Zum Inhalt springen

Header

Audio
Nur wenige Impfdurchbrüche in VD
Aus SRF 4 News aktuell vom 06.08.2021.
abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Inhalt

Wirkungsgrad der Impfungen Infiziert trotz Impfung: Das müssen Sie wissen

Auch vollständig Geimpfte erkranken vereinzelt an Covid-19. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu sogenannten Impfdurchbrüchen.

Wie sieht die aktuelle Studienlage zu den Impfdurchbrüchen aus? Es gibt vor allem Daten aus Israel und Grossbritannien. Diese zeigen, dass die mRNA-Impfstoffe noch zu 60 bis 80 Prozent vor einer Covid-Ansteckung mit Symptomen schützen. Die Spanne ist gross, weil sich die Situation verändert, die treibende Kraft dabei ist die Delta-Variante. Ganz wichtig: Vor sehr schweren Verläufen schützt die Impfung nach wie vor zu 93 bis 96 Prozent.

Am deutlichsten abgenommen hat der Schutz vor symptomlosen Ansteckungen: Dieser beträgt noch 40 bis 60 Prozent. Relevant ist diese Angabe für Geimpfte, die engen Kontakt mit Risikopersonen haben: Sie können überlegen, ob sie bei einem Treffen mindestens drinnen Maske tragen, um die Risikoperson gut zu schützen.

Welche Altersklasse ist vor allem von Impfdurchbrüchen betroffen?
Betroffen sind vor allem ältere Menschen, dies zeigen unter anderem Daten des Bundesamts für Gesundheit. Bei älteren Menschen ist das Immunsystem nicht mehr so aktiv – und man hat beobachtet, dass bei ihnen die Reaktion nach der Impfung nicht so gut ausfällt wie bei Jüngeren – und dass die Bereitschaft des Immunsystems danach auch wieder rascher absinkt – das heisst, dass sie schneller wieder ansteckbar sind.

Wie schwer erkrankt man als vollständig Geimpfter bei einem Durchbruch? Man beobachtet sämtliche Verläufe: von symptomlos bis zu schwerer Krankheit und auch einigen Todesfällen. Aber: Die Impfung hat prinzipiell einen positiven Einfluss auf den Verlauf, das heisst, Geimpfte erkranken in der Regel wohl weniger schwer, als es ohne Impfung geschehen wäre.

Es gibt mittlerweile einige Daten zu Menschen, die trotz Impfung ins Spital mussten: Mehrheitlich scheinen es Personen mit mehreren Risikofaktoren zu sein, also ältere Menschen, die zum Beispiel an Herzkreislaufkrankheiten leiden. Aber geimpften Patienten scheint es besser zu gehen als vergleichbaren ungeimpften Patienten. Sie haben zum Beispiel ein kleineres Risiko, zusätzlichen Sauerstoff zu brauchen. Auch verschwindet bei ihnen das Virus schneller wieder.

Was sind die Symptome bei einem Impfdurchbruch? Es können alle Symptome auftreten, die man auch bei ungeimpften Covid-19-Kranken beobachtet. Bei Geimpften ist der Verlauf in der Regel aber milder.

Gibt es bezüglich Impfdurchbrüchen Unterschiede zwischen den Impfungen von Moderna und Pfizer? Der Moderna-Impfstoff arbeitet mit der dreifachen Dosis verglichen mit jenem von Pfizer. Das hat zu Spekulationen geführt, ob er gegen die Delta-Variante wirksamer sein könnte. Aber das sind nach wie vor nur Spekulationen. Der SRF-Wissenschaftsredaktion sind derzeit keine direkten Vergleichsstudien der beiden Impfstoffe in der realen Situation mit der Delta-Variante bekannt. Deshalb kann man derzeit sagen: Man weiss es nicht.

Gibt es bei Impfdurchbrüchen eine erhöhte Gefahr von Mutationen? Nein. Wenn die Beobachtungen stimmen, dass bei Geimpften das Virus schneller wieder verschwindet, entstehen eher weniger Varianten. Denn es gilt: Je länger das Virus im Körper bleibt, desto öfter vermehrt es sich und desto mehr Viren entstehen, die alle potenziell eine neue Variante sein können.

Audio
Aus dem Archiv: Wirkt Moderna gegen Delta?
03:53 min, aus Rendez-vous vom 21.07.2021.
abspielen. Laufzeit 03:53 Minuten.

Info 3, 05.08.2021, 12:00 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

69 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von jan gmür  (Neutrino)
    Warum wird nicht erwähnt, dass der britische Regierungsberater Patrick Vallance erklärte, dass in GB 40% der Spitaleintritte Geimpfte sind. Das sind Zahlen aus dem Leben nicht aus einer Studie.
  • Kommentar von Julian Gross  (Steinhart)
    "Geimpfte erkranken vereinzelt". Ach ja? Ein Blick nach Israel und GB genügt.
    1. Antwort von Denise Golazsewski  (Denise Gola)
      JA, im Vergleich zu Ungeimpften. Auch Israel haben sich längst nicht alle impfen lassen und können.
    2. Antwort von Thomas Spirig  (lalelu)
      auch in israel und GB ist die relative wahrscheinlichkeit gemessen an der grundgesamtheit extrem gering als geimpfter zu erkranken. wenn in israel pro tag 5 personen hospitalisiert werden. alles ü85 jährige mit vorerkrankungen. dann sind davon halt 3 doppelt geimpft weil fast alle in dieser alterskategorie geimpft sind. einige von denen entwickeln eine nicht optimale immunantwort. dennoch würde man das mit dem ungeimpften ü85 vergleichen, die es fast nicht mehr gibt, sind es einzelne.
  • Kommentar von Andreas Schori  (malanders)
    @SRF: ich finde die Titelwahl sehr unglücklich. Der Titel allein bestätigt die Impfskeptiker.
    1. Antwort von Andi Briner  (RoyalFlush98)
      Dann empfehle ich jedem, nach dem Titel den Atikel zu lesen...