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Bundesrat ruft Kantone zum Handeln auf
Aus Tagesschau vom 04.12.2020.
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Stagnierende Corona-Zahlen Das sind die neuen Corona-Massnahmen des Bundesrats

Damit die Fallzahlen wegen der bevorstehenden Feiertage nicht explodieren, fordert der Bundesrat von den Kantonen strengere Massnahmen. Zudem hat er selber weitere Einschränkungen beschlossen, die ab dem 9. Dezember gelten.

Feiertage

  • Der Bundesrat empfiehlt dringend, Treffen im Privaten und in Restaurants auf zwei Haushalte zu beschränken und damit die Anzahl der Kontakte so gering wie möglich zu halten. Die Grenze von 10 Personen wird beibehalten.
  • Singen ist ausserhalb des Familienkreises und der obligatorischen Schulen verboten, sowohl im Freien als auch in Innenräumen. Unter das Verbot fallen nicht nur Chöre, sondern auch das gemeinsame Singen in Gottesdiensten und bei gewissen Silvesterbräuchen, die mit Gesängen verbunden sind.
Massnahmen für die Feiertage Es wird empfohlen, Treffen im Privaten und in Restaurants auf Personen aus maximal zwei Haushalten zu beschränkenPrivate Treffen Pro Kunde müssen 10m² zur Verfügung stehen (heute 4m² )Für kleine Läden (mit bis zu 30m² Ladenfläche) 5m² pro KundeEinkaufen in den Läden Obligatorische Erhebung von Kontaktdaten im Restaurant auf nationaler Ebene RestaurantsArbeitgeber werden aufgerufen, wenn möglich Homeoffice zu ermöglichenAusserhalb des Familienkreises und der Schulen ist das Singen unzulässig (im Freien, in Innenräumen)WeiteresQuelle: Bundesrat, 4.12.2020

Läden und Restaurants

  • Die Zahl der Personen, die sich gleichzeitig in einem Laden aufhalten dürfen, wird reduziert. Die Kapazitätsbeschränkung wird bis auf Weiteres verschärft, in grösseren Läden von heute 4 auf neu 10 Quadratmeter pro Kundin oder Kunde.
  • In Restaurants müssen in der ganzen Schweiz die Kontaktdaten eines Gastes pro Tisch obligatorisch erhoben werden, so wie dies verschiedene Kantone bereits eingeführt haben. In der Silvesternacht wird die Sperrstunde ausnahmsweise von 23 Uhr auf 1 Uhr verlängert, um das Risiko von ungeordneten Treffen im privaten Umfeld zu reduzieren, wie der Bundesrat mitteilt.

Skigebiete

  • Skigebiete sollen für den Inlandtourismus offen sein können. Wo die epidemiologische Lage kritisch ist, muss diese erst mit Massnahmen verbessert werden. Die Skigebiete benötigen ab dem 22. Dezember für den Betrieb eine Bewilligung des Kantons. Voraussetzung dafür ist, dass die epidemiologische Lage dies erlaubt und ausreichend Kapazitäten in den Spitälern, beim Contact Tracing sowie beim Testen sichergestellt sind. Auch müssen die Betreiber von Skigebieten strenge Schutzkonzepte vorlegen, welche die national einheitlichen Vorgaben umsetzen.
  • Für Skigebiete gelten keine Kapazitätsbegrenzungen. In allen geschlossenen Transportmitteln, also z.B. in Zügen, Kabinen und Gondeln, dürfen aber ab dem 9. Dezember nur zwei Drittel der Plätze besetzt werden. Das gilt für Sitzplätze und Stehplätze. Auf allen Bahnen, auch auf Ski- und Sesselliften, gilt eine Maskenpflicht. Beim Anstehen muss Maske getragen und der Abstand eingehalten werden.
  • Die Gäste von Restaurants in Skigebieten dürfen nur in den Innenbereich gelassen werden, wenn für sie ein Tisch frei ist. Im Innenbereich und auf den Terrassen gelten zudem die bestehenden Regeln weiter: Konsumation nur sitzend und maximal vier Personen pro Tisch, ausgenommen sind Eltern mit Kindern.
  • Die Kantone sind verpflichtet, die Regeln zu kontrollieren. Werden wesentliche Probleme festgestellt, sind die Skigebietsbetreiber zu ermahnen. Dauern die Missstände an, muss die Bewilligung entzogen werden. Die Kantone müssen zudem dem Bund über die Anzahl Kontrollen, die ausgesprochenen Mahnungen und Bewilligungsentzüge sowie über die Auslastung der Spitäler Bericht erstatten.
Quelle: Bundesrat, 4.12.2020Die Massnahmen im WintersportWird nur erteilt, wenn es die epidemiologische Lage im Kanton erlaubtKantonale Bewilligung ab 22. Dezember nötigGeschlossene Fahrzeuge (Züge, Gondeln, Seilbahnen):Nur zu 2/3 besetzbar KapazitätsbeschränkungAuf allen Bahnen, auch Ski- und Sesselliften und beim AnstehenMaskenpflichtMindestabstand von 1.5 Metern beim AnstehenEinlass nur, wenn im Innenbereich ein Tisch frei istAbstandRestaurants in SkigebietenAuch Wintersportorte brauchen ein SchutzkonzeptSchutzkonzept

