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Der Weg aus der Pandemie in Deutschland
Aus Tagesschau vom 04.03.2021.
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Pandemie-Strategie Corona-Lockerungen: Schweiz und Deutschland im Vergleich

Die Schweiz lockert seit dem 1. März die Corona-Massnahmen. Deutschland hingegen ist deutlich vorsichtiger. Der deutsche Shutdown soll mit einem differenzierten Stufenplan grundsätzlich bis zum 28. März verlängert werden, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannt gab. Erste kleine Lockerungsschritte sind aber auch in Deutschland vorgesehen. Die Lockerungs-Strategie der Schweiz und Deutschland im Vergleich.

Quelle: Bundesrat, deutsche Bundesregierung; Stand 4.3.2021evtl. ab 22. März: Öffnung der Aussengastronomie und der Innenbereiche* seit 1. März: private Treffen im Freien mit max. 15 Personen *unter Erfüllung bestimmter Richtwertefrühestens ab 22. März: Öffnung der Aussengastronomie*ab 8. März: private Treffen mit max. 5 oder 10 Personen*frühestens ab 5. April: Freizeitveranstaltungen draussen mit max. 50 Personen*Quelle: Bundesrat, deutsche Bundesregierung; Stand 4.3.2021Lockerungen in der Gastronomie und bei Treffen

Gastronomie

In der Öffnung der gastronomischen Betriebe verfolgt die Schweiz einen offensiveren Kurs als Deutschland. In beiden Ländern ist zwar eine Öffnung der Aussengastronomie ab 22. März angedacht. In der Schweiz soll aber auch die Öffnung der Innenbereiche der Restaurants möglich sein, sofern sich die epidemische Situation in den nächsten Wochen positiv entwickelt. Die Schweiz und Deutschland machen ihre geplanten Öffnungsschritte von jeweils unterschiedlichen Richtwerten abhängig (vgl. Box unten).

Richtwerte im Vergleich

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Die nächsten geplanten Öffnungsschritte sind abhängig vom aktuellen Infektionsgeschehen. So haben sowohl die Schweiz wie auch Deutschland bestimmte Richtwerte festgelegt. In beiden Ländern sehen diese aber unterschiedlich aus.

Schweiz

  • Die Positivitätsrate muss unter fünf Prozent liegen.
  • Die Auslastung der Intensivplätze mit Covid-19-Patienten muss unter 250 belegten Betten liegen.
  • Durchschnittliche Reproduktionszahl über die letzten 7 Tage muss unter 1 liegen.
  • Die 14-Tages-Inzidenz* darf am 17. März nicht höher sein als am 1. März.

Deutschland

  • 7-Tage-Inzidenz*: Je nach Inzidenzwert (unter 50 oder zwischen 50 und 100) fallen die geplanten Lockerungen unterschiedlich stark aus.

* Die Inzidenz bezeichnet die Anzahl neu auftretender Fälle pro 100'000 Einwohner in der Bevölkerung während einer bestimmten Zeit (z.B. während 7 oder 14 Tagen).

Private Treffen

In der Schweiz sind Treffen im Freien im Familien- und Freundeskreis sowie sportliche und kulturelle Aktivitäten mit bis zu 15 Personen seit 1. März wieder erlaubt.

Deutschland ist restriktiver. Ab 8. März sind erstmals wieder private Treffen von fünf Personen möglich – und zwar nur zwischen dem eigenen und einem weiteren Haushalt. In Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von weniger als 35 Neuinfektionen sind Treffen von maximal zehn Personen aus drei verschiedenen Haushalten erlaubt. Zudem sollen frühestens ab 5. April – unter Erfüllung der Richtwerte – Freizeitveranstaltungen draussen mit maximal 50 Personen möglich sein. In der Schweiz hat der Bundesrat dazu noch keine genaueren Lockerungspläne bekannt gegeben.

waren immer geöffnet: Bau- und Gartenmärkte seit 1. März: Öffnung gesamter Einzelhandel *unter Erfüllung bestimmter Richtwerteab 8. März:Buchhandlungen, Gartenmärkteab 8. März:Termin-Shopping im Einzelhandel oder Öffnung Einzelhandel*frühestens ab 5. April:Öffnung Einzelhandel bei höherer Inzidenz*Quelle: Bundesrat, deutsche Bundesregierung; Stand 4.3.2021Lockerungen im Einzelhandel

Einzelhandel

In der Schweiz sind seit dem 1. März alle Läden wieder geöffnet. In Deutschland sollen ab 8. März Buchhandlungen, Gartenzentren und Blumenläden ihren Betrieb ebenfalls wieder hochfahren. Der restliche Einzelhandel soll gleichzeitig nur in Form von Termin-Shopping oder bei hoher Inzidenz frühestens am 5. April wieder öffnen dürfen.

