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Die Zürcher Fussballclubs denken über Testmöglichkeiten vor dem Stadion nach, warten aber das erste Spiel noch ab
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 21.07.2021.
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Start in die Fussballsaison Diese Clubs richten Teststationen vor den Stadien ein

In den Fussballstadien sind wieder zehntausende Fans erlaubt. Die neuen Freiheiten bringen neue Herausforderungen.

Jubelnde und leidende Fussballfans, die von der Tribüne lauthals ihre Fangesänge brüllen. Die Europameisterschaft war ein erster Vorgeschmack dessen, was auch in der Schweiz schon sehr bald wieder Realität ist. Am kommenden Wochenende startet die höchste Schweizer Fussball-Liga in die neue Saison. Die Clubs dürfen wieder tausende Fans in ihre Stadien lassen. Eine Maskenpflicht gilt nicht mehr. Auch auf die Wurst oder das Bier in der Pause müssen die Fussballbegeisterten nicht mehr verzichten.

Nur geimpft, getestet oder genesen ins Stadion

Also alles wieder wie vor Corona? Nicht ganz. Wie bei allen Grossveranstaltungen gilt: Nur wer ein gültiges Covid-Zertifikat vorweisen kann, erhält Zutritt zu den Stadien. Weil längst nicht alle geimpft sind, sollen vor einigen Stadien Testmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Wie die Deutschschweizer Clubs mit diesen neuen logistischen Herausforderungen umgehen, zeigt eine Übersicht.

Basel: Aufgrund der Corona-Kontrollen rechnen die Verantwortlichen des FC Basel damit, dass es länger als sonst dauern wird, bis die Fans im Stadion sind. Deshalb öffnet das Stadion bereits zwei Stunden vor Spielanpfiff seine Tore. Besuchende sollten die offizielle «Covid Certificate Check»-App bereithalten. Ausserdem steht nicht geimpften oder genesenen Fans ab Ende Juli ein Schnelltest-Zentrum vor dem Stadion zur Verfügung. Fans des FC Basel und auswärtige Fussballbegeisterte sind im Joggeli gleichermassen willkommen, eine Kapazitätsbeschränkung gäbe es keine, wie der Club auf Anfrage mitteilt. Geschlossen bleibt der Gästesektor einzig während europäischen Spielen, so wie es die UEFA-Regeln fordern.

Legende: Noch vor einem Jahr galt im ganzen Basler St. Jakob Park Maskenpflicht. In der neuen Saison ist die Maske nicht mehr vorgeschrieben. Keystone

Bern: Die Berner Young Boys geben noch keine Details bekannt. Das erste Heimspiel von YB finde erst am 28. Juli statt. Der Club informiere spätestens Anfang nächster Woche über Testmöglichkeiten und die Handhabung der Kontrollen vor dem Wankdorf-Stadion, heisst es bei YB auf Anfrage. Zum Einsatz des Covid-Zertifikats verweist der Club auf seiner Webseite auf die Informationen des Bundesamts für Gesundheit.

Luzern: In Luzern können sich Fussballfans am Samstag beim Stadion auf der Allmend kostenlos und ohne Anmeldung auf das Coronavirus testen lassen. Wie der FC Luzern am Mittwoch mitteilte, öffnet um 10 Uhr ein Covid-Testzentrum, das bis 17 Uhr durchgehend geöffnet bleibt. Fans, welche die erste Meisterschaftspartie gegen die Berner Young Boys im Stadion mitverfolgen wollen, können sich dort vor dem Spiel einem Antigen-Schnelltest unterziehen. «Es war uns ein Anliegen, dafür zu sorgen, dass möglichst viele Fans beim Spiel dabei sein können», sagt FCL-Präsident Stefan Wolf. Wer sich vor dem Spiel testen lassen will, muss eine gültige Krankenkassenkarte und eine ID mitbringen, ausserdem muss die «Covid Certificate-App» auf dem Smartphone installiert sein. Je nach Ansturm auf das Testzentrum sei zudem eine Portion Geduld gefragt, sagt FCL-Präsident Wolf. Dafür sei im Innern des Stadions aber alles wieder wie vor Ausbruch der Pandemie: Es gibt weder Sitzplatz- noch Maskenpflicht und auch keine Einschränkungen bei Getränke- und Verpflegungsständen.

