Zum Inhalt springen

Header

Video
In Mürren bleiben die britische Touristen weg
Aus Tagesschau vom 26.12.2020.
abspielen
Inhalt

Kein «British English» Die Briten werden in Mürren nicht nur wegen dem Geschäft vermisst

Frischer Pulverschnee, viel Platz auf Lift und Piste, glückliche Skifahrer. Es ist ein Prachtstag für die Wintersportler. Für die, die ihn geniessen dürfen. Denn einige fehlen heute – die Briten.

Das ist speziell, denn normalerweise hört man im Berner Oberländischen Mürren um die Festtage herum fast mehr «British English» als «Schwiizerdütsch». Doch in diesem Jahr sind viele britische Touristen gar nicht angereist. Und die, die da sind, sind in ihren Chalets in Quarantäne.

Es gehört zum Ganzen, gibt auch ein bisschen das Flair.
Autor: Samuel BichselMürren Tourismus

Meistens ist Mürren über diese Tage ausgebucht, die Betriebe am Anschlag. Das ist nun anders: «Die englische Sprache ist sonst ziemlich stark vertreten. Aktuell hört man diese Sprache praktisch nicht», sagt Samuel Bichsel, Geschäftsführer von Mürren Tourismus. Und fehlt das auch? «Ja, es tut schon ein bisschen weh, es gehört zum Ganzen, es gibt auch ein bisschen das Flair, das zu Mürren gehört.»

Eiger, Mönch und Jungfrau
Legende: Eiger, Mönch und Jungfrau. Wegen der spektakulären und berühmten Alpenkulisse ist Mürren ein beliebtes Ziel. SRF

Briten in Mürren – das hat eine lange Tradition. Vor allem wegen dem Ski-Pionier Arnold Lunn. Er gründete einen Skiclub, der heute noch viele Briten anzieht. «Es ist ganz schön hier. Ich glaube zum Skifahren, und Berge, und ein bisschen Geschichte, alle diese Dinge», meint Bernie Lunn, sein Enkel.

Lunn besucht an diesem Tag den Vizepräsidenten des Skiclubs, Simon Rigby. Denn dieser sitzt, wie alle eingereisten Briten, in Quarantäne. «Ich vermisse das Skifahren! Wunderschöner Schnee, und ich stecke in der Quarantäne fest. Aber morgen komme ich raus, und ich werde der erste auf dem Skilift sein», sagt Rigby von seinem Balkon herab zu seinen Besuchern.

Zu sehen eine Interviewszene
Legende: Der Vizepräsident des Skiclubs, der Brite Simon Rigby, sitzt aktuell noch in Quarantäne. SRF

In anderen Jahren sind bis zu 40 Prozent der Weihnachtsgäste im Hotel Eiger Briten. Er vermisse sie, sagt Adrian Stähli vom Hotel Eiger. Nicht nur wegen des Geschäftes: «Weil natürlich eine lange Beziehung zwischen unserer Familie und vielen englischen Familien besteht, die hier Ferien machen.»

Teilweise seien sie auf der ganzen Welt verstreut und kämen dann hier um Weihnachten zu feiern, so Stähli. Trotz Corona – die Freundschaft zwischen Mürren und den Briten lebt weiter.

Tagesschau vom 26.12.2020, 19.30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

31 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Adrian Roth  (A.Roth)
    Zu den Touristen:

    Was ist in Verbier passiert? Wie kann ein Gemeindevertreter, nach Ischgl, so eine Aussage machen? Die Unterstützer soll man zur Versntwortung ziehen.

    In Verbier sind über 300 Engländer in einer Nacht- und Nebelaktion verschwunden! Dies unter Umgehung der Quarantäne-Vorschriften.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
    Erst die Tourisen anlocken, das flockige Urlaubsland spielen.
    Und dann plötzlich alle Schotten zu, weil man festgestellt hat, das da ja noch diese Pandemie ist, an der so viele Menschen sterben oder davon Folgeschäden bekommen können.
    Von den Reisenden aber mindestens genauso verantwortungslos in so einer Zeit wie dieser unbedingt in ein Flugzeug steigen und weit weg Skifahren zu müssen.
    Eigentlich Stoff für eine schlechte TV-Familienkomödie, wenn es nicht so ernst wäre.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Lesek Hottowy  (Lhot)
    Also wieso man Einreisen aus dem Ausland beschränkt, entzieht sich meinem Verständnis. Die Schweiz .ist ja das am meisten infizierte Land.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen