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Ruf nach schärferen Massnahmen wird lauter
Aus HeuteMorgen vom 16.10.2020.
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Steigende Coronazahlen Expertinnen fordern schweizweite Maskenpflicht

Fachleute betonen, die Behörden müssten jetzt rasch handeln. Sonst steige die Corona-Ansteckungsrate weiter an.

«Die Zeit drängt», sagt Tanja Stadler, die an der ETH Zürich zuständig ist für Biostatistik und Mitglied ist in der wissenschaftlichen Corona-Taskforce des Bundes. «Die Zeit-Komponente ist momentan sehr wichtig, denn wir sind in einem exponentiellen Wachstum. Die Fallzahlen verdoppeln sich ungefähr alle zehn Tage. Und auch die Anzahl der Hospitalisierungen steigt exponentiell.»

Augen auf beim Maskenkauf!

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Bei den Stoffmasken gibt es bisher noch keine einheitliche Norm. Konsumenten müssen sich beim Hersteller erkundigen, ob er belegen kann, dass die angebotene Stoffmaske auch Partikel von einem Mikrometer Grösse (oder kleiner) herausfiltert. Bei den normalen Einwegmasken können sich Konsumenten auf die EN Norm 14683 inklusive CE Zeichen verlassen. Bei den FFP2 Masken sollte die Bezeichnung EN 149 inklusive CE Zeichen und einer vierstelligen Nummer draufstehen.

Vermehrt zu Hause arbeiten

Das heisst, warte man ein paar Tage, gebe es schon wieder deutlich mehr Fälle. Homeoffice ist eine der Massnahmen, die Stadler fordert. Da das Virus häufig am Arbeitsplatz übertragen werde, müsse man wieder vermehrt zu Hause arbeiten. Weiter ist für die Biostatistikerin klar, dass Masken extrem viel bringen. «Das heisst, ich plädiere für eine schweizweite Maskenpflicht in allen Innenräumen.» Denn drinnen komme es zu Übertragungen des Virus.

Auch Linda Nartey, Berner Kantonsärztin und Vorstandsmitglied der Schweizer Kantonsärztinnen und -ärzte, fordert eine schweizweite Maskenpflicht. Sie geht aber noch weiter und spricht gar von Masken draussen. «Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man es so macht wie zum Beispiel in Italien. Dass man selbst in Aussenräumen die generelle Maskenpflicht einführt.»

Und sie warnt ebenfalls: «Die Fallzahlen steigen derart schnell und hoch. Es geht jetzt wirklich darum, dass wir uns überall gegenseitig schützen.»

Klare Ansage erwartet

Masken im Park oder auf dem Trottoir – so weit würde Tanja Stadler von der ETH nicht gehen. Allerdings müssten draussen die Abstandsregeln eingehalten werden. Sie erwartet heute eine klare Ansage, wie es weitergehen soll. Denn heute trifft sich Gesundheitsminister Alain Berset mit dem Vorstand der kantonalen Gesundheitsdirektoren. Eben: Die Zeit dränge.

SRF 4 News, Heute Morgen, 16.10.2020, 06:00 Uhr

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230 Kommentare

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  • Kommentar von Hans-Peter Grüter  (HP Grueter)
    Die Schweiz ist einzigartig: macht über Monate Feldtests mit Maskenpflicht in verschiedener Ausgestaltung und Dauer.
    Das Ergebnis: die Kantone die bereits Anfang Juli Maskenpflicht eingeführt haben (JU, VD, VS) weisen nun bis 40 Inf. /100'000 aus und sind zuvorderst. Bei den 5 Kantonen mit bis 10 Inf./100'000 sind 4 Kantone welche keine Maskenpflicht in Läden/Einkaufszentren kennen.
    Nun soll diese "so effektive" Maskenpflicht ausgeweitet werden, bis in private Innenräume. (Leiter Task force)
  • Kommentar von Gabriella Itin  (Salat)
    Was für Experten ? Experten wie ; Ines Kappstein. Subjekt Editor: Wissenschaftlich verantwortlich gemäß Zertifizierungsbestimmungen.
    Eine Expertin die genau anderer Meinung ist, weil Sie eben vom Fach ist ?
    Unglaublich, dieses Künstliche erzwingen wollen, von etwas das gar nichts bringt !
  • Kommentar von Christian Weber  (cw)
    Die verantwortlichen Politiker sind immer noch in der Bringschuld für die Rechtfertigung einer (Alltags-) Maskenpflicht. Man wartet auf eine nachprüfbare. dokumentierte Darlegung, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage, und welchen aktuellen Erfahrungen, eine solche Pflicht ausgesprochen wird. Atemmasken sind keine harmlosen Accessoires. "Nützt's nichts, Schadet's nichts" reicht da nicht. Es gibt in diesem Sinne momentan keine Maskenpflicht, sondern einen Maskenzwang.