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Deutlich weniger Skifahrer auf Schweizer Pisten
Aus Echo der Zeit vom 27.12.2020.
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Skifahren Ruhige Festtage auf der Piste – Situation in Bergspitälern stabil

In den Schweizer Skigebieten waren die Feiertage ruhiger als üblich. Doch für eine Entwarnung ist es noch zu früh.

Können die Skigebiete offenbleiben, oder nicht? Die Frage war vor den Feiertagen umstritten. Der Bundesrat wollte den Wintersport unter bestimmten Bedingungen ermöglichen, sodass einige Kantone grünes Licht geben konnten: Graubünden, Wallis, Bern, Waadt, Freiburg und Tessin.

Doch die Restaurants auf den Pisten bleiben geschlossen, zum Teil gibt es ein Angebot zum Mitnehmen, Take-Away.

«Man vermeidet Ansammlungen»

Unter diesen Bedingungen sind weniger Gäste als üblich auf den Skipisten anzutreffen. Im Walliser Ski-Ort Saas Fee schätzt Simon Bumann, Chef der Saastal Bergbahnen, die Gästezahl auf rund die Hälfte im Vorjahresvergleich. Die Schutz-Massnahmen würden eingehalten: «Die Leute kommen von sich aus nicht mehr alle zur selben Zeit ins Skigebiet. Man vermeidet Ansammlungen.»

Skifahrer in Verbier
Legende: Es habe deutlich weniger Skigäste als normal in den Wintersportorten, sagen Tourismusdirektoren und Bergbahnen. Keystone

Dass sich die Gäste gut an die Regeln hielten, heisst es auch aus dem Berner Oberland, wo im Vergleich zu Saas-Fee normalerweise mehr Tagesausflügler und Wintersportlerinnen anreisen.

Lage ist stabil

Dass deutlich weniger Menschen skifahren oder snowboarden, spüren auch die Spitäler. Der Direktor des Spitalzentrums Oberwallis, Reinhard Zenhäusern, sagt, es würden zwar Patienten eingeliefert, die sich beim Skifahren verletzt hätten, doch benötigten diese selten Intensivpflege.

Ruhig war es auch bei den Covid-Patientinnen und Patienten – eine befinde sich in Intensivpflege. «Auf den Akut-Stationen ist die Lage stabil geblieben. Im Spitalzentrum Oberwallis sind insgesamt 22 Patienten mit Covid hospitalisiert, diese Zahl hat während der Woche nicht zugenommen.»

Ein Spital in Zürich.
Legende: Bislang haben Wintersportler die Spitäler nicht gravierend zusätzlich belastet, für Entwarnung ist es aber zu früh. Keystone

Noch kein Aufschluss möglich

Stabile Hospitalisationszahlen bei Corona-Infizierten stellen auch die Spitalverantwortlichen im Kanton Graubünden fest. Am Spital Thusis sagt Direktor Reto Keller stellvertretend für die 13 Akut-Spitäler im Kanton, es sei aber zu früh für eine Bilanz: «Es hängt auch davon ab, wie sich die Hospitalisationen mit Covid-Patienten entwickelt. Aktuell sind wir dort stabil. Ist dort aber ein Anstieg zu verzeichnen und es kommen zusätzlich Wintersportler dazu, kann es eng werden.»

Und das soll vermieden werden. Klar ist: Die Zahlen der Neuansteckungen, die Aufschluss geben über unser Verhalten während der Festtage, liegen erst in rund zehn Tagen vor.

Echo der Zeit, 27.12.2020, 18:00 Uhr

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Die Ärzte und Virologen sind also alles Dilletanten, weil die schärfere Massnahmen gefordert haben?
    So kommt es einem gerade vor wenn man den Titel des Artikels liest.
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    1. Antwort von Kurt Looser  (Dremel)
      Auch SRF muss zwischendurch mal von der Realität berichten, die Panikforce kommt ja genug zu Wort.
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  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Bis jetzt ist nichts, aber auch gar nichts eingetroffen, was die Experten und Expertinnen vorausgesagt haben. Weder Millionen von Toten allein in Europa, noch keine IP-Betten und Beatmungsgeräte mehr, noch überlastete Spitäler wegen verletzten Skifahrern etc.
    Wer soll den Voraussagen noch Glauben schenken?
    Beim Klimawandel trifft so fast alles ein, was prophezeit wird, und das ist auch eine sehr komplexe Materie.
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Es kommt auf das Sehen an. Effektiv ist fast alles eingetroffen was die Experten gesagt haben. Es gibt aber erstaunlich viele, die offenbar einfach nicht sehen wollen.
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    2. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Denken Sie etwas weiter! Man skizzierte Szenarien, welche eintreffen könnten, wenn man nicht handelt. Also hat man gehandelt und die Szenarien sind nicht eingetroffen. Ich finde diese Art der Kausalität sollte man schon noch begreifen. Warnungen dienen der Verhaltenskorrektur, das nutzen wir schon bei Kindern sehr erfolgreich. Bei Erwachsenen ist es deutlich schwieriger.
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    3. Antwort von Monika Mitulla  (momi)
      Es gibt Massnahmen, wie Händehygiene oder Abstand einhalten, welche unbestritten wirksam sind. Aber es gibt auch andere, wie die Schliessung von Restaurants, von welchen "angenommen wird", dass sie etwas nützen. Heute essen die Skisportler ihr Sandwich in den Warteräumen der Bergbahnen... Die Restaurants hi gegen hatten teure Schutzkonzeote erarbeitet...
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    4. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Ich bin zur Zeit in Tansania. Hier gibt es ausser aufgestellten Wasserbehältern und Seife zum Händewaschen überhaupt keine Massnahmen und auch überhaupt keine Probleme wegen des SARS-CoV-2 oder daraus resultierenden Covid19 Erkrankungen. Auch das sollte man anschauen. Wieviele der Probleme entstehen erst durch Testen, Panik und Angst verbreiten, Lockdowns und Dauercoronanews in den Medien.
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    5. Antwort von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
      Herr Reuteler: Im Frühjahr gab es Experten, die hundertausende von Toten prognostiziert haben, z.B. Herr Drosten in DE für DE. Und er ist nicht der einzige, der gründlich daneben lag. Glücklicherweise sind die Horror-Szenarien nicht eingetreten (ohne die Corona-Erkrankung zu verharmlosen). Wir sollten solche Fehleinschätzungen der Experten nicht einfach vergessen. Anm. Es gab auch noch Schweinegrippe- Vogelgrippe- BSE- Szenarien, welche viel gekostet haben und ...
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  • Kommentar von Markus Feierabend  (Quantenmechanik)
    Caduff Ne bin 54. und hab den Ernst der Lage begriffen. Kann mir nicht egal sein ob täglich ca. 100 Personen sterben. Annahme dass 5 Hinterbliebene sind sind dass 500 Personen am Tag die irgendwie betroffen sind. Die Personen die Beeinträchtigungen davon tragen sind hier noch nicht berücksichtigt. Und dann noch das Spitalpersonal welches am Zahnfleisch läuft. Aber ja geniessen Sie ihren Wunsch nach Normalität.
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