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BDP-Delegierte sagen Ja zum Zusammenschluss mit der CVP
Aus Tagesschau vom 14.11.2020.
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Parteienfusion rückt näher BDP sagt Ja zu «Die Mitte»

Die Parteidelegierten der BDP stimmen klar dafür, zusammen mit der CVP die neue Partei «Die Mitte» zu gründen.

An einer dezentral durchgeführten Versammlung haben sich die Delegierten der BDP klar für den Zusammenschluss mit der CVP ausgesprochen. Bei lediglich einer Enthaltung stimmten die Delegierten dem Vorschlag deutlich zu, wie die BDP mitteilte.

Fusion kommt nicht überraschend

Das Terrain für den Zusammenschluss war bei der BDP bereits geebnet. Denn schon im September hatten die Delegierten die Statuten mit Blick auf den Zusammenschluss angepasst. Und im Nationalrat politisieren die zurzeit drei BDP-Vertreter seit einem Jahr in der Mitte-Fraktion, zusammen mit der CVP und der EVP.

Audio
BDP-Präsident Martin Landolt zur Fusion mit der CVP
aus Tagesgespräch vom 13.11.2020. Bild: Keystone
abspielen. Laufzeit 27 Minuten 25 Sekunden.

Der «Mitte» steht kaum mehr etwas im Weg

Sofern am 28. November die Delegierten der CVP Schweiz die Namensänderung zu «Die Mitte» ebenfalls beschliessen und ihre Zustimmung zum Fusionsvertrag geben, wird die neue Partei per 1. Januar 2021 Tatsache.

Damit werde der politischen Mitte in der Schweiz «eine nachhaltige Zukunft ermöglicht», schreibt die BDP.

Parteipräsident Martin Landolt zeigte sich «extrem überzeugt davon», dass der Zusammenschluss die richtigen Antworten «auf die Herausforderungen unseres Landes bereithalten wird und die politischen Kräfteverhältnisse nachhaltig verändern kann».

Am Anfang stand Blochers Abwahl

Die BDP Schweiz wurde 2008 von ehemaligen SVP-Mitgliedern gegründet, infolge der Abwahl Christoph Blochers aus dem Bundesrat.

Bei der Bundesratswahl im Dezember 2007 wählte die Vereinigte Bundesversammlung anstelle Blochers die damalige Bündner SVP-Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf in die Landesregierung. Sie nahm die Wahl an, obschon die SVP Schweiz von ihr den Verzicht der Wahlannahme verlangte.

Abspaltung der SVP

Die SVP schloss daraufhin nicht nur Widmer-Schlumpf, sondern die ganze SVP Graubünden aus der SVP Schweiz aus; die SVP Graubünden benannte sich in BDP um. Schliesslich traten auch der damalige Berner SVP-Bundesrat Samuel Schmid sowie zahlreiche gewählte National- und Ständeräte aus der SVP aus und halfen mit, die BDP Schweiz zu gründen.

Bei der Nationalratswahl 2011 erreichte die BDP schweizweit einen Wähleranteil von 5.4 Prozent, der bei den letzten Wahlen 2019 auf noch 2.5 Prozent schrumpfte.

SRF 4 News, 14.11.2020, 12.00 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Dieser Schritt der BDP Menschen zur ehemaligen CVP ist ein Beweis, dass diese BürgerInnen in der Vergangenheit keine ausgeglichene Meinung hatten. Mit der damaligen Abspaltung haben sie eine normale Migration verhindert - die bürgerliche Politik wurde geschwächt - so dass wir heute viele Eingewanderte haben, die nie Anrecht auf Aufnahme gehabt hätten. Mit der Abspaltung sind auch die Sozialkosten masslos angestiegen, so dass die Gemeinden heute darunter leiden.
  • Kommentar von Hermann Roth  (Dr. Wissenschaftler)
    "Die Mitte" als Äquator zwischen den beiden Polen mit schnurgerader Linie oder doch eher ein Pendel das ausschlägt, je nachdem, welcher Magnet gerade besser zieht? Wird sich wohl schnell zeigen.
  • Kommentar von Roland Glättli  (R. Maier-G.)
    Naja, die BDP waren für mich immer die "Linken der Rechten" und somit eigentlich gar nicht soweit von der Volksmeinung (wenigstens in meinem Mittelstand-Umfeld) entfernt! Sie haben es einfach nie hingekriegt, dass auch zu kommunizieren! Bei all dem Links-Rechts-Extremismus täte uns etwas "Normalität" in der Mitte gut!