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Zustimmung für obligatorischen Dienst für Frauen und Männer
Aus Tagesschau vom 22.06.2021.
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Sicherheitsstudie der ETH Mehrheit unterstützt Dienstpflicht für beide Geschlechter

  • 67 Prozent der Schweizerinnen und Schweizern unterstützen eine Dienstpflicht für Männer und Frauen. Das sind 14 Prozentpunkte mehr als 2015.
  • Das zeigt eine aktuelle Sicherheitsstudie der ETH Zürich, die heute publiziert wurde.
  • Gemäss der Untersuchung hat das Vertrauen während der Corona-Pandemie in den Bundesrat, das Parlament, die politischen Parteien und die Gerichte zugenommen.

In der Schweizer Stimmbevölkerung sei eine hohe Bereitschaft vorhanden, «einen obligatorischen Dienst für Männer und Frauen mit freier Wahl zwischen Militär-, Zivil- oder Sozialdienst zu unterstützen» (Stand Januar 2021). Das zeigt die jährlich durchgeführte Untersuchung der Militärakademie (Milak) und dem Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich.

Die Notwendigkeit der Armee wird von knapp drei von vier der Befragten befürwortet, wie die ETH-Untersuchung weiter zeigt. Das entspricht dem Niveau des Vorjahres. Nach dem ersten Corona-Einsatz der Armee im Frühjahr war die Stimmbevölkerung historisch stark von der Leistung und der Notwendigkeit der Armee überzeugt.

Vertrauen in Institutionen gestärkt

Angesichts der teilweise harschen Kritik von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft an der Corona-Politik überraschen weitere Erkenntnisse der Studie: Das mittlere Vertrauen in Schweizer Institutionen sei im Januar 2021 überdurchschnittlich hoch gewesen und gegenüber Januar 2020 gestiegen, heisst es in einer Mitteilung. Nach wie vor ist das Vertrauen in die Polizei, die Wissenschaft und in die Gerichte am grössten. Dem Bundesrat werde ebenfalls überdurchschnittlich stark vertraut.

Die Studie «Sicherheit 2021», Link öffnet in einem neuen Fenster zeigt weiter, dass sich junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren deutlich häufiger in ihrem Arbeitsleben, ihrem Freizeitverhalten und in ihrer psychischen Gesundheit durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt fühlen als ältere Personen. Das deckt sich mit weiteren aktuellen Untersuchungen.

Kaum Bedrohung wahrgenommen

Das allgemeine Sicherheitsempfinden der Schweizer Stimmbevölkerung ist gemäss der Studie mit 95 Prozent unverändert hoch. Der Zukunftsoptimismus in Bezug auf die Schweiz ist im Januar 2021 mit 83 Prozent hingegen geringer als im Januar 2020. Die positive Zukunftseinschätzung der weltpolitischen Lage ist dagegen gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozentpunkte gestiegen.

Zur Studie

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Die Daten der Studie «Sicherheit 2021», Link öffnet in einem neuen Fenster wurden zwischen dem 5. und 26. Januar 2021 durch das Meinungsforschungsinstitut Link erhoben. Hierfür wurden 1228 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger aus der Deutschschweiz, der Westschweiz und dem Tessin telefonisch befragt. Der Stichprobenfehler liegt bei einem Sicherheitsgrad von 95 Prozent im ungünstigsten Fall bei plus/minus 2.9 Prozentpunkten.

«Insgesamt fühlen sich Schweizerinnen und Schweizer ausserdem kaum bedroht», heisst es weiter. Als vergleichsweise erhöht wird die Bedrohung durch eine Pandemie, durch Cyber-Angriffe, durch die Verbreitung von Fake News oder durch eine Wirtschaftskrise eingeschätzt.

Annäherung an die EU abgelehnt

Aussenpolitisch bevorzugt die Schweizer Stimmbevölkerung laut Studie «eine neutrale, politisch autonome Schweiz, die nur in wirtschaftlichen und humanitären Belangen mit anderen Staaten kooperiert». Während einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der EU zugestimmt wird, werden auch Anfang 2021 eine EU-Annäherung und ein EU-Beitritt von einer klaren Mehrheit abgelehnt. Mehr Befragte als im Vorjahr sind der Ansicht, dass die Schweiz stärker mit der Uno kooperieren sollte.

SRF 4 News, 22.06.2021, 13:00 Uhr;

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Fabrizio Gamp  (Fgamp)
    Variante: Monate von Schwangerschaftsende&Babybeginn zählt als "Dienstpflicht" àla Mutterschaftsurlaub, aber nur bis zu 2 Kindern in Familie und mit Vertrag, man kümmere sich lebenslang um Kinder und bleibt Jahre in Schweiz. Klingt nach nationalistischer Familienplanung, sollte jedoch einfach im Masse fördern und nicht Kindermassen mit überforderten, unbedacht auszeiterzielenden Eltern. Falls Mutter ungebremst erwerbstätig, so zählt natürlich auch Vater. Und Zehnkinderfamilie bleibt gestattet:-)
  • Kommentar von Andreas Wiedler  (infonews)
    Wir blicken ja so gerne über den Gartenhag, ganz speziell nach Skandinavien.... in Schweden und Norwegen (unsere geheimen Vorbilder) ist die Wehrpflicht für Frauen schon länger obligatorisch.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Andreas Wiedler: Und auch Rentenalter 67 für Mann und Frau bereits umgesetzt.
    2. Antwort von Andreas Wiedler  (infonews)
      @ Leu... genau! Sind die Läbder nun immer noch Vorbilder oder nur noch, wenn es um Vaterschafts- uns Mutterschaftsurlaub geht?
  • Kommentar von Mirjam Hoss  (Snipsnapper)
    Gleiche Rechte, gleiche Pflichten.

    Das Argument der Grünen, Frauen würden bereits heute genug kostenlos arbeiten, im Haushalt, bei der Pflege von Verwandten, zieht nicht, denn gegen Zweiteres hat jede Frau die Freiheit, NEIN zu sagen; übernimmt sie den Löwenanteil im Haushalt und pflegt sie Angehörige, so hat sie dem zugestimmt, und sei es durch Duldung, ergo Unterlassung der Verweigerung.