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Koch: «Eine Lockerung ist absehbar»
Aus News-Clip vom 25.05.2020.
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Ob im Stadion oder im Theater Nummerierte Sitzplätze sollen Rückverfolgung ermöglichen

Grossveranstaltungen wie Fussballspiele oder Konzerte kommen wieder infrage. Allerdings sollen auch da Schutzkonzepte gelten.

Nur wenige Menschen stecken sich in diesen Tagen in der Schweiz noch mit dem Coronavirus an, trotz der Lockerungsschritte. Am Montag waren es gerade mal noch zehn bestätigte neue Fälle. Das stimmt die Verantwortlichen des Bundes so zuversichtlich, dass nun sogar Schritte infrage zu kommen scheinen, die bis vor Kurzem noch in weiter Ferne lagen.

Bereits ab Juli könne man nach Daniel Kochs Einschätzung wieder Fussballspiele in Stadien mit Zuschauern durchführen. Mit dieser Aussage hat der Corona-Delegierte des Bundes am Sonntagabend in der Sendung «Sportpanorama» des Schweizer Fernsehens aufhorchen lassen. Am Montag ist er an einer Medienkonferenz nun konkreter geworden.

Sitznachbarn sollen in Quarantäne

Wenn 10'000 Leute in einem Stadion seien, und darunter habe es jemanden mit Covid-19, sei das nur ein Problem, wenn man nicht genau wisse, wer in der Nähe des Infizierten gewesen sei: «Wenn sie aber wissen, wer sich wo aufgehalten hat und in welcher Distanz, dann können sie zehn oder zwanzig umliegende Sitzplätze unter Quarantäne stellen.» Das sei machbar.

Bei einem klassischen Konzert muss es möglich sein, zu wissen, wer auf welchem Platz gesessen ist.
Autor: Daniel KochCorona-Delegierter des Bundes

Entscheidend für Koch ist also, dass alle in einem Stadion mit Namen registriert sind, denn: «Das Wichtigste ist in der jetzigen Phase, in der wir so wenige Fälle haben, die Rückverfolgbarkeit.» Er stelle diese Lockerung zur Diskussion, weil nicht bewilligte Fussballspiele wie jene in Genf oder Lausanne viel gefährlicher seien. Denn von den dortigen Zuschauern werde sich wohl kaum jemand nachträglich testen lassen, sollte ein Coronafall festgestellt werden, so Koch, da die Veranstaltung ja illegal gewesen sei.

Letztlich entscheidet der Bundesrat

Legalisieren, aber dafür registrieren: Das also soll die künftige Strategie für Grossveranstaltungen sein. Unter diesen Voraussetzungen könne man auch wieder Konzerte durchführen, ist Epidemie-Experte Koch überzeugt. Zum Beispiel im KKL in Luzern: «Bei einem klassischen Konzert muss es möglich sein, zu wissen, wer auf welchem Platz gesessen ist, und wer nebendran war, und dann die Leute zu avisieren, wenn es wirklich zu einem Fall käme.»

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Koch: «Die Rückverfolgbarkeit der Kontakte muss gegeben sein» (franz.)
Aus News-Clip vom 25.05.2020.
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Was Koch dabei nicht gesagt hat, aber was man aus seinen Aussagen ableiten kann: Selbst ein Rockkonzert sollte unter diesen Voraussetzungen wieder möglich sein, sofern es ausschliesslich nummerierte Sitzplätze gibt, die namentlich zugeordnet werden können. Vorläufig ist das aber erst die Einschätzung des Corona-Delegierten des Bundes. Entscheiden über die Zulassung von Grossveranstaltungen muss letztlich der Bundesrat.

Info 3, 25.05.2020, 17 Uhr

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Die Fans konnten sich ja so gut benehmen als das Covi 19 nicht da war. Polizei Einsätze kannte an in der Schweiz nicht, darum können wir das jetzt machen, wir sind ja so Verantwortungsvoll, nicht Herr Koch? Auf welchem Planet Leben sie? Getrieben von Geld und Egos hat Koch und Co. nun den weg vollkommen verlassen. Auch den Auftritt von Herrn Koch im Sportpanorama war völlig daneben. Er muss sich Neutral zurückhalten. Das er da ein gewisses Klientel befriedigt stößt gewaltig aus.
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    1. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Herr Röthenmund, ich glaube, jetzt übertreiben Sie. Herr Koch ist sicher besser über die Entwicklung informiert als wir, und wird schon wissen, was er in Aussicht stellt. Vor allem ist es ja noch eine Weile hin - wenn etwas schiefläuft, hat man die Legitimation zum Widerruf. So sauber wie es jetzt den Anschein haben mag kommen wir da ohnehin nicht raus - das ist die einzige sinnvolle Parallele im Geschwätz vom Krieg.
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  • Kommentar von Werner Aeschlimann  (wernz)
    Ich gehe an den Match, mein Nachbar ist positiv. Ich muss 14 Tage zu Hause bleiben. Wer bezahlt den Arbeitsausfall? Ich (Selbstverschulden) mein Nachbar, Herr Koch, die Arbeitslosenkasse,YB? Meiner Meinung nach ich, Selbstverschulden. Papa Staat wirds richten.
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    1. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Der setzt auf Selbstverantwortung, haben Sie nicht gehört? Mit Schutzkonzepten sollen die Bedingungen geschaffen werden, wie sie wahrgenommen werden kann.
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  • Kommentar von Ringo Noki  (Rinok)
    Es gibt auch kulturelle Veranstaltungen, die seit jeher mit numerierten Plätzen arbeiten, wo das Publikum zuhörend und zuschauend aufnimmt und sich still begeistern und innerlich berühren lässt, ohne lautstark die gefährlichen Tröpfchen in der Gegend herumzubrüllen. Warum höre ich immer nur von Erleichterungen bei Sport und Sommerfestivals reden?
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    1. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Da gehts um sehr viel Geld. Wir schwimmen, Herr Noki.
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    2. Antwort von Lilian Albis  (...)
      Vielleicht haben sie es ja überlesen/überhört. Aber im Artikel wird speziell auf klassische Konzerte hingewiesen. Denn dort ist es ja üblich, dass es Nummerierte Sitzplätze sind.
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