Zum Inhalt springen
Inhalt

Reformprogramm der SRG Teil der Radio-Information zieht nach Zürich um

  • Der grösste Teil der Radio-Informationsabteilung zieht nach Zürich um. Das hat der SRG-Verwaltungsrat entschieden.
  • Insgesamt 170 Arbeitsplätze sind davon betroffen.
  • Untergebracht wird die Radio-Information am Standort Leutschenbach.
Aussenaufnahme des Radiostudios in Bern
Legende: Nach dem Umzug wird ein Teil der Generaldirektion in das Radio-Gebäude an der Schwarztorstrasse einziehen. SRF/Martina Koch

Die Verlegung von insgesamt 170 Arbeitsplätzen soll vorbehältlich des Konsultationsverfahrens ab Ende 2020 stattfinden. Trotz des vorgesehenen Teilumzugs bleibt die SRG in der Stadt Bern mit 550 Mitarbeitern präsent.

Den Antrag zur Verlagerung hatte die SRF-Geschäftsleitung gestellt. Mit der Massnahme werden jährlich 5 Millionen Franken gespart. Dies geschehe, ohne Arbeitsplätze abzubauen und ohne das Programm zu tangieren. Insgesamt will die SRG 100 Millionen Franken sparen.

Legende: Video SRG-Verwaltungsratspräsident Cina begründet den Entscheid abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.09.2018.

Unternehmen zukunftsfähig machen

«Wir haben das gemacht, was wir im Rahmen der No-Billag-Initiative gesagt haben: Wir haben uns verpflichtet, die Gebührengelder effizient einzusetzen und ein Sparprogramm durchzusetzen», erklärte SRG-Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina. Im digitalen Wandel mache man das Unternehmen gleichzeitig zukunftsfähig. Der Umzugsentscheid sei darauf ausgerichtet, auf das veränderte Mediennutzungsverhalten die richtigen Antworten zu geben.

Legende: Video Alec von Graffenried, Stadtpräsident von Bern, zeigt sich enttäuscht abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.09.2018.

«Verlust von Vielfalt»

Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried befürchtet, dass sich die Konzentration der SRG-News-Sparte in Zürich negativ auf die Qualität der Berichterstattung auswirken wird. «Die angestrebte Konvergenz dürfte eher zu einer Angleichung der Formate und somit zu einem Konturverlust der einzelnen Sendungen führen», schreibt der Stadtpräsident in einer Mitteilung.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Michael Rytz (Michael Rytz)
    SRF bi de Lüt? Die No-Billag-Debatte zeigte: Ein unabhängiges Schweizer Radio und Fernsehen, das die Vielfalt der Schweiz abbildet, sollte uns etwas wert sein. Damit dies möglich ist, braucht es mehr als nur einen starken Standort, wo Fernsehen und Radio produziert wird. - Und nun, das SRF entscheidet, das Radiostudio Bern abzubauen und sich in Zürich zu konzentrieren. Als treuer SRF-Radiohörer bin ich von diesem Entscheid enttäuscht und mein Vertrauen in die SRF-Leitung schwindet...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Charles Morgenthaler (ChM)
    Wer hat sich denn am lautesten für die No Billag Initiative eingesetzt? Es war die SVP, inklusive der Berner SVP nota bene. Es hat zwar nicht ganz geklappt, aber SRF erhielt doch einen Sparauftrag. Nun setzen sie diesen eben um, kein Berner SVP Wähler soll jetzt deswegen jammern, besser vorher überlegen wo das Machtzentrum ihrer Partei liegt und die Konsequenzen abschätzen. Gruss von einem (nicht SVP) Berner.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Luca Flepp (LF)
    Das ist das erste mal, dass ich von jemandem gehört habe, dass er Geld spart, indem er nach Zürich zieht :)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen