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Schutz vor dem Coronavirus Impfdurchbrüche: Das sind die Zahlen des BAG

  • Trotz einer Impfung kann es zu einer Ansteckung mit dem Coronavirus kommen – wenn sich daraus eine Erkrankung entwickelt, spricht man von einem Impfdurchbruch.
  • Gemäss Zahlen des BAG sind Impfdurchbrüche jedoch sehr selten.
  • Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes beobachtet die Situation, um den Zeitpunkt für eine allfällige Auffrischungsimpfung zu bestimmen.
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Aus dem Archiv: Wirkt Moderna gegen die Delta-Variante?
03:53 min, aus Rendez-vous vom 21.07.2021.
abspielen. Laufzeit 03:53 Minuten.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass der Alt-Nationalrat Andreas Herczog trotz Impfung an Covid gestorben ist. Es ist nicht der erste Fall eines tödlichen Impfdurchbruches in der Schweiz. Insgesamt 47 Menschen sind nach aktuellen Zahlen des BAG bisher am Coronavirus gestorben, obwohl sie vollständig gegen das Virus geimpft waren.

Vor allem ältere Personen waren von Impfdurchbrüchen betroffen, die zu Hospitalisationen oder Todesfällen führten. So betrafen 39 der 47 Impfdurchbrüche mit tödlichem Verlauf Menschen über 80, wie der Situationsbericht des BAG zur Woche 36 zeigt. Bei den Hospitalisationen trotz vollständiger Impfung waren rund 65 Prozent der Betroffenen über 70-jährig.

Impfdurchbrüche nicht auszuschliessen

Die Zahl der Ansteckungen unter vollständig Geimpften – also Personen, die seit mindestens 14 Tagen mit zwei Impfdosen geimpft sind – erfasst das BAG seit Ende Januar 2021. Seither wurden 1845 solche Fälle gezählt. Der Vergleich zu allen vollständig Geimpften und den positiven Fällen, Hospitalisationen sowie Todesfällen zeigt, dass Impfdurchbrüche sehr selten sind.

Letzte Woche waren in der Schweiz 4'587'999 Personen vollständig gegen Covid geimpft. Von diesen Personen haben sich circa 0.04 Prozent (1845) trotzdem mit dem Virus infiziert, circa 0.004 Prozent (216) musste hospitalisiert werden und rund 0.001 Prozent (47) starb trotz Impfung.

Das BAG geht von einer «beträchtlichen Dunkelziffer» an geimpften Personen aus, die sich trotzdem anstecken, aber sich weder testen lassen noch medizinische Behandlung brauchen. Mit Blick auf die Impfrate und die Gesamtzahl der Fälle, Hospitalisationen sowie Todesfälle bewertet das BAG die Impfdurchbrüche als sehr niedrig.

Impfdurchbrüche lassen sich aber nie ganz ausschliessen, wobei die ansteckendere Delta-Variante eine neue Dynamik mit sich bringt. Gemäss Christian Münz, Professor für virale Immunbiologie an der Universität Zürich und Mitglied der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes, führe die Delta-Variante eher zu Impfdurchbrüchen als die Alpha-Variante. «Bei abfallenden Antikörperspiegeln bedeutet dies, dass früher ein Impfdurchbruch möglich ist.»

Keine Hinweise für Auffrischung

In Israel, den USA und im Vereinigten Königreich würde die Ausbreitung der Delta-Variante die Impfdurchbrüche massgeblich prägen, so Münz. Daten aus diesen Ländern würden darauf hindeuten, «dass 15 Prozent der geimpften Risikopatienten sechs Monate nach der Impfung nach einer Infektion wieder schwer erkranken könnten und daher hospitalisiert werden müssten».

Diese Daten sind wichtig für das BAG und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF). Es gilt herauszufinden, wann welche Personen nicht mehr vor einem schweren Verlauf geschützt ist, um allfällige Auffrischungsimpfungen zu planen. Vergangene Woche hiess es an der Medienkonferenz des BAG noch, dass es keinen Hinweis gäbe, dass eine Gruppe schon eine Auffrischung benötige.

Video
Christoph Berger, Präsident der EKIF, zur Auffrischimpfung (14.09.2021)
Aus News-Clip vom 14.09.2021.
abspielen

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 16.09.2021, 12:00 Uhr

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150 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Mischler  (romila)
    Rodger Hug
    (Rodger Hug)
    Gestern, 21:23 Uhr
    Ich bin so eins. Anti - Körper im Blut, aber nie krank gewesen. Höchstens leichtes schnupfen im August 2020.

    Meine Frage:
    Wie wurden denn die Antikörper festgestellt ?
    Mit welchen Test's ?
    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      sie werden durch einen Bluttest über den Arzt und Labor festgestellt
      Herr Mischler.
    2. Antwort von Rodger Hug  (Rodger Hug)
      Genau, beim Arzt Blut abnehmen und das auf Anti - Körper testen. Wenn man noch nicht geimpft ist, ist es sicher empfehlenswert...
    3. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Ich hatte im Jahre 1990 fünf Chemotherapien und seither waren meine Abwehrkräfte immer etwas reduziert. Ich lebe in der Dominikanischen Republik und wollte vier Wochen nach der zweiten Impfung schauen, ob ich überhaupt Abwehr habe. Ich habe in einem modernen Labor meine Werte kontrollieren lassen. Kleiner als 33,8 BAU/mL ist der Impschutz gemäss Labor nicht gewährleistet. Bei uns kostet der Test nicht ganz 20 Franken.
  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Neue Unsicherheiten, neue Behauptungen. Das einzige was jetzt hilft, ist ein Antigentest.
    Statt in Unsicherheit, mit immer mehr Vermutungen zu leben. Ich pers. Werde einen
    machen lassen, das habe ich mir schon vorgenommen, als die ersten Diskussionen
    Über eine 3. Impfung begann. Der Preis beim Arzt ist ca SFR 70.— Hier könnte mal
    nachgedacht werden, ob sich die Kassen daran beteiligen !
    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Frau Wüstner, Warum sollten die KK sich an Ihrem freiwilligen Antigentest beteiligen? Ist Ihnen die Erkenntnis keine CHF 70 wert?
    2. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Doch Herr Meyer, mir ist es das mehr als wert und ich kann es auch zahlen.
      Aber ich denke auch an meine Mitmenschen, die es nicht so einfach können.
      Deshalb diese Frage !
    3. Antwort von Monika Mitulla  (momi)
      Vielleicht meinen Sie einen Antikorpertest, Frau Wüstner? S. dazu die Thematik in der gestrigen "Puls"- Sendung.
    4. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Richtig Frau Mitulla, den meine ich. Habe mich vertippt.
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Gerade dir Zahlen aus Israel zeigen schön, dass die Pfizer Impfung in der Gruppe 50+ ca 92% vor einer schweren Erkankung schützt. Schaut man die Gruppe 80+ an, so sieht man das die 93% geimpften nur 60% aller schweren Fälle verursachen. Die Impfung wirkt hervorragend.