Homeoffice

  • Um die Anzahl Kontakte und Personenströme weiter zu reduzieren, soll zudem die Homeoffice-Empfehlung konsequent umgesetzt werden. Der Bundesrat ruft hierzu nochmals die Arbeitgeber auf, wenn möglich Homeoffice zu ermöglichen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern soll es möglichst einfach gemacht werden, ihre Kontakte vor den Festtagen auf ein Minimum zu reduzieren.

Der Bundesrat wird an einer ausserordentlichen Sitzung am 8. Dezember, eine Zwischenbeurteilung vornehmen und am 11. Dezember strengere Massnahmen beschliessen, sollten die Kantone nicht die nötigen Massnahmen getroffen haben, um die Zahlen zu senken.

Weiterhin gilt: Discos und Tanzlokale geschlossenErweiterte MaskenpflichtRegeln für RestaurantsTreffen im öffentlichen Raum mit maximal 15 PersonenPrivate Treffen mit maximal 10 PersonenBeschränkte Anzahl Kunden in LädenHomeoffice (Empfehlung)Regeln für SkigebieteGemeinsamer Gesang nur in Familie und SchuleFernunterricht an HochschulenQuelle: Bundesrat, 11.12. 2020Verbot Veranstaltungen > 100 PersonenEinführung Schengen-GrenzkontrollenEinreise aus Italien mit Ausnahmen verboten10 Mrd. Fr. Soforthilfe Kein Unterricht an SchulenMax. 50 Personen in Restaurants, Bars, Diskotheken

SRF 4 News, 4.12.2020, 16:00 Uhr;

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119 Kommentare

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  • Kommentar von Tanja von Borstel  (Tännchen)
    Warum werden die Ladenöffnungszeiten nicht angepasst? Die könnten auch bis 23 uhr offen haben...
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  • Kommentar von Hansruedi Mathys  (hara)
    Liebe Bundesräte/Parlamentarier
    Wir kommen gerne zu Euch ins Bundeshaus zum singen/musizieren...lol
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  • Kommentar von Arthur Pünter  (puenti)
    Heute in den Mittagnachrichten. Es ist ein starkes Stück von Andrea Gmür, CVPlerin, Ständerat SG, zu sagen, die Schweiz meistere die Coronapandemie gut, es sei zielführend, an Weihnachten hie und da den Kopf zu lüften. Davon redet ja niemand. Aber gleichzeitig findet die Magistratin die hohen Todeszahlen schockierend. Solche Statements wirken vollig unglaubwürdig, legen aber auch offen, wie viele bürgeliche Politiker/innen, im Denken und an Taten gemessen, die Pandemie herunterspielen.
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