Legende: Leere Stadien sind Geschichte. Am Samstag strömen auch hier in Luzern wieder tausende Fans ins Stadion. Weil beim Eingang auch die Covid-Zertifikate kontrolliert werden müssen, dürfte es hier zu längeren Wartezeiten kommen. Keystone

St. Gallen: Andreas Bosshard von der Kommunikationsstelle des FC St. Gallen sagt, die Fans sollten am besten ihr Covid-Zertifikat bereits im Sack haben, wenn sie zum Spiel kommen. Jeder und jede, die ins Stadion will, muss das Zertifikat samt einem amtlichen Ausweis vorweisen. Das geschieht vor den Drehkreuzen, heisst es beim FCSG. An den Drehkreuzen werde dann das Ticket kontrolliert. Das Prozedere dürfte eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Der Club rät den Fans, rechtzeitig vor Ort zu sein, um Warteschlangen zu vermeiden. Unklar sei noch, ob es vor dem Stadion eine Testmöglichkeit gebe. Das Zertifikat mache es möglich, das Stadion ohne Zuschauerbegrenzung zu füllen. Aktuell plant der FC St. Gallen die Saison mit offenen Gästesektoren.

Fankurven wehren sich gegen strengere Kontrollen

Box aufklappen Box zuklappen

Die Schweizer Fankurven wehren sich mit einer gemeinsamen Stellungnahme gegen persönliche Tickets und das Beibehalten von Kontrollmassnahmen über das Ende der Pandemie hinaus. Ein Grund dafür sind die neuen Auflagen beim FC Sion, bei dem ab dem Saisonstart am Samstag nur noch persönliche Tickets erhältlich sind. Die Schweizer Fussballliga und der Verein Fanarbeit Schweiz kritisieren den Walliser Alleingang.

«Sie haben das Gefühl, es sei ein Eingriff in ihre Freiheit. Ist es ja auch. Ich gehe auch nicht ins Kino oder Theater und muss meinen Pass vorlegen», erläutert Josef Zindel, Präsident des Vereins Fanarbeit Schweiz, den Unmut der Fans.

Die Zürcher Südkurve hat bereits entschieden, «im Stadion vorerst nicht gemeinsam» aufzutreten, wie sie in einem Communiqué auf ihrer Homepage schreibt. Aus der gemeinsamen Stellungnahme der etwa 20 Fankurven geht hervor, dass ein genereller Entscheid noch nicht gefallen sei, ob die Fankurven in die Stadien zurückkehren werden.

Zürich: Sowohl die Grashoppers als auch der FC Zürich denken über Testmöglichkeiten vor dem Letzigrund nach. Eine Zusammenarbeit mit Apotheken werde derzeit geprüft, heisst es bei den Verantwortlichen beider Zürcher Clubs auf Anfrage. GC empfängt bereits am Sonntag den FC Basel. Dann stünden sicher noch keine Testmöglichkeiten vor dem Letzigrund zur Verfügung, sagt Süleyman Celikyurt, Leiter Spielbetrieb der Zürcher Grashoppers. Eine Beschränkung der Platzzahl gebe es nicht. Die Einlasskontrollen erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Zuerst werden die Covid-Zertifikate kontrolliert, dann die Tickets.

SRF 1 Regionaljournal Zürich Schaffhausen 20.07.2021, 17:30 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Wer zahlt die Tests? Die Fans oder die Steuerzahler?
    1. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Die Steuerzahler/Innen - was aber die Krankenkassen nicht davon abhalten wird mit der Begründung "Pandemie" die alljährliche Prämienabzocke weiter anzukurbeln....;-))
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Francis Waeber: Entscheidend ist, dass nicht der Verursacher, sondern die Allgemeinheit bezahlt; ob Krankassenprämie oder Steuerrechnung ist Hans was Heiri. So wird das nie etwas mit der Durchimpfung.
    3. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      @ Leu - die Steuerzahler/Innen finanzieren noch sehr viel dümmeres, was auch nicht die "Verursacher" bezahlen. Nur wenige wissen das so gut wie Sie. Das Problem bei der "Durchimpfung" liegt eher daran, dass allzu viele auf Fake-Newsing reinfallen - ebenso wie bei anderem Unsinn welche die Steuerzahler/Innen anstelle der Verursacher finanzieren.....;-))
    4. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Francis Waeber: Wenn die Fans die Tests bezahlen müssen, werden Sie sich impfen lassen, weil das sonst rasch ins Geld geht. Nur dann erreichen wir eine genügend hohe Impfquote und werden Covid endlich los.
    5. Antwort von Francis Waeber  (Francis Waeber)
      Nachtrag @ Leu - sehr viel wirksamer und intelligenter wäre dass nicht geimpfte bei einer allfälligen Erkrankung die Behandlungskosten selber bezahlen müssten. Es ist ja nicht mal Ansatzweise so, dass die Impfverweigerer/Innen mehrheitlich Fussballfans wären! Ganz im Gegenteil würden Ihre "Massnahmen" nur eine verschwindend kleine Minderheit treffen und rein gar nichts bringen! Deja vu Herr Leu....;-))