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BAG: Bessere Rückverfolgung von Reisenden aus Risikogebieten
Aus HeuteMorgen vom 30.07.2020.
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Reisende aus Risikogebieten BAG will Daten schneller an Kantone liefern

Wer aus Risikogebieten in die Schweiz einreist, muss in Quarantäne. Viele Daten der Einreisenden fehlen aber bislang.

Kantone sind angehalten, mit Stichproben zu überprüfen, ob die Einreisenden aus Risikogebieten sich auch an die Quarantäne-Vorgaben halten. Nur erhalten die Kantone vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) kaum Daten, die sie überprüfen können.

«Bisher waren diese täglichen Meldungen wirklich an einer Hand abzuzählen – mit zehn Tagen Verzögerung», zieht der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) Lukas Engelberger Bilanz in seinem Kanton, in Basel-Stadt.

Bisher waren diese täglichen Meldungen wirklich an einer Hand abzuzählen – mit zehn Tagen Verzögerung.
Autor: Lukas EngelbergerGesundheitsdirektorenkonferenz

Einreisemeldungen von potenziellen Trägern des Coronavirus, die mit zehntägiger Verzögerung eintreffen? Die kantonalen Kontrollen würden so zur Farce. «Ich hätte schon die Erwartung, dass jetzt die Datenlieferungen rasch verbessert werden», fordert Engelberger.

Passagiere warten beim Gepäckband am Flughafen
Legende: Wer z.B. aus Kosovo in die Schweiz reist, muss sich in Quarantäne begeben. Keystone

BAG reagiert auf Kritik

Dieser Wunsch wird jetzt erhört. «Wir sind daran, zusätzliches Personal einzustellen, damit wir grössere Stichproben oder allenfalls eben auch vollständige Datensätze liefern können», sagte Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung beim BAG. Konkret werden laut Mathys ungefähr sechs Personen neu angestellt werden, die eigens die Kantone mit Daten der Fluggäste versorgen sollen.

Wir sind daran, zusätzliches Personal einzustellen.
Autor: Patrick MathysBundesamt für Gesundheit

Aus Datenschutzgründen sei es aber ausgeschlossen, dass Passagierlisten vollständig weitergeleitet würden. Mathys verspricht aber, dass die Kantone die Daten künftig schneller erhalten sollen. Ziel sei es, dass diese Daten in zwei bis drei Tagen übermittelt würden, so Mathys weiter. «Und zwei Tage wäre dann auch die Frist, die einer Passagierin oder einem Passagier zur Verfügung steht, sich beim Kanton zu melden.»

Keine Testpflicht an Flughäfen

So sehen also die konkreten Verbesserungsansätze des BAG zu den Rückverfolgungen der Einreisenden aus Risikogebieten aus. Der Feinschliff entstehe jetzt in Absprache mit den Kantonen.

Nur wenig halten BAG-Experte Mathys und GDK-Präsident Engelberger von einer Testpflicht für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten, wie das in Deutschland derzeit intensiv diskutiert wird. Beide sagen sie aber auch: Das könne sich schnell ändern, wenn die Corona-Fallzahlen massiv anstiegen.

SRF 4 News, Heute Morgen, 30.7.2020, 6:00 Uhr

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Stöckli  (Lac Léman-Fan)
    Und immer noch schuldet uns das BAG folgende Zahlen: bei wievielen Personen, die 10 Tage in Quarantäne mussten, war diese Massnahme gerechtfertigt? Wieviele dieser Personen trugen denn tatsächlich das Virus in sich und wurden krank? Solange über diese Zahl Stillschweigen herrscht, wage ich eine Prognose: ich nehme an, keine einzige Person wurde in Quarantäne krank, bei keiner einzigen Person war diese einschneidende und freiheitsberaubende Massnahme gerechtfertigt.
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  • Kommentar von Susanna Cella  (PlatonSokrates)
    Wer bewusst in ein Risikoland fliegt sollte bereits dann und bei der Rückkehr erfasst werden.Ich verstehe nicht warum der Bund zuwartet bis die Zahlen steigen.Nichts gelernt aus den vergangenen Monaten?Auch sollte es nicht schwierig sein Passagierlisten direkt den zuständigen Kantonen zu übergeben,es wäre auf jedenfall sicherer.Auch interessant:wie viele der Personen aus Risikoländern melden sich wirklich?Der Bund kann die Passagierlisten haben,warum nicht auch die Kantone?
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    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Der Bund/BAG muss doch vorher noch alles kontrollieren. Und das dauert. Es könnte ja mit dem Datenschutz nicht Vereinbar sein. Deshalb wird nachgedacht , überlegt und schon ist es zu spät. Aber jetzt kommt doch eine Einsicht: wir haben zu wenig Personal, wir sind bemüht das zu ändern.
      Und das dauert !
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  • Kommentar von Lukas Gubser  (Mastplast)
    Ich habe immer mehr dass Gefühl dass die Grenzen nur noch für Business offen gehalten werden sollen, freizeit soll in Zukunft nicht mehr als Systemrelevant gelten, inkl. aller Geschäfte die dsmit ihr Geld verdient haben.
    Schon bald wird die Forderung im Raum stehen die Arbeitszeit massiv zu erhöhen um die Wirtschaft zu stützen.
    Zeit haben ja dann alle, wenn sonnst alles verboten sein wird.
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