seit 1. März:Museen, Zoos, botanische Gärten, Lesesäle Bibliotheken seit 1. März: Sport- und Freizeit- anlagen draussen bis max. 15 Personenseit 1. März:Sport und Kultur für Jugendliche unter 20 Jahrenevtl. ab 22. März: Kultur- und Sportveran- staltungen mit Publikum in begrenztem Rahmen*evtl. ab 22. März: Sport in Innenräumen**unter Erfüllung bestimmter Richtwerteab 8. März: Museen, Zoos, botanische Gärten*ab 8. März:kontaktfreier Aussensport mit 5 oder 10 Personen*frühestens ab 22. März: Theater, Konzerthäuser Kinos*frühestens ab 22. März: kontaktfreier Innensport, Aussensport mit Kontakt*frühestens ab 5. April: Innensport mit Kontakt*Quelle: Bundesrat, deutsche Bundesregierung; Stand 4.3.2021Lockerungen bei Sport und Kultur

Kultur & Sport

In der Schweiz haben seit dem 1. März Museen, Zoos, botanische Gärten und Lesesäle von Bibliotheken ihre Türen wieder geöffnet, ebenso Sport- und Freizeitanlagen. Jugendliche unter 20 Jahren dürfen Sport- und Kulturveranstaltungen besuchen. Ab dem 22. März sollen Kultur- und Sportveranstaltungen mit breitem Publikum in begrenztem Rahmen sowie kontaktfreier Sport in Innenräumen unter Erfüllung bestimmter Richtwerte für alle Altersgruppen wieder möglich sein.

In Deutschland hingegen öffnen ab 8. März zuerst nur Museen, Zoos und botanische Gärten. Kontaktfreier Aussensport ist mit fünf oder maximal zehn Personen möglich. Frühestens ab dem 22. März ist auch kontaktfreier Sport in Innenräumen und Kontakt-Sport draussen unter Erfüllung der Richtwerte geplant. Auch Theater, Konzerthäuser und Kinos sollen dann ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Quelle: Bundesrat/deutsche Bundesregierung; Stand 4.3.2021waren immer geöffnet:Coiffeure, Masseure etc. evtl. ab 22. März:Lockerung Homeoffice-Pflicht**unter Erfüllung bestimmter Richtwerteseit 1. März: Coiffeureab 8. März:Massage, Fusspflege etc. (mit Test)bis min. 30. April:HomeofficeLockerungen bei körpernahen Dienstleistungen und Homeoffice

Körpernahe Dienstleistungen

In der Schweiz waren Coiffeursalons und medizinische Massagepraxen und ähnliche Betriebe im zweiten Shutdown stets geöffnet. In Deutschland kann man erst seit dieser Woche wieder Coiffeursalons besuchen. Körpernahe Dienstleistungen von Kosmetik- oder Fusspflege-Studios sind ab 8. März wieder erlaubt, aber nur unter Vorweisung eines tagesaktuellen Tests.

Homeoffice

In der Schweiz hat der Bundesrat ab dem 22. März eine Lockerung der Homeoffice-Pflicht in Aussicht gestellt. In Deutschland gilt die Homeoffice-Regelung deutlich länger, bis mindestens 30. April.

SRF Tagesschau, 04.03.2021, 12.30 Uhr

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Eberle  (Patrick E.)
    Dafür zählen bei den Deutschen die Kinder unter 14 Jahre nicht - im Gegensatz zu unserer Super-Massnahme (5 Personen in Innenräumen). Was machen wir bei einer Familie mit 4 Kindern und mehr ? Dürfen die keine weiteren Leute zu sich einladen ? Weil ja die Kinder dazuzählen. na ja......Wir verstecken dann einfach die Kinder :-)
    1. Antwort von Hans Fürer  (Hans F.)
      Tatsächlich eine weltfremde Massnahme, welche niemand versteht. So eine Familie müsste ja "überzählige " Kinder bei freundlichen kinder- und besucherlosen Nachbarn deponieren, um wenigstens kurzfristig noch einen Besuch empfangen zu können ...
  • Kommentar von Hans Peter  (HProcks)
    @SRF ihr habt den Bildungsbereich (Schulen, Universitäten etc) vergessen zu erwähnen
  • Kommentar von Günter Rieker  (guedi)
    Wenn es im ganzen Land brodelt, ob der Machtanmassungen aus Bern, kommt unser Staatssender SRF (90% aller Konzessionsgelder) und will uns weismachen, dass es uns ja eigentlich gut geht, da es in D noch viel schlimmer ist. Aber es gäbe auch andere Beispiele (Schweden, Norwegen, Finnland), wo das öffentliche Leben nicht angewürgt wurde.
    @SRF - wann schalten sie endlich die likes wieder ein?
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Günter Rieker Guten Morgen Herr Rieker, die SRG ist ein öffentliches und unabhängiges Medienhaus. Als Non-Profit-Unternehmen finanziert sie sich zu 78 Prozent über Einnahmen aus der Medienabgabe und zu 22 Prozent aus kommerzieller Tätigkeit. Dank diesen Gebühren arbeitet SRF unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessengruppen. Publizistische Qualität hat oberste Priorität. Bezüglich der Abstimmen-Funktion innerhalb der Kommentarspalte: die «Zustimmen/Ablehnen» Funktion in der Kommentarspalte wies seit einiger Zeit immer wieder technische Defekte auf. Deshalb wurde die Funktion vorübergehend deaktiviert. Unsere IT-Abteilung ist aktuell daran, das Problem zu beheben. Wir sind sehr bemüht, die Funktion «Zustimmen/Ablehnen» so schnell wie möglich wieder zu aktivieren. Danke für Ihr Verständnis. Liebe Grüsse, SRF News
    2. Antwort von Matthias Sommer  (abcdef)
      Ob jetzt 90 oder 78 % spielt auch nicht so eine Rolle. Ich war ein sehr grosser SRF-Fan, aber seit Januar finde ich eure Berichterstattung gar zu einseitig. So wurden anfangs Jan. innert Stunden 3 verschiedene Meinungsberichte publiziert, dass man sofort schliessen müsse, Skifahren als Riesengefahr hingestellt und gegen Terrassen mit Headzeilen gewettert. Wieso kommt jetzt nicht eine Analyse, dass es nicht zu den auch vom SRF herbeigeschriebenen Kollaps der Spitäler wegen SKisport gekommen ist?
    3. Antwort von Ruben Spiess  (Sempronicus)
      Welche Machtanmassungen meinen Sie denn? Das Epidemiegesetz wurde demokratisch angenommen. Die Bundesräte sind demokratisch gewählt. Meinen Sie die Verletzung des Kollegialitätsprinzips von Ueli Maurer? Meiner Meinung nach ist das einfach nur unprofessionell. Ich glaube nicht, dass er sich anderen Bundesräten überlegen fühlt.

