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Interview mit Jacqueline Badran
Aus HeuteMorgen vom 20.12.2019.
abspielen. Laufzeit 02:56 Minuten.
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SP-Präsidium zu vergeben Jacqueline Badran will nicht an die Parteispitze

Nach zwölf Jahren an der Spitze der SP gibt Christian Levrat im Frühling 2020 das Amt des Parteipräsidenten ab. Nun kandidieren mit Mattea Meyer und Cédric Wermuth zwei noch junge SP-Politiker für den Chefposten. Als Anwärterin gehandelt wurde unter anderem auch Jacqueline Badran. Im Interview mit SRF News gibt sie nun ihren Verzicht bekannt, will aber das mögliche Führungsduo Meyer/Wermuth unterstützen.

Jacqueline Badran

Jacqueline Badran

SP-Nationalrätin

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Die 58-jährige Zürcher Unternehmerin sitzt seit 2011 für die SP im Nationalrat.

SRF News: Zwei Leute an der Parteispitze. Ist das eine gute Idee?

Jacqueline Badran: Mir persönlich gefällt das. Es hätte auch nur eine Person sein können. Von den Spitzenpolitikerinnen oder Spitzenpolitikern stellt sich bislang ja niemand zur Verfügung.

Mattea Meyer und Cédric Wermuth zählen zum linken Flügel der SP und vertreten somit die gleiche Richtung. Viele werden nun sagen, dass das nicht geht.

Nein, das ist sogar zwingend, dass sie die gleiche Richtung vertreten. In einem Co-Präsidium muss man sich vertrauen können. Das ist gut, dass sie inhaltlich, thematisch und persönlich sehr gut harmonieren.

Sie wurden ja auch als mögliche Kandidatin für das SP-Präsidium gehandelt. Treten Sie an?

Nein, das haben ja verschiedene Journalisten und der ehemalige Preisüberwacher Rudolf Strahm ins Spiel gebracht. Leute, die mich kennen, hätten merken müssen, dass ich das nicht mache.

Ich bin zwar mit Leib und Seele Politikerin, aber ich bin auch mit Leib und Seele Unternehmerin.
Autor: Jacqueline Badran

Ich bin zwar mit Leib und Seele Politikerin, aber ich bin auch mit Leib und Seele Unternehmerin. Ich habe eine super Truppe, die besten Mitarbeiter der Welt. Die lasse ich niemals im Stich.

Wermuth und Meyer.
Legende: Wermuth und Meyer wollen die SP in eine erfolgreiche Zukunft führen. Keystone

Meyer und Wermuth sind noch recht jung. Müsste man die zwei bei einer allfälligen Wahl nicht noch unterstützen?

Ja, auf jeden Fall. Ganz sicher überlege ich mir, was mein Teil daran ist. Natürlich haben die beiden Schwächen.

Sie sind jung, sie haben weniger Lebenserfahrung.
Autor: Jacqueline Badran

Wir werden versuchen eine Truppe zusammenzustellen, die die Schwächen des Duos kompensiert, eine gewisse thematische Breite repräsentiert und so die Kompetenzen sortiert. Die SP war schon immer eine sehr breite Bewegung. Wir werden schauen, dass diese Breite und auch Lebenserfahrung in diesem Präsidium vorhanden sind.

Demnach werden Sie also für das Vize-Präsidium kandidieren.

Sie können davon ausgehen, dass ich mir das gut überlege, ob ich eine geeignete Rolle einnehmen kann.

Das Gespräch führte Philipp Burkhardt.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Die Meinung von Frau Badran muss man voll und ganz akzeptieren, es wird eben auch klar, dass für sie Politik nicht alles ist. Wenn eine Partei sich zu weit zu einem Flügel hin entwickelt wird diese dasselbe Fiasko erleiden wie die SPD.Eine gemässigte Politik die sich an den Forderungen und Möglichkeiten orientiert ist eben noch immer besser. WERMUTH mit seinen verqueren Sozialismus-Ideen ist doch nur eine vorübergehende Farce.
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    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Die Schweizer SP ist eine Linkspartei und soll auch dazu stehen. Die SPD in DE hat kaum mehr etwas mit einer Linkspartei zu tun und stürzt auch deswegen bei den Wahlen ab. Sich selbst treu zu bleiben ist zentral und so bleibt man glaubwürdig, auch wenn man einen geringeren Wähleranteil hat. Wieso sollte man eine Mitte-SP wählen, wenn es in der Mitte genug andere Parteien gibt?
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Mattea Meyer und Cédric Wermuth für den Chefposten. Wäre die grösste Fehlentscheidung.
    Besonders Wermuth wäre die falsche Wahl. Es braucht erfahrene Politiker, die auch im Leben schon etwas geleistet haben und zugleich Lebenserfahrung haben. Hoffe für die SP, dass sich die geeignete Person/en finden lässt.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Dann mal im Sinne der sozialpolitisch anspruchsvollen Jahren, die da kommen, wünsche ich der SP ein gute und mutige Wahl.
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