die Maske dem Maskenträger gar nichts, sie schützt nur das gegenüber. Folglich und logisch, müssen Personen die sich fremd sind und den 2 Meterabstand nicht einhalten können, eine Maske tragen. Und solange die Maskenpflicht im ÖV nicht Pflicht wird, steige ich in keinen Zug. Das wäre wie Russisches Roulette.
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