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Sechs Millionen Nachsteuern Kunstsammler Urs E. Schwarzenbach zahlt – Zwangsauktion abgesagt

  • Überraschung im Fall um den Kunstsammler Urs E. Schwarzenbach: Die für Dienstag angesetzte Zwangsauktion im Zürcher Auktionshaus Koller ist abgesagt.
  • Schwarzenbach hat der Eidgenössichen Zollverwaltung doch noch rund sechs Millionen Franken Nachsteuern gezahlt.
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Aus dem Archiv: Versteigerung von Schwarzenbachs Kunst abgesagt
Aus Schweiz aktuell vom 04.12.2019.
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Das Geld sei am Montagmorgen eingetroffen, sagte ein Sprecher der Zollverwaltung gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die insgesamt 158 Kunstwerke werden damit nicht zwangsversteigert. Darunter sind Werke von Gerhard Richter, Keith Haring und des russischen Gold- und Silberschmieds Fabergé.

Schwarzenbach schuldet der Zollverwaltung Millionen, weil er Kunstwerke in die Schweiz gebracht hatte, ohne die entsprechenden Einfuhrsteuern zu bezahlen. Die Zollverwaltung liess, um ihre Forderungen abzusichern, zahlreiche Kunstgegenstände beschlagnahmen.

Kunstwerke aus dem Dolder-Hotel beschlagnahmt

Dabei wurden im März 2017 auch rund 30 Kunstwerke aus den Räumen des Nobelhotels Dolder abtransportiert. Bereits im Dezember 2019 wollte die Zollverwaltung eine Zwangsversteigerung von Schwarzenbachs Kunstwerken durchführen. Der Milliardär hatte sich aber auf juristischem Weg erfolgreich dagegen gewehrt.

Mit der Zahlung der rund sechs Millionen Franken vom Montagmorgen sind aber noch nicht alle Forderungen gedeckt. Die Eidgenössische Zollverwaltung hat rechtskräftige Forderungen in der Höhe von rund 20 Millionen. Zudem sind weitere Verfahren am Laufen.

SRF 4 News, 21.6.2021, 11.00 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Ludwig  (Tlu)
    Mit seinem Verhalten und Geschäftsgebahren macht Herr Schwarzenbach beste PR für sein Grand Hotel, im negativen Sinne. Dies dürfte ihn bereits mehr als die Steuern gekostet haben, wenn er richtig rechnen würde. Wer will bei einem alten verbittertem Mann logieren und dinieren ?
    Der trotz Reichtum noch glaubt bescheissen zu müssen ? ...
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Die Eidgenössische Zollverwaltung hat rechtskräftige Forderungen in der Höhe von rund 20 Millionen. Warum wurde die Zwamgsauktion abgesagt, wo er nur 6 Milionen zahlt. Macht man bei solchen Millardären immer Ausnahmen? Er hat ein grosses Vermögen, also soll er restlichen 20 Millionen auch sofort zahlt, das wäre gerecht.
    1. Antwort von Urs Müller  (Jackobli)
      Was «recht» ist, ist nicht zwingend das, was individuelle Personen als «gerecht» empfinden.
      Natürlich könnte der Herr seine Dchulden bezahlen. Aber er klagt sich aus Prinzip durch alle Instanzen. Wir können davon ausgehen, dass man *sicher nicht* Ausnahmen macht, nur weil der Mann Kohle bis zum Abwinken hat. Ich finde diese explizite Unterstellung an die Zollverwaltung absolut unangebracht!
      Vermutlich stammen diese Firderungen aus unterschiedlichen Delikten oder Prozessen.
  • Kommentar von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
    Er muss also nachzahlen was er nicht bezahlt hat, ok. Und wie lautet die Strafe für dieses vergehen?
    1. Antwort von Christian Halter  (⌒o⌒)人(⌒-⌒)
      Ich bin zwar kein Rechtsexperte; vielleicht hat er sich aber aber des Schmuggels schuldig gemacht.
      Verboten werden sollte aber solche Knausrigkeit: hat Milliarden, will dann aber die Zollgebühren von ein paar Milliönchen umgehen (welche er locker aus der Portokasse zahlen könnte) und fängt dann einen Rechtsstreit mit dem Staat an, welche beide Parteien wohl locker auch ein paar Hundertausend, wenn nicht sogar Millionen kostet. Von Einsicht keine Spur. Schlimmer als Dagobert Duck.