Zum Inhalt springen

Header

Audio
Polizeikorps warnen: Betrugswelle mit falschen Polizisten
Aus Espresso vom 04.12.2019.
abspielen. Laufzeit 04:34 Minuten.
Inhalt

Polizeikorps warnen Betrugswelle mit falschen Polizisten

Derzeit sind in mehreren Kantonen Betrüger aktiv, die sich als Polizisten ausgeben. Ihre Beute: Bargeld und Wertsachen.

Die falschen Polizisten sind im Moment eine richtige Plage. Die Kantonspolizei Bern registriert seit einigen Wochen täglich mehrere Meldungen, wie sie gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1 sagt. Auch im Kanton Zürich und in der Region Basel gibt es aktuell viele Betrugsversuche und -fälle mit angeblichen Polizisten.

Die falschen Polizisten suchen sich meistens ältere Menschen als Opfer aus. «Diese rufen sie an und erzählen beispielsweise, dass in ihrem Quartier Einbrecher unterwegs seien», sagt Christa Lüthi, Chefin des Dezernats Wirtschaftsdelikte der Kantonspolizei Bern. «Die Betrüger sagen dann, dass man zur Sicherheit Wertsachen und Bargeld der Polizei übergeben soll. Man erhalte diese zurück, sobald die Täter gefasst seien.» Das ist natürlich erstunken und erlogen.

Im Telefon-Display erscheint die Nummer 117

«Die Polizei ruft nie jemanden an, um irgendwelche Wertsachen in Sicherheit zu bringen», hält Chantal Billaud von der Kriminalprävention Schweiz fest. Die Angerufenen sind aber oftmals überzeugt, dass wirklich die Polizei am anderen Ende der Leitung sei. Denn das Display ihres Telefons zeigt manchmal sogar die Notruf-Nummer 117 an. Viele Leute wissen nicht, dass die angezeigte Nummer heutzutage keinerlei Bezug zum Anrufenden haben muss, sagt Billaud: «Man kann jede Telefonnummer auf dem Display aufscheinen lassen und dahinter verbirgt sich jemand ganz anderes.»

Bisher holten die Täter Geld und Wertsachen meistens bei ihren Opfern zuhause ab. In letzter Zeit fordern sie vermehrt dazu auf, das Geld irgendwo zu deponieren. Das kann auf einem Friedhof sein oder auch im Milchkasten. So vermeiden die Gauner persönlichen Kontakt mit ihren Opfern.

Tipps zum Schutz vor falschen Polizisten

Falsche Polizisten erbeuten regelmässig mehrere 10'000 Franken. In der Region Basel übergab im November eine ältere Frau solchen Gaunern 35'000 Franken. Der Kantonspolizei Bern ist sogar ein Fall mit einer sechsstelligen Summe bekannt. Durch richtiges Verhalten kann man sich vor Betrug durch falsche Polizisten schützen. Dafür hat die Kapo Bern folgende Tipps zusammengestellt:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie ein angeblicher Polizist dazu bringen will, Bargeld abzuheben, zu zahlen oder an Unbekannte zu übergeben. Die Polizei verlangt nie Bargeld am Telefon.
  • Deponieren bzw. verstecken Sie nie Bargeld an öffentlich zugänglichen Orten. Die Polizei fordert Sie nie zu solch einem Vorgehen auf.
  • Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten, Passwörter oder Angaben zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Im Zweifelsfall legen Sie auf und melden den verdächtigen Anruf der Polizei.

Sinnvoll ist auch, wenn Angehörige mit älteren Verwandten über die Betrugsmasche der falschen Polizisten sprechen und sie so sensibilisieren.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.