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Neue Tricks für Internetbetrug Falsche Computer-Supporter gehen wieder um

Legende: Audio Falsche Computer-Supporter gehen wieder um – mit neuen Tricks abspielen. Laufzeit 2:41 Minuten.
2:41 min, aus Espresso vom 16.05.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Betrüger, die sich am Telefon als Computer-Supporter ausgeben, das komme in letzter Zeit wieder gehäuft vor, heisst es bei der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) und bei der Meldestelle Melani auf Anfrage von Radio SRF.
  • Neue Masche: Die Betrüger lassen bei ihren Opfern am Computer ein Fenster aufpoppen, das sie auffordert, den angeblichen Support anzurufen.
  • Am besten ist es, wenn man solche Pop-Fenster schliesst und den Computer nach Viren durchscannt. Am Telefon: Hörer auflegen.

Die Dame am anderen Ende der Leitung habe Englisch gesprochen. Sie habe sich als Mitarbeiterin von Microsoft aus Amerika ausgegeben, erzählt ein Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso». Stutzig geworden sei er dann auch, als das Display eine Schweizer Vorwahl gezeigt habe: «Da haben bei mir die Alarmglocken geläutet.»

Die Frau habe ihn dazu drängen wollen, seinen Computer zu starten, um Zugriff darauf zu erhalten. Ansonsten werde seine Lizenz gesperrt, habe sie gedroht. Der Hörer liess sich zum Glück nicht auf die Masche ein, die Frau hängte auf.

Gestohlene Schweizer Nummern…

Seit mehreren Jahren tauchen solche Betrugsversuche wellenweise immer wieder auf. Zurzeit wieder vermehrt, vor allem in der Westschweiz, sagt Chantal Billaud, stellvertretende Geschäftsleiterin der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP). Und neuerdings bedienten sich die Betrüger auch des sogenannten «Spoofings». Sie missbrauchen Schweizer Telefonnummern, um ihre Opfer zu täuschen.

Für Billaud gibt es nur eines: «Auflegen!» Eine namhafte IT-Firma würde nämlich nie und nimmer Leute zuhause anrufen und ihnen einen Support aufdrängen.

… und mysteriöse Pop-Up-Fenster

Neuerdings trieben die Gauner diese Masche noch weiter, erklärt Pascal Lamia, Leiter der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes: «Die Betroffenen erhalten auf ihrem Computer ein Pop-Up-Fenster mit dem Hinweis auf ein angebliches Computerproblem.» Angezeigt wird eine Schweizer Nummer, die man anrufen soll.

Abgesehen davon, dass man genau dies natürlich nicht tun und das Fenster gleich schliessen sollte, empfiehlt Lamia auch einen Virenscan. Denn dass die Meldung überhaupt aufploppe, sei schon ein Hinweis darauf, dass der Computer möglicherweise mit schädlicher Software in Kontakt gekommen sei. Das gleiche gelte auch für verdächtige SMS mit einer ähnlichen Aufforderung.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Gian Duri Calonder (calgia)
    Guten Tag, Ich habe letzteres beides erhalten, nur dass beim Popup ein Login-Fenster gekommen ist, welches sich nicht schliessen lies, da er immer wieder aufgegangen ist, ohne [CTRL]+[ALT]+[ESC] und den Task Abbrechen (Task-Manager) (unter Windows 10) hat da nichts funktioniert. Die Frau am Telefon versuchte ernsthaft einem Informatikpraktiker EBA in Ausbildung im letzten Lehrjahr zu verklickern dass der Computer bei uns ein Virus oder sonstige Probleme hätte. und dann noch nicht mal deutsch...
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  • Kommentar von Daniel Schmidlin (Tellerwäscher)
    Dass man hier immer noch für solche Fälle Alarm schlagen muss, zeigt das bedenklich tiefe Niveau in der Gesellschaft mit Informatik und Digitalisierung. Mit dem PC oder Laptop richtig umgehen verlangt eine gute Schulung.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Herr Schmidlin, alle Schulung nützt nichts gegen Gier und Sensationshäscher! ich hatte bis heute noch nie Probleme weil ich einfach die einfachsten Regeln die im Internet bestehe beherzige und weil Gier und Sensationslust nicht gerade zu meinen Schwächen zählt. Aber das wichtigste ist der Respekt vor dem Internet, und sich immer Bewusst sein das es auch, trotz aller Vorsichtig , treffen kann, wenn auch weniger Wahrscheinlich. Daher seit Vorsichtig aber nicht Ängstlich!
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  • Kommentar von Connie Müller (Connie-Elizabeth)
    Die USA hat keinen Microsoft support. Die haben diesen nach Indien ausgelagert also wenn jemand von Microsoft anruft handelt es sich um eine Indische Nummer und jemand mit indischen akzent. Hatte so jemand schon mal am apparat aber die haben nicht angerufen ohne das ich es gewußt habe. Ich hatte ein Problem und die fragten ob sie mich anrufen könnten.
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