      Ich finde es übrigens relevant, dass hierzulande über Lockerungen gesprochen wird und man in Deutschland eine weitere Welle erwartet. Immerhin sind wir Nachbarländer.
    4. Antwort von Georg Fischer  (SGF)
      @guedi: Ihre Skand. Vergleiche hinken. Die Realität insbesondere in Schweden ist eine ganz andere. Es gibt Studien mit Vergleichen der Massnahmen nd da sieht man dass die Schweiz, unter dem Strich, mildere Massnahmen ergriffen hatte nd hat als z. B Schweden. Der Schweden Mythos ist längst Geschichte. Lockerer zu Beginn ging dort nur weil SW kein Pandemie Gesetz hatte, jetzt haben sie eines. Tegnell ist nicht mehr Alleinherrscher.
    5. Antwort von Georg Fischer  (SGF)
      @Sommer:Der Kollaps der Spitäler konnte wegen den Schutzkonzepte/Massnahmen, inkl im Skisport, vermieden werden, auch wegen Flugverboten ab England. Das hat viele Skitouristen davon abgehalten hierher zu kommen.Das ist die Analyse, in Kurzform, nd darüber wurde mehrfach berichtet, auch auf den SRF Kanälen.
    6. Antwort von Matthias Sommer  (abcdef)
      @ Herr Fischer: Das stimmt nicht, denn das SRF titelte noch am 21.1.21: Skifahren um jeden Preis, obwohl es zu keinem Anstieg in den Spitälern gekommen ist. In den Medien wurde auch während des Jan./Feb., also als bereits bekannt war, dass keine Touristen aus dem Ausland kommen, suggeriert, man gehe ein gewaltiges Risiko ein, wenn man Skifahren erlaube. Dieser Diskurs wurde nicht nur mit ausländischen Gästen geführt, sondern auch mit inländischen. Es wäre Zeit für eine diesbezügl. Analyse, SRF.
    7. Antwort von SRF News editor
      @Matthias Sommer
      Gerne nehmen wir Ihren Input zur Kenntnis. Liebe Grüsse, SRF News.
    8. Antwort von Susanne Saam  (Biennoise)
      @guedi
      Es brodelt nicht im ganzen Land. 70-80% der Menschen tragen die Massnahmen mit oder wünschen sich sogar strengere. Es ist halt so, dass die wenigen Unzufriedenen laut und lange 'brodeln' - das verzerrt die Wahrnehmung.
    9. Antwort von Patrick Eberle  (Patrick E.)
      bravo....auch meine Meinung....
    10. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Das Flugverbot aus England gab es für ein paar Tage, und die Skigebiete waren zum Unwillen unserer Nachbarn immer geöffnet.
    11. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Was glauben Sie denn, wäre passiert, hätte man nicht entschieden gegen die Plauschöffnungsphantasien von Skiorten, wie auch damals von Partylocations etc. gehalten...? Analysen und Szanarien lagen genug vor, um dieses Credo in der PResse zu stützen. Und es wird auch postum nicht falsch, nur weil es Ihnen persönlich einfach nicht gefällt.
    12. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      @SRF
      Danke für die gute Berichterstattung.
      Die Abstimmungszähler kann man weg lassen, wir sind hier ja nicht bei Facebook wo man Likes zur Stärkung des Selbstbewusstseins braucht.