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«Ich gehe davon aus, dass die ersten Lockerungen nicht die Schulen betreffen»
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 09.04.2020.
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Schulen bleiben geschlossen Oberste Bildungsdirektorin rechnet mit längerem Fernunterricht

Die Schulen dürften höchstwahrscheinlich auch nach den Frühlingsferien geschlossen bleiben. Die Präsidentin der kantonalen Bildungsdirektoren Silvia Steiner (CVP) schickte in iher Funktion als Zürcher Regierungsrätin all ihren Lehrpersonen und Schulen einen Brief und kündigte darin an, der Fernunterricht werde voraussichtlich weitergeführt. Nach drei Wochen mit geschlossenen Schulen zieht Steiner eine durchzogene Bilanz.

Silvia Steiner

Silvia Steiner

Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK

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Die Juristin ist seit 2015 als Bildungsdirektorin in der Zürcher Regierung. Seit 2017 präsidiert Steiner zudem die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK.

SRF News: Wie sicher sind Sie, dass die Schulen auch nach den Frühlingsferien geschlossen bleiben?

Silvia Steiner: Wir leben jetzt schon seit einiger Zeit damit, dass es keinen sicheren Fahrplan gibt. Der Brief an die Lehrerschaft war mir ein Anliegen, um einerseits für das bisher Geleistete Danke zu sagen, aber auch, dass es nun gilt, nochmals Schnauf zu holen, um uns auf eine Fortsetzung des Fernunterrichts einzustellen. Der Bundesrat hat die Einschränkungen ja verlängert und ich gehe davon aus, dass die angekündigten ersten Lockerungen nicht die Schulen betreffen werden.

Welche Schüler trifft die Fortsetzung des Fernunterrichts am stärksten?

In den höheren Klassen ist der Fernunterricht recht gut angelaufen. Auf der Sekundarstufe standen wir ohnehin vor einem Digitalisierungsschub und wussten, da brauchte es einfach noch diesen Anstoss. Nun läuft das gut. Schwieriger ist es für die jüngeren Schüler. Nicht in erster Linie, weil sie im Umgang mit digitalen Medien noch nicht ganz so geübt sind. Denn diesen beherrschen sie oft erstaunlich gut. Aber der soziale Austausch ist für kleine Kinder noch viel wichtiger als für Jugendliche. Das Interaktive, das Lernen voneinander entfällt derzeit vollständig.

Wie fällt Ihre Bilanz nach drei Wochen Fernunterricht aus?

Die Bilanz ist, dass es funktioniert. Aber wir ziehen auch die Bilanz, dass wir es wieder schätzen, persönlichen Austausch zu haben. Und in die Schule zu gehen. Das ist eine wichtige Erkenntnis und zeigt, wie wichtig unser Bildungswesen für uns ist, dass es aber auch keine Selbstverständlichkeit ist.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 9.4.2020, 17:30 Uhr;

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44 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Herrmann  (#maskeauf)
    ...und die Jugend badet's wieder aus - gehört ja auch nicht zum Wahlvolk.
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  • Kommentar von Arthur Müller  (Arthur)
    Fernunterricht klappt mit selbständig denkenden Schüler*innen. Selbständigkeit verlangt aber eine Vorbereitung. SB denkende Jugendliche können durchaus gegen den Mainstream, die aktuelle kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung Stellung beziehen. Hier endet dann die Selbständigkeit. „Lern erst mal das richtige Leben kennen!“
    Sollten dann die LPs den SuS den (Denk-)Freiraum ermöglichen? Diese Form des Unterrichts passt unserer Gesellschaft nicht. Und zur SB befehlen funktioniert nic
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  • Kommentar von Beat. Mosimann  (AG)
    Schulen zu schliessen ist die falsche Richtung, ich frage mich ob alle Lehrer /innen Risikofaktoren darstellen?
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