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Legende: Audio Stefan Holenstein, Präsident der Offiziergesellschaft, erhofft sich von Amherd eine neue Sicht aufs VBS abspielen. Laufzeit 06:45 Minuten.
06:45 min, aus SRF 4 News aktuell vom 11.12.2018.
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Reaktionen auf die Rochade Amherd wird die Kampfjets zügig beschaffen – hoffen die Offiziere

Die Departemente im Bundesrat sind verteilt: CVP-Bundesrätin Viola Amherd übernimmt das VBS, das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Sowohl die Offiziersgesellschaft als auch Alt-Bundesrat Arnold Koller (CVP), der das Departement selber einmal geleitet hat, sehen darin eine historische Chance. Denn im VBS stehen grosse Projekte an, vor allem eines.

Im Vordergrund stehen die Kampfflugzeuge

Koller empfindet den Verteidigungswillen in der Schweiz als ungebrochen, deshalb ist er optimistisch. Er glaubt daran, dass seine Parteikollegin die wichtigen Aufgaben im Departement anpacken wird. «Wenn man es geschickt ausnützt, kann man die Verteidigungsbereitschaft unseres Landes in die Zukunft retten.» Die CVP müsse eine glaubwürdige Politik betreiben. «Amherd kann das schwierige Geschäft der Kampfflugzeugbeschaffung neu anpacken und erfolgreich zum Ziel zu führen.»

Dass die neue Vorsteherin neue Kampfflugzeuge beschafft, hofft auch der Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft, Stefan Holenstein. Amherd müsse nun relativ rasch einen mehrheitsfähigen Vorschlag bringen, einen, der «für die FDP- und die CVP-Seite tragbar ist, zusammen mit der SVP.» Die Offiziersgesellschaft habe alles Interesse daran, dass es zu einer tragbaren Lösung kommt.

Frischer Wind nach 23 Jahren

Auch ganz grundsätzlich steht Holenstein der neuen Amtsvorsteherin positiv gegenüber. Sie könne frischen Wind bringen und einen Kulturwandel im VBS anstreben. «Sie hat eine Aussensicht als Nicht-Militärfachfrau», das sei gut. Das VBS sei 23 Jahre lang der SVP unterstellt gewesen.

Er findet es überhaupt falsch, dass das VBS als Trostpreis oder als Zweitklassendepartement angesehen wird. Es gehe bei dieser Aufgabe schliesslich um die Sicherheit, die Stabilität und die Prosperität des Landes.

Darum sind auch Holenstein die Kampfflugzeuge ein Anliegen. Allerdings betont er: «Amherd darf hier keine Zeit verlieren. Sie muss das Projekt vorwärtsbringen.»

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider (Alex Schneider)
    Auftrag der Kampfjets in der Schweiz?

    Und wenn der Feind bis zur Schweiz vorgedrungen ist, ist anzunehmen, dass die NATO-Flugwaffe ihren Auftrag nicht erfüllen konnte. Das soll dann die Schweizer Luftwaffe ausbügeln? Die Jets sind doch höchstens als Unterstützung der NATO-Flotte brauchbar und das verbietet uns die Neutralität. Also was sollen denn diese Jets?
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Teil2/ Wer glaubt, dass bei einem kontinentalen Konflikt "unsere Freunde" uns verteidigen würden, der glaubt auch, dass ein Wolf einem Schaf kein Haar krümmt. Spass beiseite, wie schnell es gehen kann: Vor der Ära Trump wurde die Ukraine von NATO (inkl USA) gegen Russland unterstützt. Jetzt hat der Chef in den USA gewechselt und Poroschenko wird wie eine heisse Kartoffel fallen gelassen. Ausser von Merkel, aber die Bundeswehr hat aktuell keine Wirkung. Nein, im Ernstfall hilft uns niemand.
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Anhand der Orthographie kann man erkennen, dass in diesem Forum hoch intelligente Personen kommentieren. Allerdings erkenne ich auch,dass Intelligenz mit Vernunft nicht unbedingt deckungsgleich ist. Eine funktionierende Armee braucht eine konkurrenzfähige Luftraumverteidigung (Luft wie am Boden). Aktuell beginnen alle Kriege mit einer Luftsäuberung, dann sind die Bodentruppen wehrlos. Russland hat dies eindeutig im Syrienkrieg demonstriert. Die Schweiz braucht die neuen Kampfflugzeuge unbedingt!
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