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Glücksmomente in Coronazeiten
Aus 10vor10 vom 05.10.2020.
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Psychische Gesundheit Mit Glücksmomenten das Gehirn überlisten

Gerade in Corona-Zeiten besteht die Gefahr, in negativen Gedanken gefangen zu sein. Hier setzt ein Fotowettbewerb an.

Die Corona-Pandemie dürfte es uns erschweren, Alltags-Sorgen oder Ängste zu überwinden. Häufig drehen sich die Gedanken im Kreis und man ist in einer negativen Spirale gefangen. Dabei kann die Kraft der Gedanken helfen, Stress zu reduzieren. Und manchmal braucht es nur wenig, um die Wahrnehmung auf das Schöne zu lenken.

Berge und Seen.
Legende: Diese Fotografie im Wettbewerb zeigt Brunnen vom Fronalpstock aus. zvg , Link öffnet in einem neuen Fenster

Eine Fotografie kann positive Gedanken anregen, sagt Regula Rickenbacher vom Heks, dem Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz. Im Rahmen der Aktionstage «Psychische Gesundheit», die im Kanton Aargau jährlich für das Thema psychische Gesundheit sensibilisieren, haben verschiedene Organisationen einen Fotowettbewerb, Link öffnet in einem neuen Fenster lanciert. Dieser soll helfen, potenzielle Negativ-Spiralen ins Positive zu drehen.

Die Leute sollen sorgfältiger im Alltag unterwegs sein.
Autor: Regula RickenbacherProgrammleiterin Heks AG/SO

Ziel des Wettbewerbs sei, dass sich die Menschen mit sich selbst und der Umwelt auseinandersetzen, erklärt Regula Rickenbacher. Einen schönen Augenblick fotografisch festhalten, jemandem zeigen oder darüber reden, habe einen positiven Einfluss auf unser Gehirn.

Brote
Legende: Selbstgebackene Brote lösen bei dieser Hobby-Fotografin oder bei diesem Hobby-Fotografen positive Gedanken aus. zvg , Link öffnet in einem neuen Fenster

Das bestätigt der Psychotherapeut. Der gelernte Neurobiologe und Psychologe Thomas Estermann sagt: «Wenn es uns nicht gut geht, dann geht es uns häufig nicht gut, weil wir schlechte Gedanken und schlechte Emotionen haben.» Thomas Estermann empfiehlt, in diesen Momenten einen Schritt zurückzugehen, sich zu erden und mit dem eigenen Körper zu verbinden. Dabei führen ein positives Körperempfinden und positive Emotionen zu positiven Gedanken.

Menschen, die achtsam sind, schütten weniger Stresshormone aus.
Autor: Gregor HaslerNeurowissenschaftler

Am Thema Achtsamkeit komme die moderne Psychotherapie heute nicht mehr vorbei, sagt Gregor Hasler, der an der Universität Freiburg lehrt. Achtsam sein und sich auf den Körper besinnen, bedeutet Stress abbauen. Der Neurowissenschaftler erklärt: «Menschen, die achtsam sind, schütten weniger Stresshormone aus. Gleichzeitig wird das Hirn-Belohnungssystem aktiv und es entstehen positive Emotionen.»

Kinder springen von Floss.
Legende: Unbeschwert den Sommer geniessen: ein pures Glücksgefühl für diese Fotografin oder diesen Fotografen. zvg , Link öffnet in einem neuen Fenster

Dennoch hat dieser Ansatz Grenzen. Eine schwere Depression etwa kann die Achtsamkeit allein nicht behandeln. Sie kann aber unterstützen. Bilder von persönlichen Genussmomenten sind zwar keine Antidepressiva, aber sie helfen, positive Emotionen auszulösen und mental gesund zu bleiben.

10vor10, 5.10.2020, 21:50 Uhr

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Oder Corona hysterie abschaffen. Keine sinnlose Corona Zahlen tachtäglich veröffentlichen. Gemeinschaftpflege, Menschen begegnen, spontane Umarmung geniesse, ohne anonym mit Maske herum laufen. Freunde treffen, Familie geniesse, und und. ... Und dann ging es sehr viele Menschen deutlich besser.
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    1. Antwort von Joerg Lehmann  (lejo.moo3)
      Lesen Sie einfach nicht, was Ihnen offensichtlich nicht gut tut, ist doch freiwillig. Den wenigen Begegnungen, die man ev. z.Z. hat, muss man höher bewewerten, damit die Bilanz positiver wird. N.B. nicht alle spontanen Umarmungen sind immer ehrlich. Schauen Sie der Person in die Augen, das hilft um zu wissen....
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    2. Antwort von Joerg Lehmann  (lejo.moo3)
      Lesen Sie einfach nicht, was Ihnen nicht bekommt, ist ja freiwillig. Werten Sie Ihre Begegnungen höher, dann sieht es auch besser aus.
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    3. Antwort von Wolfgang Bircher  (Wolf&Gang)
      ....und dann die Politik und Epidemiologen verantwortlich machen, wenn alle Intensiv-Betten wieder belegt sind und die Zahl der Todesfälle in die Höhe schiesst?
      Dass das Virus einfach so wieder verschwinden wird, glaubt nur der orange Mann in Washington. Zuerst müssen wir die Pandemie überstehen und dann können wir all die Dinge wieder geniessen, welche wir so schmerzlich vermissen.
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  • Kommentar von Joerg Lehmann  (lejo.moo3)
    Ich staune immer wieder über diese "NEUEN" Erkentnisse. In Gedanken zurück zu schönen Ereignissen im eigenen Leben kennt man doch schon sehr lange. Oft geht der Weg zurück über ein paar Töne Musik oder gewisse Geräusche aus diesem Moment. Es können auch Farben oder Düfte sein. Manchmal muss man halt selber danach suchen, mit etwas Übung findet man schneller dort hin. Hilft generell im Alltag um sich gut zu fühlen, ein paar Minuten dafür reservieren. Meine pers. Erfahrung seit sehr langer Zeit.
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    1. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Man muss Dinge aus Marketingzwecken regelmässig neu benennen. Damit selbst simple Dinge wie ein paar Minuten die Augen schliessen zum verkaufbaren Produkt werden. Kapitalismus, Sie wissen schon.
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  • Kommentar von Jürg Sand  (Jürg Sand)
    „Dennoch hat dieser Ansatz Grenzen. Eine schwere Depression etwa kann die Achtsamkeit allein nicht behandeln.“ Wie weise und „wissenschaftlich“, ich hoffe, die Informationen und Ratschläge zur derzeit „wütenden Pandemie“ sind von ähnlicher Substanz.
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    1. Antwort von Lothar Drack  (spprSso)
      Selbst mit den bedeutungsschwangeren An- und Abführzeichen erschliesst sich mir Ihr Kommentar nicht, Herr Sand, klingt aber irgend nach: Seht her, so blöd ist Wissenschaft.
      Vielleicht noch dies:
      Noch nie ist jemand grösser geworden, indem er andere kleiner redet. Das Resultat ist höchstens eine persönliche optische Täuschung. (2. Anlauf, erster um 19:45!)
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