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Reservierungspflicht für Velos polarisiert
Aus Tagesschau vom 02.04.2021.
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Pflicht für Fahrradmitnahme Velo-Lobby ärgert sich über Reservationspflicht bei der SBB

Um den Ansturm an Velo-Reisenden zu bewältigen, hat die SBB eine Reservationspflicht eingeführt.

Sie sind in diesen Tagen in Massen unterwegs: die Velofahrerinnen und Velofahrer. Besonders seit Beginn der Pandemie boomen die Zweiräder – was auch die SBB beschäftigt: Um den Ansturm der vielen Velos zu bewältigen, hat sie nun von Freitag bis Sonntag eine Reservationspflicht eingeführt.

Viele Velofahrerinnen und Velofahrer fühlen sich vor den Kopf gestossen: «Es ist mühsam. Vor allem, wenn man spontan etwas machen will. Es ist nicht gerechtfertigt», sagt etwa Franz Thoma, der am Karfreitag sein Fahrrad auf den Zug mitnahm.

Zwei Franken zusätzlich

Die Reservation kostet zwei Franken – zusätzlich zum Ticket, das für Velos schon lange gekauft werden muss. Der Vorteil: Man hat einen Platz für sein Fahrrad auf sicher.

Wir fordern, dass die SBB genügend Transportkapazitäten schafft.
Autor: Andreas GautschiVCS

Die SBB sagt, sie könne nur dank der Reservationspflicht den Boom bei den Velos bewältigen. Die Velo-Anhängerinnen und Anhänger wehren sich dagegen.

Eine Petition mit über 40'000 Unterschriften verlangt, die Reservationspflicht wieder abzuschaffen – und: mehr Platz für Velos in Zügen. «Wir fordern, dass die SBB genügend Transportkapazitäten schafft, damit die Reservationspflicht nicht mehr nötig ist», sagt Andreas Gautschi vom VCS.

Es gibt Grenzen, das Rollmaterial ist limitiert.
Autor: Ottavia MasserniSBB

Ottavia Masserini, Mediensprecherin SBB, entgegnet: «Wir haben schon Züge verlängert. Letztes Jahr schon, und wir tun dies auch wieder. Doch es gibt Grenzen, das Rollmaterial ist limitiert.»

Den Platz auf sicher

Nicht alle Velo-Kundinnen und Kunden ärgern sich. Roman Helg und Seraina Tschuor, die für die Ostertage ins Tessin gefahren sind, sind froh um den fest reservierten Veloplatz: «Es ist super organisiert. Kein Stress», findet Tschuor. «Ich finde es positiv: Man kann das Velo abgeben und hat einen fixen Platz», fügt Helg an.

In der Vergangenheit waren die beiden auch schon auf einem Bahnhof zurückgelassen worden – weil es keine Plätze für ihre Velos mehr gab.

Nach dem Intercity ins Tessin müssen sie in Bellinzona übrigens auf den Regionalzug umsteigen. Dort müssen sie fürs Velo zwar nicht reservieren – aber stattdessen einen Platz suchen.

Tagesschau, 02.04.2021, 19.30 Uhr;

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119 Kommentare

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  • Kommentar von Dominik Steiner  (Dasi)
    Schon spannend, umweltfreundlich Velo fahren, dazu mit der SBB durch die ganze Schweiz fahren und sich über Platzmangel beschweren, das alles bei einem hoch subventionierten Staatsbetrieb.
    Das ist ökologisch!!
    1. Antwort von Lily Mathys  (Alle vergeben)
      Ich saß in einem überfüllten Zug, weil ein Organisator einen Gigatlon nicht anmeldete. Velos auch im oberen Stock. Auf den Treppen saßen Personen. Der Lokführer musste Notbremsen (von 200 auf etwa 80km/h, Aussage Lokführer). Die Leute wurden von Velos getroffen. Zum Glück nur paar kleine Platzwunden, blaue Flecken o.ä. Züge fahren langsam durch Bahnhöfe =80km/h. Betriebssicherheit? Wer haftet für Personenschäden? Ah ja, die SBB. Soll das auf Veloinhaber verschoben werden?
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Statt die Velofahrer zu diskriminieren würde die SBB besser die GAs an Ostern deaktivieren. Das würde viel Platz schaffen für Velos , welche sehr hohe Gebühren bezahlen.

    So könnte die SBB ihr enormes Defizit verringern.

    Es macht wirklich keinen Sinn bei Spitzenbelastungen die Plätze annähernd zu verschenken.
  • Kommentar von Vera Kehrli  (Vera Kehrli)
    Bei der Kundenfreundlichkeit der SBB ist es wahrlich kein Wunder, dass viele Leute mit den Luft verschmutzenden und Klima erwärmenden Autos unterwegs sind.

    Reservationen für Velos? Das ist doch absurd. Muss man bald schon reservieren, wenn man das WC benutzen will?