Zum Inhalt springen

Header

Video
Appenzell Innerrhoden ist Corona-frei
Aus Tagesschau vom 18.07.2020.
abspielen
Inhalt

Seit Monaten Corona-frei Darum hat Appenzell Innerrhoden keine Corona-Fälle mehr

Seit Anfang Juni haben die offiziell bestätigten Covid-19-Fallzahlen in der Schweiz wieder zugenommen. Am Samstag wurden 110 Ansteckungen gemeldet. Im kantonalen Vergleich schwingt der Kanton Zürich mit 608 Fällen seit dem 1. Juni oben aus. Der Kanton Waadt verzeichnet 306 Fälle, das Wallis 152. In fast allen Kantonen gab es seitdem neue Fälle.

Aber eben nur in fast allen: Im Kanton Appenzell Innerrhoden verharrt die Zahl seit Ende April bei 0. Wie geht das?

Suche nach Erklärungen

«Wir haben hier diese Covid-19 Triagestelle vor dem Spital Appenzell. Und da werden täglich etwa sieben Tests durchgeführt», erklärt Landammann Roland Inauen die aktuelle Lage. Er ist froh, denn die Tests sind alle negativ. Seit Karfreitag schon. Warum sein Kanton seither verschont blieb, weiss Inauen nicht. Aber er sagt, in Appenzell Innerrhoden würden die Distanzregeln sehr genau eingehalten.

Wenn die Appenzeller einsichtig sind, kann man sich auf sie verlassen.
Autor: Roland InauenLandammann

Die Appenzeller könnten sehr widerborstig sein, sagt Inauen. Aber wenn eine Massnahme verlangt werde, dann hielten sie sich dran. «Wenn sie einsichtig sind. Da kann man sich drauf verlassen.»

Video
Roland Inauen: «Wenn es einsichtig ist, halten sich die Appenzeller daran»
Aus Tagesschau vom 18.07.2020.
abspielen

Keine Fälle trotz zahlreicher Touristen

Der Kanton mit gerade mal 16'000 Einwohnern ist dünn besiedelt und nicht gerade für seine «wilde» Clubszene bekannt. Auch der öffentliche Verkehr hat hier eine kleinere Bedeutung.

Abgeschottet aber ist Appenzell Innerrhoden nicht. Im Gegenteil. Zahlreiche Touristen statten dem historischen Zentrum einen Besuch ab. Fast alle aus der Schweiz. Es laufe überraschend gut, sagt der Innerrhoder Gastro-Präsident und Hotelier Stefan Sutter.

Im Juli haben wir noch mehr Buchungen als im letzten Jahr.
Autor: Stefan SutterHotelier

Der Tourismus nahm schnell wieder Fahrt auf. Das sei sehr erfreulich, sagt Sutter. «Als es dann wieder losging, hatten wir Buchungen wie verrückt und im Juli haben wir noch mehr Buchungen als im letzten Jahr.» Das höre er auch von Kollegen.

«Gesunde Leute, gesunde Luft»

In der Hauptgasse kann man über den positiven Sonderstatus des Kantons nur spekulieren. «Ich denke, wir haben uns von Anfang an einfach an die Regeln gehalten», sagt eine Passantin. Ein weiterer schliesst von der Natur auf die Gesundheit der Leute, verweist aber auch auf die Regeln: «Gesunde Leute, gesunde Luft und Abstand halten.»

Video
Die Meinungen auf der Strasse
Aus Tagesschau vom 18.07.2020.
abspielen

Dass es trotzdem wieder neue Fälle geben könnte, ist Landammann Inauen aber klar. Man sei auf Nadeln. «Das Virus ist nicht verschwunden». Das zeigten auch andere Kantone und die Beispiele aus dem Ausland. «Das kann plötzlich wieder losgehen.»

Das kann plötzlich wieder losgehen.
Autor: Roland InauenLandammann

Und so ist es vielleicht auch eine Frage der Zeit, bis Appenzell Innerrhoden nicht mehr der weisse Fleck auf der Schweizer Karte ist.

Tagessschau; 18.07.2020; 19:30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

33 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Richard Meier  (meierschweiz)
    Gibt es auch Erkenntnisse darüber, weshalb im Kanton Genf so viele positive Corona-Tests zu verzeichnen sind?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Markus Bossert  (EEE)
      Vermutlich weil viel getestet wird. Je mehr getestet wird, desto höher sind die Zahlen. Das ist ja inzwischen ein altbekanntes Spiel.
      Kommt hinzu, dass Genf sehr dicht besiedelt ist. Wo viele Menschen auf kleiner Fläche leben, ist auch der Abstand zwischen den Menschen generell kleiner. Man kommt sich viel schneller physisch nah. Nur schon Fahrgemeinschaften gibt es in der Stadt auch viel mehr. Wenn 4 Personen im Auto sitzen, sind die schon viel näher und ungeschützter als im Zug.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Norbert Kurz  (Norby)
    AI hat die tiefsten Krankenkassenprämien der Schweiz.
    Sie sind extrem gesund und/oder rennen nicht wegen einem Pfnüsel zum Dokter.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    Wenig ÖV: ja.
    Engere Begrüssungsrituale: abseits von Händeschütteln haben sich hier nie wirklich durchgesetzt
    Clubszene: gibts nicht, dafür hohe Beizendichte
    Abgeschottet: nein, jeder zweite arbeitet ausserhalb des Kantons. Arbeitsweg allerdings grösstenteils mit Auto. Zudem hoher Tagestourismus.
    Disziplin: eher nicht, Maskenträger fand man selbst beim Coronahöhepunkt in Migros/Coop nur mit der Lupe

    PS: bin aus der Region
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Dank der hohen Motorisierung ist ein Besuch der Clubszene in Zürich (oder St. Gallen, sofern vorhanden) kein Riesenproblem…
      Ablehnen den Kommentar ablehnen