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Nur die Akutabteilungen haben viel Arbeit
Aus HeuteMorgen vom 15.04.2020.
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Paradoxe Situation Kurzarbeit in Spitälern in der Corona-Krise

Normalarbeit statt Kurzarbeit: Bundesrat Berset stellt den Spitälern zumindest eine leichte Lockerung in Aussicht.

Es scheint paradox: Da stecken wir mitten in der grössten Gesundheitskrise seit 100 Jahren und gleichzeitig leisten im Gesundheitswesen mehr als 20'000 Angestellte Kurzarbeit.

Rund 3000 Personen mussten seit Beginn der Corona-Krise wegen dem Virus ins Spital. Aktuell befinden sich rund 400 Patienten in einer Intensivstation. Mit diesen Corona-Patienten haben die Akutabteilungen der Spitäler alle Hände voll zu tun. Aber, weil der Bundesrat alle nicht zwingend notwendigen Behandlungen und Operationen untersagt hat, sind gleichzeitig viele andere Abteilungen unterbelegt und unterbeschäftigt.

Andere Spitalbereiche lahmgelegt

Hätte man das nicht besser planen können? «Nein», verteidigt sich Gesundheitsminister Alain Berset. «Man darf nicht vergessen, dass wir alles gemacht und umgesetzt haben, um zu verhindern, dass bei uns eine Überlastung der Kapazität im Spitalbereich eintritt. Das hätte bedeutet, dass Leute nicht mehr die Behandlung mit der notwendigen Qualität bekommen hätten.»

Man habe alle Kapazitäten in die Abwehr des Coronavirus gesteckt, um die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, wie das etwa in Italien geschehen sei. Dass dadurch andere Spitalbereiche ziemlich lahmgelegt wurden, habe man einfach in Kauf nehmen müssen, so Berset. «Lieber so, als eine Überlastung.»

Lockerungen bis Ende Monat

Aber der Bundesrat hat auch erkannt, dass die Spitäler gerne möglichst bald wieder zum Normalbetrieb zurückkehren möchten. Ab Ende April sollen die strengen Corona-Massnahmen schrittweise gelockert werden. Berset deutet an, dass auch die Spitäler auf Lockerungen hoffen dürfen. «In der Tat sind die ersten Lockerungen bis Ende Monat zu erwarten», sagt er. Am Donnerstag wird der Bundesrat unter anderem auch Klarheit schaffen, mit welchen Lockerungen die Spitäler allenfalls rechnen können.

SRF 4 News, Heute Morgen, 15.04.2020, 06:00 Uhr

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28 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Die Welle ist nicht gekommen. Überkapazität auf Kosten der 'Tageschäfte' wurden geschaffen. Das alles, weil da mit Zahlen und Eventualitäten operiert worden ist, die auf wackligen Beinen gestanden sind. Zugeben, dass man sich da geiirrt haben könnte .... von Seiten der Politik? Es sollte bei medizinischen Angelgenheiten, wei es nun mal 'Epidemien' sind, nicht einseitig auf die immergleichen 'Experten' gehört werden. Klinik und entprechende Abklärungen gehören zwingend dazu, wie eben Obduktionen.
  • Kommentar von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
    Kenne einige in meinem Bekanntenkreis, die warten sehnlichst auf ein Termin, die Knie oder Rücken operieren zu lassen. Leider keine Termine verfügbar. Paradox.
  • Kommentar von Norbert Schnidrig  (3646)
    Nun haben wir den Beweis auch im Praktischen: die übersensiblen Wehwechen, welche stets zu allen Ärzten und Spitäler laufen, sind jetzt zu Hause und kurieren sich selber. Unser aufgepumptes Gesundheitssystem kann sich erholen und somit bleiben die Krankenkassenprämien zumindest stabil. Aber freuen wir uns nicht zu früh, denn die Arbeitslosenkassen sitzen schon in den Startlöchern, um eine Prämienerhöhung vorzunehmen.
    1. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Sicher haben Sie recht, aber ist aber nur eine Seite. Die Verschiebung nicht lebensnotwendiger Operationen versetzt unser Gesundheitssystem nämlich auf das Niveau von ärmeren Ländern, die wir öffentlich bedauern, weil dort Patienten landesweit nur 2-3 MRI-Gerät zur Verfügung haben oder die OP-Säle sind sehr limitiert, sodass Wartezeiten von mehreren Monaten entstehen. Logischerweise kommen die Gesundheitssysteme&Patienten mit der Einschränkung dort besser zurecht. Quasi business as usual.
    2. Antwort von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
      Woher wissen Sie ob sich die Wehwechen von selber kurieren? Sitzen Sie mit Hüftproblemen auch Zuhause? Ich denke die Krankenkasssen könnten anders Geld sparen um keine Prämienerhöhungen erheben zu müssen.