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Die Bankomat-Sprenger
Aus 10 vor 10 vom 17.12.2020.
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Spektakuläre Überfälle Verhaftungen nach Bancomat-Sprengungen

Kriminelle Banden aus dem Ausland haben die Schweiz als Ziel ausgesucht – und sprengen Bancomaten. Nun zeigen Gerichtsdokumente: Es gibt bereits Verhaftungen.

Ein Verdächtiger befindet sich schon seit Monaten in der Schweiz in Untersuchungshaft. Der Rumäne wurde im Sommer von Österreich ausgeliefert. Ein mutmasslicher Komplize sitzt in Dänemark in Haft, ein Auslieferungsgesuch der Schweizer Behörden ist hängig.

Diese Informationen bringt ein aktuelles Urteil des Bundesstrafgerichts zutage. Der Rumäne hatte sich gegen die Verlängerung seiner Untersuchungshaft gewehrt – ohne Erfolg.

Beute von fast 127'000 Franken

Die beiden Männer werden verdächtigt, Mitte Dezember 2019 in Sevelen im Kanton St. Gallen mit Sprengstoff einen Bancomaten gesprengt zu haben. Die Täter haben damals fast 127'000 Franken Beute gemacht.

Das Urteil führt zudem aus, wie die Ermittler dem Duo auf die Spur kamen: Auf zwei in der Nähe des Tatorts gefundenen Geissfüssen fand sich jeweils die DNA eines der beiden Männer. Die DNA des Komplizen wurde auch an einem weiteren gesprengten Bancomaten im Kanton Zürich gefunden.

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Fedpol-Sprecher Florian Näf zu den Sprengmethoden der Bankomatdiebe.
Aus News-Clip vom 17.12.2020.
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Unveröffentlichte Zahlen des Bundesamts für Polizei Fedpol zeigen: In diesem Jahr haben kriminelle Banden 16 Mal in der Schweiz Automaten gesprengt oder es zumindest versucht. Die Zahl bleibt damit auf hohem Niveau – trotz Coronakrise und Einreisebeschränkungen. Letztes Jahr vermeldete der Bund mit 22 Fällen einen absoluten Rekord.

Mittlerweile wissen die Ermittler immer mehr über die Täter. «Sie agieren in Kleingruppen von drei bis vier Tätern. Sie stammen mutmasslich aus Osteuropa und französischen Banlieues», sagt Fedpol-Mediensprecher Florian Näf.

Wer sind die Hintermänner?

Welche Rolle spielten die verhafteten Männer bei anderen Sprengungen? Sind es gar Serientäter? Dazu und zu möglichen Spuren zu Hintermännern wollen sich Fedpol und die Bundesanwaltschaft nicht äussern.

Grundsätzlich sei die internationale Zusammenarbeit aber enorm wichtig, sagt Florian Näf: «Wenn an einem Tatort in der Schweiz eine DNA-Spur gefunden wird, kann es sein, dass sie hier unbekannt ist. Aber vielleicht in einem Verfahren im Ausland das entscheidende Puzzleteil ist, um die Ermittlungen voranzubringen.»

10vor10, 17.12.20, 21:50 Uhr

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Schengen hat der Schweiz nicht mehr Sicherheit gebracht!
    Schengen, das EU-Prinzip der offenen Grenzen, hat den Menschen in der Schweiz nicht mehr Sicherheit, sondern mehr brutale Kriminalität gebracht. Darunter leiden vor allem die Menschen in den Grenzregionen. Der Bundesrat bestreitet eine Verschlechterung der Sicherheitslage. Der Bundesrat muss aber endlich seine Kernaufgabe wahrnehmen und die Menschen in der Schweiz effizient schützen.
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