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Schwaches Börsenjahr AHV-Anlagefonds mit roten Zahlen

Legende: Video AHV-Anlagefonds im Minus abspielen. Laufzeit 01:30 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.12.2018.

Für die allermeisten Börsianer war das Jahr 2018 ein Jahr zum Vergessen. Da macht auch der Anlagefonds der AHV keine Ausnahme. Der Fonds, der für gewöhnlich die demographisch bedingten Defizite bei der AHV ausgleichen soll.

In einem Interview mit der «Schweiz am Wochenende» geht der Präsident des Anlagefonds, Manuel Leuthold, von einem deutlichen Rendite-Minus aus.

Er bestätigt das auch gegenüber der «Tagesschau». «Nach den guten und sehr guten Jahren 2016 und 2017 wird 2018 klar negativ sein. Die Finanzmärkte haben nicht geholfen und alle Anlagekategorien in die wir investieren, sind negativ. Wir erwarten eine Gesamtrendite von minus drei bis minus vier Prozent», sagt Leuthold.

AHV-Reserven schrumpfen

Nicht nur der Fonds ist unter Druck, sondern auch die AHV insgesamt. Wegen der Alterung der Gesellschaft gibt sie immer mehr für Renten aus, nimmt aber nicht genug ein, etwa durch Lohnbeiträge.

Dieses sogenannte Umlagedefizit der AHV wächst seit Jahren stark an. 2015 waren es 580 Millionen Franken, 2016 770 Millionen. Letztes Jahr betrug das Defizit bereits eine Milliarde und im laufenden Jahr dürfte es laut Leuthold bis zu 1,5 Milliarden Franken sein.

Diese Defizite konnten bislang nur dank der guten Renditen des Ausgleichsfonds abgefedert werden. Nun schreibt der Fonds rote Zahlen. Die Reserven der AHV schrumpfen.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Wenn die Bezüge laufend zunehmen (Asylwesen, immer älter werdende Rentner(innen) und die EU-Zwangsjacke (PFZ), wird die AHV in 25 Jahren völlig bankrott sein! Zu lange schon wird von nie eingezahlten Prämien nur noch jedem Ankömmling grosszügig ohne Gegenleistung Sozialgeld ausbezahlt!
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  • Kommentar von Heinz Gerber (rosenzeit)
    Komisch, ich bin mit meinem Börsendepot zwar wenig, aber gesamthaft 2% im Plus.. SwissLife, Berner Kantonalbank, Novartis, alle sind im Plus - Warum haben den alle Fondsmanager die Grossbanken im Depot, welche von 18 auf 12 Franken (Kurs der UBS) gefallen sind ? ist ja ihr Job, gutes auszuwählen.
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    1. Antwort von Alex Moser (AM)
      Falsch! Ihr Job ist es, für sich selber möglichst gute Provisionen herauszuholen... ;-) Die interessieren sich nicht für den AHV-Fonds - mit ihren Löhnen und Pensionskassen interessiert sie die AHV herzlich wenig!
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    2. Antwort von Beat. Mosimann (AG)
      @Heinz Gerber, bezüglich SwissLife, Berner Kantonalbank, Novartis, alle sind im Plus, die haben das Gute für sich und die AHV das Nachsehen. CH ein Sozialstaat u. Förderstaat, nur dass die AHV nirgends hinlangt trotz Pension, dann auch noch ohne den 13 ten auskommen muss, und obendrauf noch 100% Steuer zahlen......dass tut nur noch weh. Was für eine Wirtschaft, wie konnte das überhaupt aufgehen bis zum heutigen Tag?
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    3. Antwort von E. R. Röthlisberger (sodeli)
      Kann ja sein, dass die Zahlen nicht stimmen, damit die StimmbürgerInnen dem U-Steuer/AHV Paket zustimmen. Wo steht eigentlich was über angepasste Administratiom/Kostenstruktur an das voraussichtliche Resultat?
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  • Kommentar von Bernhard Meile (bm)
    Über schlechte Börsenjahre wird breit berichtet und damit Ängste geschürt. Auch der "demografische Überhang", dass immer zahlreichere Rentenbezüger die AHV schöpfen würden, wird in den Medien eingehend behandelt. Fette Börsenjahre werden höchstens beiläufig erwähnt. Und dass sich langfristig der demografische Überhang zurückbildet, wird ausgeblendet. Mit dieser ewigen Schwarzmalerei bereiten gewisse Kreise das politische Terrain für AHV-Rentenkürzungen...bei Milliardenüberschüssen beim Bund.
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