Zum Inhalt springen

Header

Audio
Corona verdunkelt Zukunftsaussichten für viele SchülerInnen
Aus HeuteMorgen vom 17.02.2021.
abspielen. Laufzeit 02:12 Minuten.
Inhalt

Schule und Corona Mit der Angst fällt die schulische Leistung

Die schulischen Leistungen leiden unter Corona. Im Tessin haben SchülerInnen Angst, den Abschluss nicht zu schaffen.

Derzeit sind Fasnachts- und Sportferien – aber nicht alle Jugendlichen können sich erholen. Denn gut ein halbes Jahr vor Schulabschluss macht sich Corona in den schulischen Leistungen bemerkbar. Viele haben Angst, den Abschluss von zum Beispiel der Maturitätsprüfung nicht zu schaffen.

Eine von ihnen ist die 19-jährige Greta Merlini aus dem Kanton Tessin. Sie spricht gleich für alle ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, wenn sie von ihrer wachsenden Angst erzählt. Viele hätten Zukunftsängste.

Viele hätten schlechtere Noten, als früher. Merlini sagt, sie müsse mehr lernen, als vor der Pandemie, wenn sie ihren Notenschnitt halten möchte.

Neue Bedingungen überfordern und machen Angst

Die Situation sei stressig. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen könnten sich nicht mehr ablenken. «Wir könnten nicht ausgehen und keinen Sport machen.» Es bliebe ihnen nur noch, sich mit der Schule zu beschäftigen. Der Fokus auf die Schule führe aber nicht zu besseren Leistungen, sondern zu Angstgefühlen, so Merlini.

Das liege daran, dass es vielen SchülerInnen und Schülern schwerfalle, sich in dieser neuen, sich ständig verändernden Situation selber zu organisieren, meint der langjährige Lehrer und Gewerkschaftsvertreter Gianluca de Torre.

Die Schülerinnen und Schüler fänden keinen Lernrhythmus. Viele hätten Angst, dass die Wissenslücken aus der Zeit des Lockdowns bei den Abschlussprüfungen ans Licht kommen. Sie hätten Angst, dass es einen neuen Lockdown gibt. Diese Angst wachse ständig weiter und mit der Angst falle auch die Leistung.

Nicht nur ein Tessiner Problem

Der Tessiner Gewerkschaftsvetreter de Torre sagt, der Leistungsabfall sei wahrnehmbar. Häufig sähen er und seine Kollegen, dass sich das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler verändere, dass sie sich abkapseln würden und später seien dann schlechtere Noten sichtbar.

Dass die Schülerinnen und Schüler unter Druck sind, ist bereits an der gestiegenen Nachfrage nach Unterstützung beim Schulsozialdienst sichtbar. Das sei kein reines Tessiner Phänomen, bestätigt der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz. Auch in der Deutschschweiz seien die Schüler stark unter Druck. Nicht zuletzt, weil auch die Situation zu Hause im Elternhaus angespannt sei.

SRF 4 News, 17.02.2021, 06:00 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Hasel  (peterhasel)
    Wir haben während des Homeschoolings viele Themen nicht richtig bearbeitet. Dies hat die belastende Situation zusätzlich verschärft. Der verpasste Stoff wird nicht erneut im Präsenzunterricht erarbeitet und die Schüler stehen unter Stress. Überbetriebliche Kurse wurden verschoben oder sind zuhause bearbeitet worden. Zudem wissen diese nicht einmal, ob die voranstehenden Prüfungen stattfinden werden Wenn die Abschlussprüfungen stattfinden würden, wäre dies eine Zumutung für den gesamten Lehrgang
  • Kommentar von Yann Shmku  (Zauberfee)
    Finde den Titel komisch. Macht so keinen Sinn. Für mich suggeriert er eine positive Korrelation. Wenn die Angst fällt auch die schulische Leistung.Dem ist ja offenbar gerade nicht so.
  • Kommentar von Hugo Bazin  (pstcnowwd)
    Als Gymnasiast, der selber in einigen Monaten die Matura machen wird, muss ich sagen, dass wir an der 'normalen' Schule leiden. Es wird weiterhin genau so viel wie sonst von uns verlangt, jedoch haben wir in unserer Freizeit nichts anderes als Schule zu tun. Die Schule ist ausserdem kein sicherer Ort mit vielen fehlenden Massnahmen und eigentlich steigt das Gefühl weiter, dass einen Lockdown uns gut tun würde, weil ich mich überhaupt nicht auf die Ferien freue, mit all dem was noch zu tun ist.
    1. Antwort von Vale Nipo  (VNxpo)
      Auch ich bin Maturand und der gleiche Stoff den andere vor Corona lernen mussten, wird in einer kürzeren Zeit stark zusammenkomprimiert. Zwar versuche ich immer an meiner Resilienz zu arbeiten, lange halte ich aber nicht mehr durch. Es ist stressig und macht Müde (Schlaflosigkeit). Die Leistung entspricht der Quantität jedoch nicht der Qualität. Immer hat man das Gefühl das von einem extra viel erwartet wird. Das Feedback fehlt etc.. Die Angst begleitet mich und meine Mitschüler jeden Tag :(
    2. Antwort von Hugo Bazin  (pstcnowwd)
      @VNxpo Ich hoff es geht bei dir bald besser... man kann ja nur hoffen, dass wir da rasch durchkommen.