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Eishockeyaner wollen einheitliche Regelungen
Aus HeuteMorgen vom 15.10.2020.
abspielen. Laufzeit 02:07 Minuten.
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Quarantäne im Sport Auch Amateur-Eishockeyspieler müssen zu Hause bleiben

Der kantonale Corona-Flickenteppich ist Schweizer Eishockeyclubs und dem nationalen Verband ein Dorn im Auge.

Corona hinterlässt auch im Schweizer Eishockey seine Spuren und hat Auswirkungen auf den Spielplan – sowohl bei den Profis wie auch im Amateurbereich. Weil ganze Teams oder einzelne Spieler in Quarantäne müssen, wurden mehrere Partien bereits verschoben. So etwa das Cupspiel zwischen den Amateuren von Dübendorf und den ZSC Lions.

«Muss das wirklich sein?»

Bevor Sie auf Profis treffen, müssen Amateure getestet werden. Das hat der Verband schon vor der Saison beschlossen. Im Fall Dübendorf brachte diese Testreihe einen positiven Fall ans Licht. «Muss das sein? Müssen wir wirklich sowas haben? Vor allem auch, wenn es jemanden betrifft, der absolut keine Symptome zeigt?», fragt Beat Gmünder, der Corona-Verantwortliche des Amateurclubs Dübendorf.

Der betroffene Spieler und dazu sein Banknachbar mussten in Quarantäne, der Saisonhöhepunkt gegen die ZSC Lions wurde verschoben. Schlimmer traf es die Mannschaften von Seewen und Oberthurgau. In beiden Fällen musste die gesamte Mannschaft in Quarantäne – bei den Thurgauern wegen zwei, bei den Schwyzern wegen einem positiven Fall.

«Situation nicht einfach»

Entscheide trifft jeder Kanton selbst. Entsprechend kommt es zu unterschiedlichen Massnahmen. «Da hätte man wahrscheinlich viel früher auf Bundesebene allgemeine Regeln erlassen müssen, damit das gleich gehandhabt wird», glaubt die Zürcher Kantonsärztin Christiane Meier. «Aber es ging relativ schnell und die Kantone mussten in diesen Situationen Regeln aufstellen. Da blieb vielleicht nicht genügend Zeit, um alles abzusprechen.»

Eine einheitliche Lösung würden die Klubs genauso begrüssen wie der Schweizerische Eishockey Verband. «Es ist klar, das macht die Situation für uns natürlich auch nicht einfach. Aber das gilt es nichtsdestotrotz zu akzeptieren», sagt Manuela Hess, die Mediensprecherin des Verbands.

Spielabsagen wohl vorprogrammiert

Was den Klubs bleibt, ist, diszipliniert zu bleiben und die Massnahmen strikte einzuhalten. Und doch kommt auf Amateurstufe ein zusätzliches Ansteckungspotenzial hinzu: das Arbeitsleben. Sämtliche Spieler haben einen normalen Beruf. Sei es als Handwerker, Grossraumbüro-Mitarbeiter oder Student. Sie bewegen sich also in zwei Welten.

Weitere Fälle und verschobene Spiele sind vorprogrammiert und wohl auch Spielabsagen. «Einfach schlicht darum, weil ab einem gewissen Zeitpunkt keine Ausweichdaten mehr gefunden werden können», so Hess weiter. Für diesen Fall hat der Verband eine Eventualitätsplanung mit abgeändertem Modus in der Hinterhand.

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Corona-Fälle in Eishockey und Fussball
Aus sportflash vom 14.10.2020.
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SRF 4 News, Heute Morgen, 15.10.2020, 06:00 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Tom Stone)
    Durchmischte Wettbewerbe machen einfach keinen Sinn. Dass eine zweite Welle anrollen wird, war klar. Nur hätte man frühzeitig mit sinnvollen Regeln diesen Hickhack abwenden können. Denn Profis leben nun einmal vom Spielerlohn. Und sie müssen extrem viel einhalten, damit es funktioniert. Die Amateure leben da in einer anderen Welt.
  • Kommentar von Philipp Reinhard  (Fippu)
    Hoffe wirklich dass bald ein imfstoff rauskommt, einerseits sicherlich um die risikogruppe zu schützen, andererseits damit dieses übertriebene affentheater überall endlich ein ende hat.
    Ansonsten werden wir ein ziemlich verbocktes jahrzehnt haben... Oder so lange bis von selbst herdenimunität herrscht
    1. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      Ich bin kein Impfgegner, aber eine Impfung ist auch kein definitives Lösungsmittel. Denn Sie verhindert nicht dass man das Coronavirus bekommt, aber auf den Verlauf der Krankheit kann die Impfung durchaus einen Einfluss haben.
  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Ein Grund mehr dafür warum man den kantonalen Flickenteppich beenden sollte und zu landesweiten Lösungen zurückkehren muss. Das würde nicht nur für Sportclubs einiges vereinfachen. Schliesslich gibt es Corona in der ganzen Schweiz, nicht nur in einzelnen Kantonen.